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Neurodiversität – neuer Trend oder lange ignorierte Realität?

Bild: Neurodiversität – neuer Trend oder lange ignorierte Realität?
Kenote Speakerin Daniela Landgraf (© Friedrun Reinhold)
Kenote Speakerin Daniela Landgraf (© Friedrun Reinhold)

(openPR) Sie wurde unsichtbar, um zu überleben. Heute steht sie für mentale Stärke.

In vielen Unternehmen wird derzeit viel über Vielfalt gesprochen. Über unterschiedliche Lebensläufe, Generationen, Hintergründe. Ein Aspekt bleibt dabei jedoch häufig außen vor: Neurodiversität, also die Tatsache, dass menschliche Gehirne unterschiedlich funktionieren.

Dabei betrifft dieses Thema weit mehr Menschen, als vielen bewusst ist.

Neurodiversität beschreibt verschiedene Arten zu denken, wahrzunehmen und zu reagieren. Dazu zählen unter anderem ADHS, Autismus, Hochsensibilität, Dyslexie und auch das Tourette-Syndrom. Tourette ist dabei nur eine von vielen Ausprägungen neurodivergenter Wahrnehmung. Viele neurodivergente Menschen leiden unter Selbstzweifeln und haben ein mangelndes Selbstwertgefühl. Doch gerade dieses mangelnde Selbstwertgefühl ist häufig die Grundlage für psychische Erkrankungen oder auch für Probleme im betrieblichen Umfeld. Beide Themen: Selbstwert und Neurodiversität sind nach wie vor Tabuthemen in Unternehmen. Ein gesundes Selbstwertgefühl wird in Unternehmen häufig einfach vorausgesetzt. Doch besondere Menschen, deren Gehirne einfach anders funktionieren und die dadurch häufig ganz besondere Begabungen haben, leiden oft extrem unter ihrem Anderssein und fragen sich: Was ist falsch an mir? Da so lange diese Selbstzweifel mitschwingen, können sie nicht ihre volle Leistung erbringen.

Eine Frau, die heute regelmäßig als Keynote Speakerin vor Unternehmen spricht, weiß aus eigener Erfahrung, was es bedeutet, mit einer solchen Besonderheit aufzuwachsen. Daniela Landgraf litt lange Zeit unter massiven Selbstzweifeln, trotz großer Erfolge – bis hin zum Komplettzusammenbruch.

Schon als Kind gehorchte ihr Körper nicht. Grimassen, unwillkürliches Zwinkern, verdrehte Gliedmaßen. Dinge, die sie selbst nicht steuern konnte. Für andere Kinder war das oft ein Anlass zum Lachen und für „dumme“ Sprüche. Für sie selbst war es vor allem verletzend. Das Kichern, die Blicke, die Kommentare führten dazu, dass sie sich immer weiter zurückzog und irgendwann einfach schwieg.

Dabei war Daniela Landgraf einmal ein fröhliches, aufgewecktes Mädchen. Doch das Mobbing tat, was es oft tut: Es machte sie vorsichtig, leise, unsicher. Sie begann, sich möglichst unauffällig zu verhalten, um nicht noch mehr Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Die heutige Keynote Speakerin lernte, dass es gefährlich ist, sich zu zeigen und die eigene Meinung zu sagen … denn regelmäßig erhielt sie als Antwort darauf Spott und Auslachen. Unsichtbar zu werden, wurde zu ihrer Strategie, um durch den Alltag zu kommen. Trotz massiver Selbstzweifel wurde sie später in der Finanzbranche sehr erfolgreich, denn sie setzte die Tipps der damaligen Erfolgsgurus sehr erfolgreich um. Doch der Erfolg, der sich im außen zeigte, kam nicht im Herzen an… sie spürte den Erfolg nicht. Im Gegenteil, sie hatte stets das Gefühl, dass das, was sie erreicht hatte, nichts Besonderes sei. Heute weiß sie, dass dieses Phänomen als Impostor-Syndrom bezeichnet wird.

Erst mit 29 Jahren erhielt Daniela Landgraf eine Erklärung für ihr Anderssein. Die Diagnose: Tourette-Syndrom. Es war eine Zufallsdiagnose und sie bekam eine Antwort auf eine Frage, die sie nie laut ausgesprochen hatte, die aber latent immer da war. Diese Diagnose brachte zwar Verständnis und ihr wurde zum ersten Mal klar, dass sie nicht „falsch“ war. Dennoch brauchte es noch Jahre, bis sie wirklich verstand: Ihr Nervensystem funktioniert einfach anders und sie lernte, sich selbst anzunehmen. Immer mehr wurde ihr bewusst, dass ihre Neurodiversität nicht nur negativ ist, sondern dass sie Begabungen mit sich bringt, die andere offensichtlich nicht in der gleichen Form haben. Dieser innere Perspektivwechsel wurde zum Wendepunkt. Wer die Keynote Speakerin heute erlebt, kann sich kaum vorstellen, welchen Leidensweg sie hinter sich hat.

Seit dieser Zeit ist einer ihrer Lieblingssätze, wenn Menschen in schwierigen Situationen sind: „Ändere die Situation oder deine Einstellung dazu.“

Mit zunehmender Akzeptanz veränderte sich noch etwas. Die Tics wurden ruhiger. Und auch ihr Umfeld reagierte anders. Weniger Spannung, weniger Irritation, mehr Gelassenheit. Dort, wo jahrelange Anpassung nur zusätzlichen Druck erzeugt hatte, lernte sie, einfach sie selbst zu sein.

Heute steht sie als Keynote Speakerin auf kleinen und sehr großen Bühnen, vor Führungskräften, Teams und auf Kundenevents. Sie spricht über Selbstwert, Selbstannahme, Mut und mentale Stärke. Ihre Geschichte ist ein perfektes Beispiel dafür, wie wichtig es ist, Neurodivergenz als Teil des Ganzen anzusehen, anstatt zu fragen: „Was stimmt mit dir nicht?“, sollte die Frage lauten: „Wie funktioniert dein Gehirn und was brauchst du, um deine Talente optimal auszuleben?“

Die Keynote Speakerin Daniela Landgraf macht sichtbar, was viele neurodivergente Menschen erleben: Das eigentliche Problem ist nicht eine neurologische Besonderheit, sondern Strukturen, die wenig Spielraum lassen. Anpassung wird zur Dauerbelastung. Kontrolle zur Erschöpfung.

Erfahrungen aus der Praxis zeigen längst, welches Potenzial in neurodivergenten Mitarbeitenden steckt: Kreativität, analytisches Denken, Detailgenauigkeit, Loyalität, Ausdauer. Diese Fähigkeiten kommen jedoch nur dann zur Geltung, wenn Menschen nicht permanent versuchen müssen, sich anzupassen oder sogar zu verstellen.

Neurodiversität ist weder ein neues Schlagwort noch ein Mode- oder Trendthema. Sie ist Teil der Realität in Unternehmen und es wird nach wie vor viel zu wenig darüber gesprochen. Doch wer sie ignoriert, riskiert, Menschen zu verlieren. Wer sie versteht und ernst nimmt, schafft Arbeitsumfelder, in denen Leistungsfähigkeit aus innerer Stabilität und intrinsischer Motivation entstehen.

Die Frage sollte also nicht sein, ob Unternehmen sich mit Neurodiversität beschäftigen sollten oder nicht. Die richtige Frage lautet vielmehr:
Wie lange können Unternehmen es noch leisten, sie sich nicht mit dem Thema zu beschäftigen, vor allem in Zeiten, in denen über Fachkräftemangel gesprochen wird.

Daniela Landgraf steht als Keynote Speakerin und Trainerin für Selbstwert und innere Stärke gerne als Ansprechpartnerin zur Verfügung.

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