openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Schutzradar für Bakterien

02.04.202517:00 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Schutzradar für Bakterien

(openPR) ?ä????-?????-??????????? ???? ?? ?? ?????? ????? Ö??????????. ????? ??? ?ü? ??? ??????????? ???? ??? ??????????????? ????? ?????? ??????? ?? ????? ?? ??? Ü???????? ??? ??????? ???. ??? ??? ????????? ??????????? ???????? ??? ?????????? ????? ????????, ?? ?????????? ??ö??? ???????ü??? ??? ?? ?ö???, ????? ????? ?? ????? ?????? ?? ???????????? ??????????? ???? ???ö??????????.

Die Erforschung der Kommunikation von Mikroorganismen trägt zum Verständnis der komplexen ökologischen Wechselwirkungen in unserer Umwelt bei und ist Forschungsschwerpunkt des Exzellenzclusters „Balance of the Microverse“. Ein Forschungsteam des Clusters am Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut (Leibniz-HKI) und der Friedrich-Schiller-Universität Jena hat in einer Studie die Interaktion zwischen Amöben, Bakterien und Pflanzen untersucht. An der Studie waren auch Forschende der Universität Bayreuth beteiligt. Die Ergebnisse eröffnen neue Wege für die Entdeckung bioaktiver Naturstoffe.

??? ?????ä????? ???????????????? ??? ??? ????????? ??? ?????????
Die Bakterienart ??????????? ???????? ist ein allgegenwärtiges Pflanzenpathogen. Der Erreger dringt über natürliche Öffnungen oder Verletzungen in die Pflanze ein, infiziert diese und kann so erhebliche Schäden in der Landwirtschaft anrichten. Ein natürlicher Feind des Bakteriums ist die soziale Amöbe ??????????????? ????????. Diese Amöbe frisst als Einzeller Bakterien. Wird jedoch Nahrung knapp, schließen sich die Einzeller zu mehrzelligen Strukturen zusammen und bilden dann Sporen aus, die leicht in eine neue Umgebung gelangen können. Somit ist die Amöbe zwar nicht direkt am Krankheitsprozess der Pflanze beteiligt, sie ist jedoch ein wichtiger Fressfeind, der das Bakterium zur Entwicklung hochwirksamer Abwehrmechanismen zwingt, um zu überleben.

???? ??ö?? ?ö??? ???? ??????
Das Forscherteam um Pierre Stallforth, Professor an der Universität Jena und Abteilungsleiter am Leibniz-HKI, hat nun einen bisher unbekannten Abwehrmechanismus von ??????????? ???????? identifiziert. „Wir konnten zeigen, wie das Bakterium ein chemisches Radar einsetzt, um die feindlichen Amöben zu erkennen und zu eliminieren. Interessanterweise spielen die Amöben selbst eine entscheidende Rolle bei ihrer eigenen Auslöschung“ sagt Shuaibing Zhang, Erstautor der Studie. Pierre Stallforth ergänzt: „?. ???????? produziert Syringafactine. Das sind chemische Moleküle, die für die Amöbe selbst harmlos sind und dem Bakterium unter anderem eine schnellere Fortbewegung ermöglichen. Wenn die Amöbe mit diesem Molekül in Kontakt kommt, wird es vom Einzeller chemisch verändert. Das Bakterium wiederum besitzt ein spezielles Sensorprotein – den Chemical Radar Regulator (CraR) – das diese veränderten Moleküle erkennt. Dadurch können die Bakterien die Anwesenheit von Amöben aufspüren, woraufhin Gene aktiviert werden, die für die Produktion giftiger Substanzen – der Pyrofactine – verantwortlich sind. Die Pyrofactine töten Amöben und sind interessanterweise Abkömmlinge der durch die Amöben modifizierten Syringafactine.“

????????????????? ???? ?ö??????????? ?ü? ??? ??????????? ????? ???????????
Auch die Infektiosität der Bakterien hängt offenbar mit dem chemischen Radarsystem zusammen: So kann ?. ???????? die Ackerschmalwand ??????????? ???????? – die Pflanze wird aufgrund ihrer Eigenschaften in der Genetik und Pflanzenforschung als Modellorganismus eingesetzt – in Gegenwart von Amöben nur dann infizieren, wenn das Bakterium ein aktives „chemisches Radar“ besitzt und damit gegen den Fressfeind verteidigungsfähig ist.
Die Studie liefert wertvolle Erkenntnisse für das komplexe Wechselspiel im Zusammenleben von Mikroorganismen, Einzellern und höheren Pflanzen. Sie bietet damit auch Ansatzpunkte für die Entdeckung neuer bioaktiver Naturstoffe, die dem Menschen als Medikamente oder in der Schädlingsbekämpfung nützlich sein könnten.
Zahlreiche Fördermittelgeber haben die wegweisende Studie unter der Leitung des Leibniz-HKI ermöglicht, darunter die Werner Siemens-Stiftung, die Deutsche Forschungsgemeinschaft im Rahmen des Exzellenzclusters „Balance of the Microverse“ und des Sonderforschungsbereiches ChemBioSys. Die Länder Hessen und Thüringen unterstützten das Projekt zudem mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

wissenschaftliche Ansprechpartner:
Prof. Dr. Pierre Stallforth
Paläobiotechnologie
Abteilungsleiter

+49 3641 532-1527
E-Mail

Originalpublikation:
Zhang S, Schlabach K, Pérez Carrillo VH, Ibrahim A, Nayem S, Komor A, Mukherji R, Chowdhury S, Reimer L, Trottmann F, Vlot AC, Hertweck C, Hellmich UA, Stallforth P (2025) A chemical radar allows bacteria to detect and kill predators. Cell
DOI: 10.1016/j.cell.2025.02.033

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 1280962
 500

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Schutzradar für Bakterien“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von idw - Informationsdienst Wissenschaft

Bild: Curiocity Pop-up Science Center in Freising bis Ende 2026 verlängert
Curiocity Pop-up Science Center in Freising bis Ende 2026 verlängert
Mehr als 10.000 Besucherinnen und Besucher haben die Mitmach-Ausstellung zu Naturwissenschaften und Technik bereits erkundet, darunter über 100 Schul-, Kindergarten- und Hortgruppen. Aufgrund des großen Zuspruchs unterstützen die Stadt Freising und die Sparkasse Freising Moosburg die zweite Verlängerung der Zwischennutzung des ehemaligen Ladenlokals in der Innenstadt. Damit bleibt auch die Forschung der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT), Kooperationspartnerin von curiocity https://curiocity.de/, weiterhin mitten in der Universitäts- u…
Bild: FeldSchau zeigt, wie KI Pflanzenforschung verändert – Hightech-Preise Bayern 2026
FeldSchau zeigt, wie KI Pflanzenforschung verändert – Hightech-Preise Bayern 2026
FeldSchau https://feldschau.ai/ wurde von HSWT-Alumnus Michael Liepold, der Landwirtschaft am Campus Triesdorf https://www.hswt.de/studium/studienangebot/bachelor/landwirtschaft-triesdorf studierte, und Emanuel Jacobowsky, Absolvent des Studiengangs Künstliche Intelligenz an der TH Ingolstadt, gegründet. Den fachlichen und technologischen Grundstein für das junge Unternehmen legte das Forschungsprojekt AutoDGB https://www.hswt.de/forschung/projekt/1361-autodgb, aus dem zentrale Erkenntnisse für die spätere Produktentwicklung hervorgingen. Ver…
31.07.2026
17:29

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Biologische Blauhelme im Einsatz für Haut und KörperBild: Biologische Blauhelme im Einsatz für Haut und Körper
Biologische Blauhelme im Einsatz für Haut und Körper
Viele Bakterien haben für Körper und Gesundheit eine besondere Schutzfunktion. "Im Kampf zwischen Krankheitserregern und körpereigenen Abwehrkräften sind viele Bakterien so etwas wie biologische Blauhelme", betont die Mikrobiologin Prof. Dr. Christine Lang von der Technischen Universität Berlin. "Sie schützen uns und stellen eine Balance von gefährlichen …
Bild: Bekömmliche Bakterien in Bio-Äpfeln
Bekömmliche Bakterien in Bio-Äpfeln
Nicht nur wir Menschen bieten Bakterien einen guten Nährboden. Wie eine Studie zeigt, sind sie z.B. auch in Äpfeln reichlich vorhanden. Dabei liefern Bio-Äpfel die bessere Bakterien-Qualität im Vergleich zu konventionell angebauten Äpfeln. Reichlich Obst und Gemüse, das gehört zu einer guten Ernährung dazu. Sie enthalten neben den jeweiligen pflanzlichen …
Bild: Effizienter Schutz vor Bakterien und Viren - sanabelle Bakterien- und Virenfilter mit und ohne HMEBild: Effizienter Schutz vor Bakterien und Viren - sanabelle Bakterien- und Virenfilter mit und ohne HME
Effizienter Schutz vor Bakterien und Viren - sanabelle Bakterien- und Virenfilter mit und ohne HME
Der elektrostatische sanabelle Bakterien- und Virenfilter schützt Patient, Personal und Beatmungssystem vor Kreuzkontaminationen während einer künstlichen Beatmung. Effizienter Schutz vor Bakterien und Viren - sanabelle Bakterien- und Virenfilter mit und ohne HME Der DEHP- und latexfreie Filter hält Bakterien und Viren beim Ein- und Ausatmen zurück. …
Bild: Sprechverbot für Bakterien
Sprechverbot für Bakterien
HZI-Forscher ebnen den Weg für neue Wirkstoffe, die Krankenhauskeime verstummen lassen --- Immer mehr krankheitserregende Bakterien entwickeln Resistenzen gegen die gängigen Antibiotika. Einer dieser Problemkeime ist Pseudomonas aeruginosa, der beim Menschen schwere Infektionen auslöst und gleich gegen eine ganze Reihe von Antibiotika resistent ist. …
Bild: Die Darmflora - Das Immunsystem des DarmsBild: Die Darmflora - Das Immunsystem des Darms
Die Darmflora - Das Immunsystem des Darms
Die Darmflora leistet einen sehr wichtigen Beitrag zu unserer Gesundheit. Die angesiedelten Bakterien der Darmflora wehren eindringende Krankheitserreger, wie Viren und Keime ab und können so vor Krankheiten schützen. Beinahe jeder kennt die Aufgabe des Immunsystems, beziehungsweise weiß, dass das Immunsystem und starke Abwehrkräfte vor Erkrankungen …
Bild: Vortrag an der Asklepios Klinik Oberviechtach: Von lebensnotwendigen und von gefährlichen Bakterien
Vortrag an der Asklepios Klinik Oberviechtach: Von lebensnotwendigen und von gefährlichen Bakterien
OBERVIECHTACH. Ein Erwachsener besitzt rund 10 Billionen Körperzellen, trägt aber 100 Billionen Bakterien am bzw. im Körper mit sich herum. Knapp 99 Prozent dieser Bakterien befinden sich im Darm, auf den Händen tummeln sich immerhin noch bis zu einer Billion Bakterien. „Bakterien im Alltag – können sie uns nützen oder müssen wir uns schützen?“, Antwort …
Wie Karies verursachende Bakterien im Zahnbelag überleben können
Wie Karies verursachende Bakterien im Zahnbelag überleben können
Extrazelluläre Polysaccharide spielen eine zentrale Rolle, wenn es um die Überlebensfähigkeit von Bakterien im Zahnbelag geht, die Karies auslösen können. Dies berichten Forscher der Klinik für Präventivzahnmedizin und Orale Mikrobiologie und des Departements Biomedical Engineering der Universität Basel in der Fachzeitschrift «Plos One». --- Kariogene …
Bild: Neue Website über die Vielfalt von Bakterien
Neue Website über die Vielfalt von Bakterien
Bakterien sind schmutzig, aggressiv und verursachen schlimme Krankheiten – das glauben zumindest viele Menschen. Dass es im Gegenteil sehr viele gute Bakterien gibt, und wie wichtig sie für einen gesunden Organismus sind, zeigt die neue Website www.gesunde-bakterien.de. Initiiert hat sie Prof. Dr. Christine Lang, Professorin für Biotechnologie und Mikrobiologie …
Antibiotika
Antibiotika
… in der Medizin eingesetzt wurde, war das Penicillin. Penicillin und die zahlreichen anderen Antibiotika, die in den vergangenen sechs Jahrzehnten entwickelt wurden, wirken gegen Bakterien und gegen Pilze. Sie wirken jedoch nicht gegen Viren, daher ist der Einsatz von Antibiotika bei einer Viren-Infektion sinnlos. Antibiotika lassen sich, was ihre Wirkungsweise …
Bild: Jeder hat sie. Jeder braucht sie. Das Geheimnis der gesunden HautbakterienBild: Jeder hat sie. Jeder braucht sie. Das Geheimnis der gesunden Hautbakterien
Jeder hat sie. Jeder braucht sie. Das Geheimnis der gesunden Hautbakterien
… auf dem größten Organ des Menschen: der Haut. Sie begleiten uns bei jedem Schritt, jeden Tag, ein ganzes Leben lang – und kümmern sich dabei um die Gesundheit unserer Haut.Bakterien – mehr als 800.000 pro cm² wohnen allein schon auf der Kopfhaut Mehr als 800.000 Bakterien pro cm² tummeln sich auf der Kopfhaut. Auf der Stirn sind es im Schnitt 154.881 …
Sie lesen gerade: Schutzradar für Bakterien