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Die Erfinderin der Multi-Ionen-Uhr

07.02.202514:39 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Die Erfinderin der Multi-Ionen-Uhr

(openPR) Sie wollte schon immer Physikerin werden und weltweite Spitzenforschung betreiben. Und sie hat es geschafft: Tanja Mehlstäubler von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) gehört heute zu den international führenden Forschenden im Bereich der Präzisions-Laserspektroskopie und Ionenfallen für Atomuhren und Quantencomputer. Ihr steiler Weg führte sie über einen deutschen und einen amerikanischen Physikabschluss zur PTB, wo sie sich habilitierte und heute einen Fachbereich mit 30 Personen leitet. Frauen in Führungspositionen in sogenannten MINT-Fächern wie etwa Physik sind immer noch in der Minderheit, woran der jährliche Internationale Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft am 11. Februar erinnert. Aber in der PTB ist Tanja Mehlstäubler durchaus in guter Gesellschaft: Es gibt hier viele herausragende Forscherinnen. Die PTB wird viele von ihnen in ihrer Instagram-Serie „Meet the PTBists“ vorstellen, in der es um interessante Frauen und Männer in der PTB geht.

Die Physik ist Tanja Mehlstäublers große Leidenschaft. Die Begeisterung ist ihr anzumerken, wenn sie von Quantenphysik, Atomuhren und deren Herz, den Ionenfallen, redet. Sie hat zahlreiche wissenschaftliche Entwicklungen zu verzeichnen. Die vielleicht wichtigste: die Multi-Ionen-Uhr, ein neuer Typ optischer Atomuhr, der zu den genauesten der Welt zählt. „Ich erachte das als meine größte Lebensleistung bislang, ein neues Uhrenkonzept vorgeschlagen zu haben, das jetzt nach 10 Jahren erfolgreich läuft und international aufgegriffen wurde“, sagt sie.

Tanja Mehlstäublers bisheriger Weg war bemerkenswert zielstrebig: Als eine der Jahrgangsbesten am Gymnasium bekam Tanja Mehlstäubler eine Förderung der Studienstiftung des Deutschen Volkes fürs Physikstudium in Würzburg. Danach machte sie noch einen Master-Abschluss an der University of Stony Brook in New York, ging nach der Promotion als Postdoc an das SYRTE – Observatoire de Paris und dann zurück nach Deutschland, an die PTB. Dort wurde sie die erste Leiterin einer Nachwuchsgruppe, habilitierte nebenbei und lehrt heute zusätzlich als Professorin an der Leibniz Universität Hannover. Ihre Arbeit ist sehr vielfältig: Sie leitet einen Fachbereich mit 30 Personen, dazu kommen noch die Vorlesungsvorbereitungen, internationale Industrie- und Forschungskooperationen und Beratungstätigkeiten. Was sie an ihrem Beruf besonders mag: „Das Schönste an der Wissenschaft ist es, mit Menschen in der ganzen Welt zu arbeiten und sie tiefer kennenlernen zu dürfen; dadurch Grenzen zu überschreiten; gemeinsam miteinander zu forschen, um die Welt zu verstehen.“

Für diesen naturwissenschaftlichen Traum müssen viele Frauen und Mädchen immer noch mehr Hindernisse überwinden als Männer. Noch immer ist ihr Anteil in der Wissenschaft deutlich niedriger als der der Männer.

Die PTB engagiert sich bereits seit Jahren für einen höheren Frauenanteil in ihrer Arbeit. Heute liegt der Anteil der Frauen an den Gesamtbeschäftigten bei 37 Prozent. „Für eine physikalisch-technische Einrichtung können wir uns damit sehen lassen“, sagt PTB-Präsidentin Cornelia Denz.

Um auf diesem guten Weg weiter fortzuschreiten, ist die PTB an der bundesweiten Netzwerk-Initiative „Komm, mach MINT“ beteiligt, die Mädchen und Frauen für MINT-Studiengänge und -berufe begeistert. „Exzellente Forschung und Dienstleistung braucht Gleichstellung, Diversität und Originalität“, sagt Cornelia Denz. „Für uns ist es daher selbstverständlich, Chancengleichheit und Vielfältigkeit in der PTB zu fördern. Die Gleichstellung der Geschlechter ist uns dabei überaus wichtig, und wir werden dies mit hoher Priorität weiter verfolgen: mit Vorbildern, mit Mentoring und mit den richtigen Rahmenbedingungen. Dazu gehört die familiengerechte Gestaltung von Arbeitszeiten, Führungstraining und Personalentwicklung.“

Der „International Day of Women and Girls in Science“ wurde 2015 in einer Generalversammlung der Vereinten Nationen beschlossen und findet seitdem jährlich am 11. Februar statt.
(es/ptb)

Kontakt:
Prof. Dr. Tanja Mehlstäubler, Leiterin der QUEST-Forschungsgruppe 2 Quantenuhren und komplexe Systeme, Telefon: (0531) 592-4710, E-Mail

Prof. Dr. Cornelia Denz, Präsidentin der PTB, Telefon: (0531) 592-1000, E-Mail

Weitere weibliche Vorbilder aus der PTB:
Joanna Freyse ist Geschäftsführerin des Innovationsclusters Systemische Metrologie.
Interview mit ihr in der neuesten Ausgabe des PTB-Newsletters Genau!

Julia Hornig hat das Kompetenzzentrum Windenergie mit aufgebaut und leitet den Fachbereich „Gase“. Interview mit ihr in der Startausgabe des PTB-Newsletters Genau!:

Die Instagram-Serie der PTB „Meet the PTBists“:
Sie können sie auf Instagram () verfolgen – oder einfach direkt auf der PTB-Startseite (), wo wir alle Social-Media-Beiträge der PTB wiedergeben, ohne dass Sie dafür einen Account benötigen.

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