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ERC Synergy Grant für Klima-Forscher Fabian Hoffmann

06.11.202512:18 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Nun wird er vom Europäischen Forschungsrat gemeinsam mit Forschenden des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation, der Universität Göteborg und der Universität Delft mit einem ERC Synergy Grant gefördert.

Veränderungen in der weltweiten Bewölkung könnten dazu führen, dass sich der Klimawandel weiter verschärft. Das Ausmaß dieses Effekts ist aktuell jedoch noch sehr unklar. Der flächenmäßig dominierende Wolkentyp der Erde ist Stratocumulus. Diese oberflächennahen, flachen und horizontal ausgedehnten Wolken bedecken ein Fünftel der Erdoberfläche. Eine der größten Herausforderungen in der Klimawissenschaft besteht darin, vorherzusagen, wie sich Wolken im Allgemeinen und Stratocumuli im Besonderen in einer sich erwärmenden Welt verändern werden.

Forschung für bessere Klimaprognosen und Wettervorhersagen

Mit ERC Synergy Grants fördert der Europäische Forschungsrat (ERC) die Zusammenarbeit von mehreren Forschenden in interdisziplinären Forschungsprojekten, um wissenschaftliche Durchbrüche zu ermöglichen, die durch Einzelpersonen nicht erreichbar wären. Das ERC-Synergy-Projekt TurPhyCloud (The Role of Turbulence in the Physics of Clouds) wird vom ERC mit einem Gesamtbudget von 13,7 Millionen Euro in den nächsten 6 Jahren unterstützt – davon bekommt Prof. Fabian Hoffmann für seine Arbeit an der Freien Universität Berlin 2,5 Millionen Euro zuerkannt. TurPhyCloud bringt Expertinnen und Experten aus der Experimental- und Theoretischen Physik sowie der Meteorologie zusammen, um die gesamte Bandbreite der Prozesse zu untersuchen, die die Bildung dieser Wolken beeinflussen. Neben Fabian Hoffmann sind Professor Eberhard Bodenschatz (MPI für Dynamik und Selbstorganisation, Göttingen), Professor Bernhard Mehlig (Universität Göteborg) und Professor Pier Siebesma (Universität Delft) an dem interdisziplinären Forschungsprojekt beteiligt.

Das Team wird dazu extrem hochauflösende Messungen auf der finnischen Insel Utö durchführen, welche die gesamte Komplexität von Stratocumulus-Wolken erfassen – von Prozessen auf der Kilometer- bis hin zur Mikrometer-Skala. Daraus wollen die Forschenden statistische Modelle für turbulente Prozesse in der Wolkenphysik ableiten, die herkömmliche Simulationen in Bezug auf Genauigkeit und Auflösung übertreffen.

„Unser Ziel ist es, ein neues Simulationsmodell zu entwickeln, das sich an den Ergebnissen der Feldkampagnen orientiert und durch diese validiert wird“, erklärt Fabian Hoffmann. Dieses Modell soll dann in Wetter- und Klimamodelle eingebettet werden. „Durch die Kombination einzigartiger Messungen mit realistischen Simulationen wird TurPhyCloud Klimaprognosen und Wettervorhersagen maßgeblich verbessern“, so der Meteorologe.

Klima-Forscher Prof. Dr. Fabian Hoffmann

Prof. Dr. Fabian studierte Meteorologie an der Leibniz Universität Hannover, wo er auch seine Promotion abschloss. Danach forschte er als CIRES Visiting Fellow an der University of Colorado Boulder und leitete anschließend eine Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Im Rahmen seiner Forschung zur Wolkenphysik – von mikrophysikalischen Prozessen wie Regenbildung und Aerosol-Wolken-Interaktionen bis hin zur Rolle von Wolken im Klimasystem der Erde – entwickelte er hochauflösende Lagrangesche Wolkenmodelle, die Turbulenz und Wolkendynamik detailliert abbilden. Hoffmann wurde u.a. mit dem Förderpreis der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft ausgezeichnet. Er ist Mitglied der International Commission on Clouds and Precipitation und engagiert sich in mehreren internationalen Forschungskooperationen, u. a. mit der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA), der Hebrew University of Jerusalem und dem Brookhaven National Laboratory.

wissenschaftliche Ansprechpartner:
Prof. Dr. Fabian Hoffmann, Freie Universität Berlin, Institut für Meteorologie, E-Mail: E-Mail

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