(openPR) Im Rahmen des Forschungsprojektes RheumaCheck entwickelt ein Konsortium aus der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg eine neuartige Diagnostik- und Telemedizinlösungen, um die Zeit zwischen den ersten Symptomen und dem Therapiebeginn bei rheumatoider Arthritis (RA) deutlich zu verkürzen. Ziel ist es, frühzeitig und schnell wegweisende Biomarker quantitativ am „point of need“ zu messen, die durch eine KI-gestützte telemedizinische Plattform eine präzise Patient-Stratifizierung ermöglichen. So wird ein schnellerer Zugang zu RheumatologInnen und für eine passgenaue Therapie erreicht. Das Projekt wird mit rund 1,5 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR Fkz. 13GW0761A-D) gefördert.
Das Problem: Unklare Symptome, lange Wartezeiten
Gelenkbeschwerden können viele Ursachen haben. Entscheidend ist es, eine echte rheumatoide Arthritis frühzeitig zu erkennen und gezielt zu behandeln. RA ist mit einer Prävalenz von 0,8–1,2 % die häufigste entzündlich-rheumatische Erkrankung. Ohne rechtzeitige Diagnose und Therapie kann sie zu erheblichen körperlichen Einschränkungen führen, die wiederum private und berufliche Belastungen und hohe volkswirtschaftliche Kosten nach sich ziehen. Zudem sind die verfügbaren Fachkapazitäten knapp, was lange Wartezeiten und weite Wege für Betroffene bedeutet.
Die Lösung: schnelle am „point of need“ Diagnostik und Therapie kombiniert mit Telemedizin
Eine schnelle Diagnostik beim Hausarzt, in der Apotheke oder zuhause, kombiniert mit einer telemedizinischen Sprechstunde und einem Terminplanungssystem zur sofortigen Vorstellung beim Rheumatologen, der eine adäquate Therapie einleitet, verbessert die medizinische Versorgung von Rheumatikern grundsätzlich.
Der Vorteil des telemedizinisch-diagnostischen Ansatzes von RheumaCheck liegt in der frühzeitigen Erkennung von Krankheitsprädiktoren und gleichzeitig der besseren Risikostratifizierung der Patienten. Laborwerte können unkompliziert und frühzeitig gemessen werden, wodurch schneller ein Termin bei einem internistischen Rheumatologen vermittelt werden kann. Durch diese innovative und bestechen einfache Lösung streben wir an, den Zeitraum von der Diagnose bis zum Therapiebeginn deutlich zu verkürzen, die richtige Therapie sofort zu beginnen und durch das Angebot einer lebenslangen Begleitung eine langanhaltende Remission zu ermöglichen.
POC-Diagnostik und Telemedizin in Berlin-Brandenburg und darüber hinaus
Beteiligt in dem Projekt sind das Gesundheitsmanagement Unternehmen salvevita (Berlin), als Projektkoordinator, die Immunassay-Produktion Firma ASKA Biotech (Hennigsdorf), die Forschungseinrichtung Institut für Molekulare Diagnostik und Bioanalytik (IMDB, Potsdam) und das Immanuel Klinikum Bernau, Teil des Universitätsklinikums der Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB, Bernau. Gemeinsam entsteht eine starke Kooperationsstruktur in der Region Berlin-Brandenburg, die nach der Förderperiode in der Lage ist, das Konzept auch in andere Regionen und in Zusammenarbeit mit weiteren Rheumazentren zu übertragen und zu validieren.
Mehr Informationen dazu: RheumaCheck; salvevita; IMDB Potsdam









