(openPR) Die Lebensgeschichte des Mountain Man James P. Beckwourth erstmals aus dem amerikanischen Englisch übersetzt.
James ›Jim‹ Beckwourth (um 1800–1866) galt Zeitgenossen zugleich als Ikone aber auch als schlimmes Beispiel eines Gemischtrassigen. Der ehemalige Sklave aus Virginia war Trapper, Händler, Meldereiter, Goldsucher. Er entdeckte den nach ihm benannten Beckwourth-Pass in der Sierra Nevada und sorgte für den Beckwourth Trail.
James Pierson Beckwith (nach 1856 Beckwourth) wurde als Sohn eines weißen Plantagenbesitzers und einer schwarzen Sklavin um 1800 geboren. Als Erwachsener erhielt er die Freiheit und kam 1824 als Angestellter der Pelzhandelsorganisation ›Ashley & Henry‹ in die Rocky Mountains. Fortan gehörte er zu den Jagdkompanien um Jim Bridger und Thomas Fitzpatrick. Seine dunkle Hautfarbe und sein selbstbewusstes Auftreten halfen ihm, gute Kontakte zu verschiedenen indigenen Völkern zu knüpfen, denen er beim Jagen und Fallenstellen begegnete. Die Crows adoptierten ihn schließlich. Fast ein Jahrzehnt blieb er bei ihnen, heiratete mehrere Frauen und stieg schließlich zu einem Häuptling seines Stammes auf. Er berichtet offen und ehrlich über seinen Wandel vom Zivilisierten zu einem Anführer von Kriegsbanden. Seine Beschreibungen des Lebens innerhalb der Crow-Nation, die teilweise grausamen Kämpfe zwischen den Stämmen, bieten einzigartige Einblicke.
In seiner Autobiographie verschweigt Beckwourth auch nicht die Schattenseiten seines Lebens: Wie er später als Händler die Cheyenne um des Gewinn Willens mit billigem Alkohol regelrecht um ihr Hab und Gut brachte, welche Folgen das »Feuerwasser« auf sie hatte, und die daraus resultierenden Probleme.
Für die frühen Pelztierjäger der Rocky Mountains galt die Fähigkeit, eine gute Geschichte zu erzählen, als gleichrangig wie Zielsicherheit oder gekonntes Fallenstellen. Nach einstimmiger Meinung aller waren Jim Beckwourths Erzählungen, wie er sie präsentierte, das Nonplusultra. So wurde auch seine Autobiographie zunächst als reine »Lagerfeuergeschichte« und er von manchen, die ihn nicht persönlich kannten oder eine Aversion gegen Mischlinge hatten, als »schriller Lügner« abgetan. Inzwischen haben Historiker herausgefunden, dass vieles auf einem wahren Kern beruht. Heute gilt Beckwourths Autobiographie als wertvolle Quelle, die einen tiefen sozialen Einblick aus erster Hand über die Zeit der Trapper, indigenen Stämme und der Besiedelung des Westens liefert.
Ein Anmerkungsapparat und Nachwort des Herausgebers erläutern wichtige Zusammenhänge, verifizieren - wo immer möglich - geschilderte Ereignisse anhand anderer Quellen.
- James P. Beckwourth: Mein abenteuerliches Leben. Mountain Man, Scout und Häuptling der Crows.
- Hrsg. u. Übersetzer: Volker Griese
- Broschur: 394 Seiten, mit den Originalillustrationen, Anmerkungen und einem Nachwort
- ISBN: 978-3-8192-0774-7
- 17,00 EUR



















