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Transgender in der Trump-Präsidentschaft

06.03.202512:57 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Donald Trump erließ gleich zu Beginn seiner zweiten Amtszeit „Executive Orders“, welche die Rechte von Transpersonen einschränken. So werden Transpersonen unter anderem aus dem U.S.-Militär ausgeschlossen, mit der Begründung: „Der Ausdruck einer falschen ‚Genderidentität‘, die vom Geschlecht einer Person abweicht, kann nicht den strengen Anforderungen genügen, die für den Militärdienst erforderlich sind.“ (“expressing a false 'gender identity' divergent from an individual's sex cannot satisfy the rigorous standards necessary for military service")

Der Historiker Jacob Bloomfield von der Universität Konstanz widerspricht, mit Blick auf die Militärgeschichte: „Ausdrucksformen von Gendervarianz sind seit langem Teil des Militärlebens.“ Als Beispiel nennt Bloomfield Drag Shows unter Beteiligung von Soldaten: „Drag Shows von britischen, kanadischen und amerikanischen Soldaten dienten im Ersten und Zweiten Weltkrieg nicht nur der Unterhaltung der Soldaten an der Front, sondern waren auch beim zivilen Publikum an der Heimatfront hochbeliebt.“

Bloomfield warnt vor den Konsequenzen des Ausschlusses von Transpersonen vom Militärdienst: „Für viele Amerikaner*innen ist die Teilnahme am Militärdienst einer der wenigen Zugangswege zu Sozialprogrammen wie staatlich finanzierter Gesundheitsfürsorge und Bildung. Transpersonen vom Militärdienst auszuschließen würde bedeuten, dass eine ganze gesellschaftliche Gruppe nicht auf diese wichtigen Sozialprogramme zugreifen könnte. Trumps Executive Order verstößt damit gegen Grundprinzipien der sozialen Gerechtigkeit und gegen die historisch belegbare Akzeptanz des Militärs gegenüber Gendervarianz.“

„Letzten Endes wird es in jeder Armee immer einen Anteil von Menschen mit Transidentität geben, ob sie dies nun offen zeigen oder verbergen“, schlussfolgert Bloomfield. „Das Militär sollte die Bevölkerung widerspiegeln, der es dient.“

• Lesen Sie das vollständige Interview mit Jacob Bloomfield (im englischen Original) unter: https://www.campus.uni-konstanz.de/wissenschaft/expressions-of-gender-variance-have-long-been-part-of-military-life

Zur Person
Der Historiker Jacob Bloomfield lehrt und forscht an der Universität Konstanz. Er ist ein assoziiertes Mitglied des Zukunftskollegs. Seine Forschung konzentriert sich auf Kulturgeschichte, die Geschichte der Sexualität sowie Gender-Geschichte. Jacob Bloomfield ist Autor des Buches „Drag: A British History“ (University of California Press, 2023).

Hinweis an die Redaktionen:

Ein Foto steht zum Download bereit: https://www.uni-konstanz.de/fileadmin/pi/fileserver/2025_extra/transgender_in_der_trump-praesidentschaft.jpg

Bildunterschrift: Jacob Bloomfield, Historiker an der Universität Konstanz
Copyrights: Universität Konstanz/Inka Reiter

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