(openPR) 1844 begann ein zähes Ringen der ›Altona-Kieler-Eisenbahn-Gesellschaft‹ mit Finanziers und dem dänischen Staat über den Bau einer Eisenbahnlinie von Neumünster quer durch Holstein bis nach Neustadt an der Ostsee. Erst mit dem Auftreten des britischen Eisenbahnmoguls Sir Morten Peto sowie des österreichischen und des preußischen Staates gelang 1864 der Durchbruch. Ab 1866 erschloss die ›Ostholsteinische Eisenbahn‹ Neumünster–Ascheberg–Neustadt, mit der Zweigbahn Kiel–Ascheberg, die landwirtschaftlich geprägte Region. Entlang der Strecke entstanden Gewerbe und Industrie. Die Bevölkerungszahlen einzelner Ortschaften verdoppelten sich nahezu innerhalb des folgenden Jahrzehnts.
Mit der Verstaatlichung ab 1887 änderte sich einiges: So wurden ab jetzt die Zweigbahn Kiel–Ascheberg und die 1873 eröffnete Strecke Eutin–Lübeck zur Hauptstrecke Kiel–Lübeck bestimmt.
Bis zur Inbetriebnahme des Rangierbahnhofs Maschen 1980 galt vor allem die ehemalige Hauptbahn Neumünster–Neustadt noch als wichtige Entlastungsstrecke für den Güterfernverkehr nach dem Fähranleger Puttgarden.
Der Autor erinnert an ein Kapitel schleswig-holsteinischer Eisenbahngeschichte ab 1866.
Das Ringen um die Entstehung und das langsame Ende der Teilstrecken Neumünster–Ascheberg und Eutin–Neustadt, die einst die landwirtschaftlich geprägten Kreise Plön und Ostholstein erschlossen, werden dargestellt. Bauunterlagen, Fahrpläne, zahlreiche s/w-Abbildungen und ein Anmerkungsapparat machen das Thema transparent und dienen zur Erschließung der Informationen.
Volker Griese: Die ›Ostholsteinische Eisenbahn‹ – Planung | Bau | Betrieb
Broschur: 140 Seiten, mit Anmerkungsapparat und zahlr. sw-Abbildungen
ISBN: 978-3-6951-7227-6
10,00 EUR













