(openPR) Wenn die Revision ohne Kompass arbeitet – warum viele Prüfungen ins Leere laufen
Die Interne Revision soll Risiken aufdecken, Prozesse verbessern und die Geschäftsleitung mit belastbaren Erkenntnissen versorgen. Doch in der Praxis fehlen der Internen Revision oft die Grundlagen, damit sie diese Rolle wirklich ausfüllen kann. Prüfungen verlaufen unstrukturiert, weil kein klarer Kompass existiert. Kritische Prozesse bleiben unberührt, während Routinethemen überproportional Ressourcen binden. Revisionsberichte wirken kleinteilig oder unübersichtlich, sodass Vorstände und Aufsichtsgremien die entscheidenden Botschaften nicht erkennen. Und nicht selten fehlen Dokumentationen, die eine saubere Nachvollziehbarkeit gewährleisten – ein gefundenes Fressen für externe Prüfer.
Ein besonders gravierendes Problem ist die fehlende oder unzureichend gepflegte Prüfungslandkarte. Ohne diese systematische Übersicht über Risiken und Prüfungsobjekte fehlt der Revision das wichtigste Steuerungsinstrument. Die Folge: keine klare Priorisierung, keine strategische Ausrichtung, keine Transparenz für Stakeholder. Noch gefährlicher wird es, wenn Prozesse nicht prozessorientiert geprüft werden. Dann bleiben Kontrolllücken an Schnittstellen oder in komplexen Abläufen verborgen – genau dort, wo in der Praxis die meisten Fehler entstehen.
Hinzu kommt: Viele Revisionsabteilungen haben kein aktuelles Revisionshandbuch oder keine belastbare schriftlich fixierte Ordnung (sfO). Damit fehlt die verbindliche Grundlage, auf die sich interne wie externe Prüfer stützen können. Ohne klare Regelungen zu Aufgaben, Zuständigkeiten, Prüfungsabläufen und Qualitätssicherung verliert die Revision an Glaubwürdigkeit – und die Geschäftsleitung an Sicherheit.
Das Online-Seminar „Grundlagen der Internen Revision 2“ am 6. Oktober 2025 bietet hier konkrete Lösungen. Referent Ralf Barsch (ADVANCED AUDIT SOLUTIONS) zeigt, wie die Prüfungslandkarte zum zentralen Steuerungsinstrument der Revision wird, wie Prozessprüfungen entlang wesentlicher Abläufe echten Mehrwert liefern und wie ein professionelles Revisionshandbuch mit sfO die Basis für Transparenz und Qualität bildet.
Die Teilnehmenden lernen, wie sie Risiken im Audit Universe systematisch erfassen, bewerten und gewichten können, um ihre Prüfungsplanung gezielt auszurichten. Sie erfahren, wie Prozessprüfungen Schwachstellen und Ineffizienzen aufdecken, Schnittstellenrisiken sichtbar machen und nachhaltige Verbesserungen ermöglichen. Und sie erhalten praxisnahe Tipps, wie ein Revisionshandbuch aufgebaut sein sollte, um sowohl regulatorischen Vorgaben als auch internen Qualitätsstandards gerecht zu werden.
Das Seminar liefert keine abstrakten Standards, sondern praxisorientierte Werkzeuge: Prüfungslandkarten, Prozesslandkarten, Best Practices aus der Revisionserfahrung und Hinweise zur digitalen Umsetzung. Damit können Teilnehmende ihre Revision so aufstellen, dass sie nicht nur die Aufsicht zufriedenstellt, sondern auch als aktiver Mehrwertbringer in der Organisation wahrgenommen wird.
Die Botschaft ist klar: Eine Revision ohne Kompass, ohne Prozessorientierung und ohne verbindliche Ordnung läuft ins Leere – mit allen Konsequenzen für Governance, Risikosteuerung und Reputation. Dieses Seminar zeigt, wie die Weichen richtig gestellt werden.
Weitere Informationen und Anmeldung unter:
https://www.akademie-heidelberg.de/seminar/grundlagen-der-internen-revision-2












