(openPR) Wie künstlerische Œuvres und private Kunstsammlungen langfristig und nachhaltig bewahrt werden können, vermitteln bedeutende Expert*innen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Aus ihren verschiedenen Perspektiven berichten Sie aus ihrer Praxis. Der Intensivkurs am Berlin Career College der Universität der Künste Berlin zeigt Handlungsmöglichkeiten und Instrumente generell und für individuelle Lösungen auf.
Aufgrund der großen Resonanz findet der einzige universitäre Kompaktkurs zu diesem Thema vom 17. bis 19. Februar 2022 erneut statt. Anmeldeschluss ist der 21. Januar 2022.
Die Bewahrung von Kulturgut liegt nicht allein in staatlicher Hand. Die Erhaltung von künstlerischem Werk und Kunstsammlungen steht vor allem in privater Verantwortung. Die Zusammenschau eines Œuvres oder einer Kollektion verliert sich spätestens, wenn der Erbfall eintritt. Zur Bewahrung dieser schöpferischen Leistungen kann Vorsorge getroffen werden – von Künstler*innen, die ihr Gesamtwerk von vornherein gut aufbereiten, von Kunstkäufer*innen, die ihrer Sammlung ein nachhaltiges Profil geben möchten, bis hin zu Nachlasshalter*innen, die das Kunsterbe in der öffentlichen Wahrnehmung lebendig halten möchten.
„Unweigerlich stellen sich für Künstler*innen und Sammler*innen irgendwann die Fragen nach Verbleib und Nachleben ihres Lebenswerks. Erben sind oft unvermittelt mit dieser Problematik konfrontiert“, führen die beiden Leiterinnen der Weiterbildung Anna Distelkamp und Dr. Friederike Hauffe aus. „Zwischen Museum oder Container gibt es vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten für Vor- und Nachlässe. In der Weiterbildung versuchen wir den Betroffenen Orientierung und ein Instrumentarium an die Hand zu geben, mit dem sie ein individuelles Konzept im Rahmen ihrer Möglichkeiten entwickeln können.“
Die dreitägige Weiterbildung versteht sich als Grundlagenkurs. Sie richtet sich vor allem an Bildende Künstlerinnen und Künstler, Sammlerinnen und Sammler und deren Erben sowie an Galerist*innen, Kunstberater*innen, Mitarbeiter*innen von Museen, Stiftungen, Kulturverwaltungen und Kultureinrichtungen. Das Kompaktangebot behandelt das Thema umfassend in seiner persönlichen Dimension und insbesondere in seinen fachlichen Aspekten, etwa wie die Besonderheit eines Nachlasses eingeschätzt wird, wie sich das Management und die Finanzierung langfristig planen lassen, worauf es bei der Inventarisierung und Aufbewahrung ankommt, welche rechtlichen und steuerlichen Komplexe zu beachten sind und welche Gestaltungsmöglichkeiten es dabei gibt.
Referentinnen und Referenten sind neben den beiden Weiterbildungsleiterinnen
Anna Kathrin Distelkamp und Dr. Friederike Hauffe:
Prof. Dr. Carolin Bohlmann (Institut für Konservierung-Restaurierung, Akademie der Bildenden Künste Wien),
Dr. Renate Goldmann (Van Ham Art Estate, Köln), Mark Gisbourne, PhD, (Kurator und Kunsthistoriker, London/Berlin), Sebastian Hinkel (HPTP Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin), Dr. Thomas Köhler (Berlinische Galerie – Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur, Berlin), Doris Mampe (Leitung Bureau Jonathan Meese), Susanne Scheer (Kunsthistorikerin und BV-Kunstsachverständige, München), Andreas Schleicher-Lange (Galerie Sprüth Magers, Los Angeles/Berlin)
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Kunst I Werk I Nachlass gestalten. pflegen. bewahren.
Weiterbildung zur Sicherung von privatem Kulturgut am Berlin Career College der Universität der Künste Berlin
17.02. bis 19.02 2022; Teilnahmeentgelt 1.280 Euro; 50 % Fördermöglichkeit durch die Bildungsprämie
Unterstützung: VAN HAM Kunstauktionen, Köln
Weitere Informationen und Anmeldung unter www.udk-berlin.de/ziw/kurse
Tel.: 030 - 3185-2852, E-Mail: ![]()
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Referenzen von Teilnehmenden aus dem Kurs:
„Einen Weiterbildungskurs …, der von nachhaltiger Wichtigkeit für die Aufbereitung von Sammlungen, Nachlässen sowie Vorlässen ist. Ein Wissenstransfer, der trotz seiner Komplexität von allen Dozenten und Dozentinnen mit sehr viel Leichtigkeit und Humor vermittelt wurde.“
Hema Makwana, Teilnehmerin und Kunstberaterin aus Wien
„Vor allem aber danke für die inhaltliche Vermittlung Ihres Wissens, Ihrer Erfahrungen und Ihrer Kontakte.“
Marguy Conzémius, Teilnehmerin und Leiterin Abteilung Fotografie am Centre Cational de l’Audiovisuel (CNA), Luxemburg
„Was ich von der Themenstellung gar nicht erwartet habe, war ein überaus informativer und sehr breit gefächerter Zugang zum Thema Nachlass und dem möglichen Umgang damit.“
Petra Heymach, Kursteilnehmerin und Nachlasshalterin aus Berlin
Anna Kathrin Distelkamp berät als Rechtsanwältin in den Bereichen Kunstrecht, Nachlass- und Nachfolgegestaltung, Stiftungsrecht sowie gemeinnützige Organisationen. Sie verfügt über umfassende Kenntnisse über die Strukturen des internationalen Kunstmarkts und „Kulturbetriebs“. Zuvor arbeitete sie unter anderem für die UNESCO in Paris und den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Seit 2014 hat sie Studienleitungen und turnusmäßige Dozenturen in Deutschland und der Schweiz inne, an Universität der Künste Berlin, der Hochschule der Künste Bern und der HTW Berlin.
Dr. Friederike Hauffe konzipiert und leitet Fortbildungen zur Professionalisierung im Kunstbetrieb (Kunstmarkt, kuratorische Praxis, Kommunikation). Dabei arbeitet sie mit Hochschulen (Freie Universität Berlin, Universität der Künste Berlin, Hochschule der Künste Bern) sowie verschiedenen Kunstbüros der Länder und der Bundesakademie für Kulturelle Bildung zusammen. Daneben ist Friederike Hauffe Lehrbeauftragte für Kunstgeschichte an der Freien Universität Berlin, freie Kuratorin und Beraterin für Künstler*innen, Galerien, Sammlungen und Kunstnachlässe.









