(openPR) Nun ist es also raus: die Speichelprobe, die man von Jan Ullrich genommen hat, hat zweifelsfrei bewiesen, dass die beim Doping-Arzt Dr. Fuentes gefundenen Blutproben von niemand geringerem als dem deutschen Radidol höchst selbst stammen. In den Medien erhebt sich ein Aufschrei und laut hört man von überall „Kreuziget ihn“, wobei gerne auch noch mal auf die peinliche Rücktrittskonferenz inklusive „Ich habe nie gedopt“ Jammerei hingewiesen wird.
Wenn man zurückblickt, kann man Jan Ullrich schon vorwerfen eine der am meisten nervenden Medienpersönlichkeiten dieses Jahrtausends gewesen zu sein. Zuerst radelte nach seinem einen Sieg bei der Tour de France beständig hinterher, jeden Frühlingsanfang begleitete uns die immergleiche 10kg Übergewicht Geschichte bei gleichzeitigem Ulle Geheul „Ich bin voll im Plan“. Am lustigsten war noch die versehentliche Ecstasy, die dem Radler dereinst in der Disco ins Glas gekippt wurde. Das aufkommende Doping Hin- und Her trug auch nicht sonderlich zur Erheiterung bei und mit dem Rücktritt, so hoffte, man, hat sich das Theater erledigt.
Warum die Headline dieses Artikels nun „Freispruch für Ulle“ heißt, wird sich mancher fragen. Nun – ein Blutbeutel beim Arzt bedeutet erstmal noch rein gar nichts. Vielleicht wusste ja Ullrich gar nicht, dass sein Team seine Blutbeutel in der Gegend rumschickt – und gibt sich deswegen so naiv-empört. Auch dass er während seiner Karriere gedopt hat, ist damit nicht bewiesen. Vielleicht kam einer seiner Betreuer just vor der Tour 2006 auf die prima Idee „es gibt da in Spanien einen Arzt, dem schicken wir mal Blut vorbei“ und dieses Vorgehen wurde schon so dermaßen schnell auf frischer Tat ertappt. Zugegeben, wirklich schön und im juristischen Sinne freisprechend sind diese Argumente wohl auch nicht, aber um der Wahrtheit willen, sollten sie ja zumindest mal aufgeführt werden.
Im Sinne des Entertainments sind wir dafür, den Fall wirklich ad acta zu legen, da sich die ganze Wahrheit ohnehin nicht mehr rausfinden lassen wird.
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