(openPR) Mittelständler halten einen Rekordwert von 881€ Milliarden auf Bankkonten und signalisieren somit hohe Unsicherheit und mangelnde Investitionsbereitschaft
Berlin/Frankfurt, 04. Februar 2026 – Während die Europäische Zentralbank (EZB) am 5. Februar über die weitere Zinspolitik entscheidet, offenbart der aktuelle UnitPlus Tagesgeld-Index eine dramatische Zinslücke im deutschen Mittelstand. Trotz eines stabilen EZB-Einlagensatzes von 2,00 % entgehen Unternehmen durch die Unterverzinsung ihrer Barreserven jährlich rund 1,9 Milliarden Euro an sicheren Erträgen. Erträge, die der Mittelstand als wirtschaftliche Säule in Deutschland eigentlich gut benötigt. UnitPlus ruft Finanzverantwortliche dazu auf, ihr Cash-Management vor der kommenden Zinsentscheidung zu überdenken.
Angesichts des anstehenden EZB-Zinsentscheids am 5. Februar 2026 richtet sich der Fokus der Finanzmärkte erneut auf die Zinspolitik von Christine Lagarde. Doch während die Leitzinsen seit Juli 2025 auf einem stabilen Niveau verharren – der für Anleger entscheidende Einlagensatz liegt bei 2,00 % – profitieren deutsche Unternehmen nur bedingt von dieser Entwicklung. Der aktuelle UnitPlus Tagesgeld-Index zeigt, dass der gewichtete Zinssatz für Firmentagesgeld im Januar 2026 bei lediglich 1,21 % lag, während der Geldmarktzins (€STR) zur gleichen Zeit 1,93 % betrug.
Die 2-Milliarden-Euro-Zinslücke
Die Diskrepanz zwischen den Marktzinsen und den tatsächlichen Bankkonditionen hat für den deutschen Mittelstand massive monetäre Folgen. Deutsche Unternehmen halten aktuell rund 263 Milliarden Euro auf Tagesgeldkonten; das gesamte liquide Vermögen beläuft sich sogar auf über 881 Milliarden Euro. Ein neuer Spitzenwert in Deutschland, der auch zeigt, wie unsicher viele Unternehmen die aktuelle wirtschaftliche Lage einstufen.
Durch die Weigerung vieler Institute, die EZB-Konditionen vollumfänglich weiterzugeben, verschenkt die Wirtschaft pro Jahr 1,9 Milliarden Euro an Zusatzerträgen. Zusätzlich zeigen die sehr hohen Liquiditätsreserven, dass der Mittelstand aktuell nicht bereit ist massiv in Deutschland zu investieren.
„In einer Phase, in der Liquidität wieder einen realen Preis hat, ist Passivität im Cash-Management ein teurer Wettbewerbsnachteil“, erklärt Fabian Mohr von UnitPlus. „Unser Index belegt schwarz auf weiß den ‚Zinsschlaf‘ bei klassischen Bankverbindungen. Unternehmen sollten den EZB-Entscheid am 5. Februar als Weckruf nutzen, um ihre Barreserven effizienter zu bewirtschaften.“
Geldmarktorientierte Strategien als moderne Alternative
Um die Renditelücke zu schließen, rücken zunehmend alternative Instrumente der kurzfristigen Cash-Anlage in den Fokus. Statt auf klassische Sichteinlagen zu setzen, ermöglichen geldmarktorientierte Lösungen eine dauerhaft optimierte Partizipation an den aktuellen Zentralbankkonditionen. Diese Instrumente orientieren sich eng am kurzfristigen Euro-Zinssatz (€STR) und bieten derzeit oft eine Verzinsung im Bereich von leicht über 2,00% p.a.
Ein wesentlicher Vorteil für Unternehmenskunden liegt in der rechtlichen Struktur: Während Bankeinlagen im Falle einer Schieflage des Instituts nur begrenzt gesichert sind, werden Gelder im eigenen Firmendepot als insolvenzgeschütztes Sondervermögen verwahrt. Dies gewährleistet auch bei hohen Millionenbeträgen eine Sicherheit, die über die gesetzliche Einlagensicherung von 100.000 Euro hinausgeht.
Über den UnitPlus Tagesgeld-Index
Der UnitPlus Tagesgeld-Index für Firmenkunden wird in Zusammenarbeit mit Barkow Consulting erstellt. Er basiert auf einer volumengewichteten Stichprobe von ca. 200 inländischen Banken und nutzt Methoden der deskriptiven Statistik sowie maschinelles Lernen, um die tatsächliche Zinssituation am Markt präzise abzubilden.
Daten-Redaktionsschluss:
Februar 2026








