(openPR) Mainz – Die rheumatoide Arthritis (RA), die häufigste chronisch entzündliche Erkrankung der Gelenke, lässt sich jetzt schneller und zuverlässiger erkennen.
Möglich macht das ein Schnelltest, mit dem sich das Blut von Betroffenen auf Antikörper gegen mutiertes citrulliniertes Vimentin (Anti-MCV) untersuchen lässt. Liegt eine Gelenkentzündung vor und werden MCV-Antikörper im Blut gefunden, ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eine rheumatoide Arthritis die Ursache der Beschwerden. Allerdings schließt ein negatives Testergebnis eine rheumatoide Arthritis nicht aus, da nicht bei allen RA-Patienten MCV-Antikörper nachweisbar sind.
Der Vorteil der neuen Methode: Der Schnelltest rheumachec dauert nur 15 Minuten. Bisher mussten Menschen mit Verdacht auf rheumatoide Arthritis sehr lange auf einen Untersuchungstermin und ein Testergebnis warten. Doch gerade bei rheumatischen Erkrankungen ist eine frühzeitige und exakte Diagnose entscheidend für den Erfolg der Therapie.
Inzwischen stehen hochwirksame Medikamente zur Verfügung. Sie können die Krankheit zum Stillstand bringen und die drohende Gelenkzerstörung verhindern. Bei einem positiven Testergebnis sollte der Patient daher unverzüglich einen Rheumatologen oder einen anderen spezialisierten Arzt aufsuchen.
Neben dem MCV-Antikörpertest gibt es noch andere Laborverfahren, die auf eine RA hinweisen können, etwa die Bestimmung von Rheumafaktoren oder von Antikörpern gegen cyclische citrullinierte Peptide (Anti-CCP). Bisher galten diese Verfahren als die treffsichersten Methoden, um die Krankheit festzustellen. Allerdings sind diese Antikörper nur bei etwa zwei Dritteln der RA-Patienten nachweisbar. Rheumafaktoren finden sich zudem auch bei gesunden Menschen, gerade auch in höherem Lebensalter.
In Deutschland leiden rund 800.000 Menschen an rheumatoider Arthritis. Meist tritt die Erkrankung zwischen dem 35. und 50. Lebensjahr auf, wenn die Betroffenen mitten im Leben stehen. Wird die Therapie zu spät begonnen, drohen Arbeitsunfähigkeit und Invalidität. Die RA zählt zu den teuersten Erkrankungen der gesamten Medizin. Neben dem persönlichen Leid und der enormen sozialen Belastung verursacht die Erkrankung immense Kosten für die Betroffenen, das Gesundheitssystem und die gesamte Volkswirtschaft. – www.rheumachec.com









