(openPR)
Was ist die Grundlage der Arbitragegeschäfte?
Die Tatsache, dass mit der Arbitrage eine Kursdifferenz bezeichnet wird, die sich auf unterschiedliche Basiswerte beziehen kann, ist gleichzeitig die Grundlage für Arbitragegeschäfte. In diesem Fall können die Marktteilnehmer selbst kleinste Unterschiede zwischen Kassa- und Terminpreisen oder auch zwischen Kursen, die an unterschiedlichen Börsen notiert werden, ausnutzen. Arbitragegeschäfte funktionieren im Grunde in allen Finanzbereichen, in denen bestimmte Finanzprodukte gehandelt werden, die mit Kursen ausgestattet sind. So findet die Arbitrage unter anderem in den folgenden Sparten ihre Anwendung:
- Aktien
- ETFs
- Anleihen
- Devisen
- Termingeschäfte
Börsenkurse als elementare Basis der Arbitrage
Wenn es um den sogenannten Arbitragehandel geht, dann sind an der Börse die Kurse der Wertpapiere eine elementare Grundlage. Wer als Anleger oder Trader Gewinne in Form einer Arbitrage erzielen möchte, kauft zunächst zu geringeren Kursen, um anschließend nach wenigen Sekunden die entsprechenden Wertpapiere zu einem etwas höheren Kurs wieder zu verkaufen. Daher ist es beim Arbitragehandel im Finanzbereich notwendig, dass die Kurse der entsprechenden Wertpapiere fortlaufend notiert werden. Das bedeutet, dass faktisch mit jedem neuen Auftrag, der ausgeführt wird, ein weiterer Kurs entsteht. Würden beispielsweise Aktienkurse nur einmal am Tag notiert, könnte der Arbitragehandel in dem Ausmaß gar nicht funktionieren.
Was sind Grenzen der Arbitrage
Es gibt im Grunde drei wesentliche Voraussetzungen, die stets erfüllt sein müssen, damit eine Arbitrage in der Praxis möglich ist, nämlich:
- Handelsgut hat auf unterschiedlichen Märkten verschiedene Preise
- Zwei Vermögenswerte mit gleichem Cashflow werden zu unterschiedlichen Preisen gehandelt
- Es gibt fortlaufend Kurse / Preise
Anders ausgedrückt hat die Arbitrage ihre Grenzen dann, wenn zum Beispiel für einen Vermögenswert auf allen Märkten zur gleichen Zeit ein identischer Preis existiert. Das würde zum Beispiel bedeuten, dass eine bestimmte Aktie sowohl an der Börse in Frankfurt, in Berlin, in Stuttgart oder auch einer Auslandsbörse in der gleichen Sekunde zum exakt identischen Preis gehandelt wird. Dann würde es in der Hinsicht keine Arbitrage geben können. Ähnliches gilt, wenn die Kurse oder Preise des Handelsgutes nur relativ selten festgestellt werden, beispielsweise einmal am Tag. Auch dann ist es sehr unwahrscheinlich, dass der eigentlich Arbitragehandel auf dieser Grundlage funktionieren kann.
Monetäre Grenzen gibt es ebenfalls, da die Arbitrage im Regelfall zum Beispiel pro Aktie nur einen Unterschied von wenigen Cent ausmacht. Daher müssten sehr hohe Kapitalsummen eingesetzt werden, damit die Arbitrage als Gewinn nur im mittleren bis höheren dreistelligen Eurobereich liegt. Das Kapital ist also durchaus ein limitierender Faktor bei der Arbitrage.







