(openPR) Er war einst Hoffnungsträger der Neusser SPD: Der ehemalige Weckhovener Stadtverordnete Carsten Mohr. Doch 1995 gab der einstige Neusser Juso-Chef der Wirtschaft den Vorzug, ging für die Commerzbank nach Polen und machte Platz für seinen Stellvertreter Reiner Breuer, dem heutigen Bürgermeister von Neuss.
Aus Wien kommend, wo Mohr für den Allianz-Konzern eine Investmentbank abwickelte und seine Tochter geboren wurde, kehrte der heute 58-Jährige dieses Jahr an den Rhein zurück, pendelt aber zwischen Neuss und Rio de Janeiro. Von der Politik konnte der vormalige Haushaltsexperte und stellvertretende Vorsitzende seiner Ratsfraktion nicht lassen: Mohr engagierte sich im Managerkreis der Friedrich-Ebert-Stiftung, in einem Verein gegen Wirtschaftskriminalität und als Ko-Autor des an die Bundesregierung gerichteten Memorandums „Neue Wege mit Afrika“. Beruflich begleitete der jetzige Projektmanager der Wirecard-Bankabwicklung Adressen wie den russischen Energiekonzern Gazprom, die italienische Bahngesellschaft Netinera und die inzwischen wieder staatliche Bundesdruckerei gar bis nach Venezuela. Am Samstag bestätigte die Mitgliederversammlung der Deutsch-Brasilianischen Gesellschaft (DBG) ihn im Amt des Schatzmeisters.
Die DBG wird mit ihrer Zeitschrift „Topicos“ sowohl vom Auswärtige Amt in Berlin als auch vom brasilianische Ministerium für Auswärtige Beziehungen als das maßgebliche Organ für den Austausch beider Zivilgesellschaften anerkannt.
Lateinamerika ist der Veränderungsmanager schon seit langer Zeit verschrieben: Bereits acht Jahre vor der Veröffentlichung der sogenannten Panama Papers im Frühjahr 2016 warnte der Compliance-Experte und Fachmann für Offshore-Gesellschaften Bundesdruckerei und Bundesfinanzministerium vergeblich vor der Umstellung von Lieferungen an das venezolanische Regime über verdeckte, von der berüchtigten Kanzlei Mossack Fonseca in Panama gegründeten Briefkastenfirmen.











