(openPR) Was zu tun ist, damit diese Herausforderung gelingt
Die Zeit ist hart, die Zukunft unsicher. Das ist die ungeschminkte Wahrheit. Zwei von drei Bundesbürgern trauen keiner Partei zu, die aktuellen Probleme handhaben, geschweige denn lösen zu können. Was fehlt, ist die Bereitschaft zum Führen, aus der Sicherheit und Vertrauen entsteht, für Ziele, die Hoffnung machen.
Wir wurden bequem im Lande, ignorierten elementare Wahrheiten. 29 Jahre ist es her, dass Bundeskanzler Helmut Kohl Deutschland als „kollektiven Freizeitpark“ bezeichnete. 1997 forderte Bundespräsident Roman Herzog, „ein Ruck“ müsse durch Deutschland gehen. Anders sei Zukunftsfähigkeit nicht möglich. Geschehen ist seitdem nichts. Wir schlummerten in der Hängematte früherer Erfolge. „Reicht und geht doch“ war unser Mantra. Jetzt stellen wir fest, dass sich die Welt weiterbewegt hat, anderswo auch kluge Menschen schaffen. Aktuell schlägt die Ignoranz von einst in Angst um.
Die Zeiten erfordern Führungsbereitschaft, Mut zur Umsetzung und den Willen, die Komfortzone des Gewohnten zu verlassen. Seien wir bereit, in die Jauche der Gegenwart hineinzugreifen – zu führen eben. Es schlägt die Stunde der Macher.
Wir können nicht wissen, wie es wird. Führung ist Wagnis, sie erfordert die Bereitschaft zum Improvisieren. Genau dazu spricht Keynote-Speaker Stefan Kerzel in seiner begeisternden und mitreißenden Keynote zum Thema Leadership und Vertrauen „Führen ist nichts für Weicheier“.
Führen ist das Thema unserer Zeit. Viele scheitern an ihr. Geführt wird von vorne durch Vertrauen (Alexander der Große, Odysseus, Jesus Christus). Führen ist ein Spiegel der Seele des oder der Vorangehenden. Menschen dahin zu bringen, wovor sie Ängste empfinden, Grenzen zu überwinden – das ist Führung.
Führende ziehen an, entwickeln Magnetkraft. Diese Sogwirkung erzeugt Begeisterung. Mit ihr lernen wir besonders gut. Wir lieben die, die an uns glauben. Menschen sind Herdentiere, das Ziel ist die Gemeinschaft. Führen ist immer möglich, genau wie Entwicklung immer möglich ist. Umsetzung und Überzeugung sind der Sprit dafür. Führen verlangt Mut und zwingt zur Wahrheit:
• Wie möchte/n ich/wir zu welchen Zielen führen?
• Was ist mein/unser wahrer Wille und wofür?
• Wie gut kenne/n ich/wir ihn?
• Was hält mich/uns – noch – von ihm ab?
Führen und Veränderung gehen vielen gegen den Strich. Fast alle Veränderungsprozesse durchlaufen die berühmten drei „Bs“:
• Belächelt
• Bekämpft
• Bewundert
Menschen sind Gewohnheitstiere. Was wir einmal besitzen, wollen wir behalten. Führen ringt mit dem härtesten Klebstoff der Welt – die Macht der Gewohnheit. In ihrem Gefängnis stehen die Türen offen, die meisten Menschen bleiben.
Verwalter kommentieren so:
„Wo kämen wir hin, wenn ständig eine neue Sau durchs Dorf getrieben würde?“
Führende kommentieren anders:
„Wo kommen wir hin, wenn alle nur schreien: Wo kommen wir hin, und keiner ginge, um zu schauen, wohin wir kämen, wenn wir denn mal gingen?“ Kurt Marti
Unsicherheit und Instabilität sind eine Chance zur Entwicklung. Das Neue nervt, erzeugt Angst, erfordert Vertrauen in die Umsetzung. So wie bei Hannibal, als er mit Armee und Elefanten im Winter die Alpen überquerte.
Odysseus, König von Ithaka, hat mit Mut Krieg und Heimreise überstanden. Sein trojanisches Pferd ist ein klassischer Prozessmusterwechsel. Alle Möglichkeiten, den Trojanischen Krieg zu gewinnen, waren ohne Erfolg. Weder Griechen noch Trojaner konnten auf herkömmlichem Wege die jeweils andere Seite besiegen. Odysseus stellte dieses Vorgehen radikal in Frage:
Wie schaffen wir, dass die Trojaner freiwillig ihre Tore öffnen?
Er setzte Vertrauen in neue Wege. Führende bringen die Welt voran, während viele zögern. Unternehmer und Pioniere kämpfen gegen die Verwalter und Beharrer. (Beispiele: Rad vs. Schlitten, Nokia vs. Apple, Verbrennungsmotor vs. Elektromobilität). Die Kernfrage jeder Führung lautet:
Welche Ziele wollen wir mit wem, wie bis wann erreichen?
Deutschland war mal Weltspitze – werden wir es wieder! Vertrauen wir auf unsere Fähigkeiten, mit denen wir das Kommende wuppen werden. „Ist das Pferd tot, ist es höchste Zeit, abzusteigen.“ Dieses Motto der amerikanischen Ureinwohner bringt unsere Zeit auf den Punkt. Wir stehen vor Herausforderungen, wie wir sie in den vergangenen Jahrzehnten nicht kannten. Der deutsche Fünfklang des Klagens bring nicht weiter:
1. Den Wandel ignorieren.
2. Bedenkenträgerei.
3. Kollektive Hilflosigkeit.
4. Sündenböcke suchen.
5. German Angst.
Führen erfordert fünf Kerninhalte:
1. Den Wandel annehmen.
2. Den Blick schärfen für Entwicklungspotenziale.
3. Unbedingter Einsatzwille
4. Pflichtbewusstsein und Rechenschaft für das eigene Tun.
5. Mut und Bereitschaft zum Umsetzen.
Dafür benötigen wir Vertrauen und Verbundenheit mit dem Team; gerade, wenn die Gebälke krachen. Wir wissen, wie es geht, was brauchen wir, um es zu tun? Die Zukunft wird uns viel abfordern. Mit Führung gewinnen wir Umsetzungskraft zurück. Wir haben alle Chancen dieser Welt. „Wenn du alles im Griff hast, bis du nicht schnell genug“, sagte einst Rennfahrerlegende Mario Gabriele Andretti. Geben wir Gas.

















