(openPR) Ende April gründete sich in Meiningen der Verein: Familientrauerbegleitung Meiningen e.V.
Für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sowie verwaiste und verwitwete Eltern hat sich die Familientrauerbegleitung in Südthüringen neu aufgestellt. Ab sofort können Trauernde im Verein Familientrauerbegleitung Meiningen e.V. Rat, Hilfe und Begleitung finden. Familientrauerbegleiter Lutz Ostheim-Dzerowycz begleitet schon seit einiger Zeit Familien in Trauer. Vorher hat er langjährig Erfahrungen in Erwachsenen- und Kinderhospizdiensten gesammelt und auch als Koordinator und Kursleiter angewandt. Auch in der Trauerbegleitung ist er in der Region schon bekannt.
Mit dem Verein weiß der Familientrauerbegleiter eine Gruppe empathischer Menschen hinter sich, die ihm den Rücken stärken und freihalten. Die Kompetenz ist allein auf den Bereich der Familientrauer konzentriert. Die Vereinsmitglieder kommen aus allen Alters- und Berufsgruppen. Sie alle eint, diese sozial wichtige Aufgabe für Familien auf- und auszubauen.
Trauer ist vielschichtig
Darum ist das Augenmerk immer, für die Trauernden den richtigen Weg durch die Trauer zu finden. In der Familientrauerbegleitung wird im Fall eines Todes in der Familie zuerst eine Einzelbegleitung begonnen. Je nach den Bedürfnissen der trauernden Familie und der Kinder einzeln oder im Familienverbund. Auch bei einem bevorstehenden Tod, durch Krankheit zum Beispiel, begleitet der Familientrauerbegleiter die Familie. Für Erwachsene wird so die Möglichkeit gegeben, ihren eigenen Abschied zu finden, Kindern und Jugendlichen wird der Abschied auf ihrer Augenhöhe nahegebracht. In der Familie wird dann darüber gesprochen. Auch Krisenintervention nach einem Unfall oder Suizid gehört zu den Aufgaben des Familientrauerbegleiters. Zu Aufbahrungen, Abschiednahme und Trauerfeiern sind Familientrauerbegleiter Stütze und Begleitung für die trauernde Familie.
Nach Einzelbegleitungen finden die Trauernden oft ihren Weg in die Gruppenbegleitung. Hierfür wird der Verein ein Zentrum für Familientrauer aufbauen. In diesem Zentrum wird es Trauergruppen für junge Kinder, Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene, verwaiste Eltern, verwitwete Eltern und Eltern von Sternenkindern geben. Ebenso aber auch weitere Angebote wie „Wein|Abend“ (ein offener Treff zu Geist und Tränen über …… mit einem guten Tropfen! Ab 18 Jahren!) aber auch Schulungen und Workshops für Kitas und Schulen für den guten Umgang mit Tod, Verlust und Trauer mit Kindern und Jugendlichen. Auch eine individuelle Hilfe bei akuten Trauerfällen in Kindergärten und Schulklassen (Kinder oder deren Zugehörige) darf sehr gern angefragt werden. Für Schüler im Alter von 14 bis 16 Jahren wurde ein Programm „Scheidung, Tod und Liebeskummer“ von Familientrauerbegleiter Lutz Ostheim-Dzerowycz entwickelt. Jugendliche werden für den Umgang und die Gefühle von Verlust sensibilisiert. Auch für den Umgang mit trauernden Menschen mit Behinderung ist der Trauerbegleiter ausgebildet. Weiterhin für die Begleitung Inhaftierter, bei denen eine nicht durchlebte Trauer Auslöser für Straftaten ist. Nicht zuletzt hat 2020 mit „Weihnachten ohne Dich“ ein ökumenischer Gottesdienst für Trauernde Menschen in Zusammenarbeit mit den Meininger Kirchen und der Klinikseelsorge erstmalig in Meiningen stattgefunden. Ausgebildete Familientrauerbegleiter in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Belgien haben diesen besonderen Weihnachtsgottesdienst für trauernde Menschen etabliert. Dieser wird auch durch die Familientrauerbegleitung Meiningen e.V. weitergetragen.
Der Trauerbegleiter Lutz Ostheim-Dzerowycz ist umfassend ausgebildet für die vorgenannten Aufgaben. Ihm wurde das „Gütesiegel Familientrauerbegleitung in Praxis und Wissen“ verliehen. Seine Ausbildung ist anerkannt nach Standard des Deutschen Hospiz- und Palliativverbands.
Trauerarbeit wird allein durch Spenden finanziert. Die Anerkennung der Gemeinnützigkeit ist beantragt.
Für weiterführende Fragen steht der Familientrauerbegleiter und Vereinsvorstand Lutz Ostheim-Dzerowycz gern zur Verfügung.










