(openPR) Auf Martinique wird der traditionelle Tanz der einstigen Sklaven heute noch gewürdigt
München, 5. Juni 2018. Von 7. bis 10. Juni 2018 findet auf der Karibikinsel Martinique in der Hauptstadt Fort-de-France das Bèlè Djouba Festival statt. Workshops, Bèlè-Einführungskurse, Podiumsdiskussionen, Aufführungen und Konzerte versprechen ein vielseitiges Programm und tiefe Einblicke in den traditionellen Tanz, der aus dem kulturellen Erbe Martiniques nicht mehr weg zu denken ist. Der Bèlè – eine Kombination aus Tanz, Gesang und Trommelklängen – hat seinen Ursprung im Leben der Sklaven Mitte des 19. Jahrhunderts.
Der Bèlè wird in unterschiedlichen Formationen ausgeführt, entweder als „Won Bèlè“ mit acht Tänzern, „Quadrille“ mit vier Tänzern, Paartanz „Monté o tanbou“ oder alleine. Die Musiker, Sänger und Tänzer improvisieren darauf basierend einen rhythmischen Dialog, wobei die kreolischen Lieder Anekdoten aus dem Alltag der einstigen Sklaven erzählen. Anlässlich der Veranstaltung Bèlè Djouba erhalten Besucher im Festivaldorf „Kay Bèlè a“ (übersetzt Haus des Bèlè) einen umfassenden Eindruck des Bèlè: Es vereint verschiedene Aussteller der kreolischen Kunst – von der kreolischen Sprache und der Kampfkunst der Martiniquais, „danmyé“ genannt, über lokale Handwerkskunst und Designer bis hin zu Gärtnern sowie Herstellern von traditionellen Trommeln und anderen Instrumenten. Zum Festival werden 20.000 Besucher erwartet. Die Veranstaltung wird alle zwei Jahre auf Initiative des Vereins Lawonn Bèlè organisiert, der die Akteure der Bèlè-Gemeinschaft der Insel versammelt und verschiedene künstlerische Produktionen der Bewegung fördert. Auch außerhalb der Feierlichkeiten haben Besucher die Möglichkeit, den Tanz hautnah zu erleben, beispielsweise in der Maison du Bèlè in Sainte-Marie. Sie hat es sich zum Ziel gesetzt, die Tradition zu bewahren und ihre Strahlkraft im Rahmen von Workshops, Konferenzen und Shows über die Insel Martinique und die ganze Karibik zu tragen.
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