(openPR) Moskau 16. April 2021 - Nach nun über einem Jahr hat die Corona-Pandemie den Globus weiter fest im Griff. Neben den Hygieneregeln ist der wohl wichtigste Schritt in ein normales Leben eine weltweite Impfkampagne mit einer möglichst raschen und gleichmäßigen Verteilung der Impfstoffe.
Hierbei darf es nicht dazu kommen, dass nur aufgrund von politischen Differenzen die Kooperation im Bereich des Gesundheitswesens zwischen den Ländern stockt. Insbesondere die russisch-amerikanischen Beziehungen befinden sich derzeit auf einem Tiefpunkt. Wichtige europäische Großprojekte wie Nord-Stream 2 belasten daneben auch insbesondere die deutsch-amerikanischen Beziehungen.
Seit vielen Jahren wird versucht stabile Beziehungen zwischen „Ost“ und „West“ wieder zu etablieren. Hierbei könnte eine enge Kooperation bei der Impfkampagne helfen um einen wichtigen Schritt in Richtung einer Annäherung zu beschreiten. Als Moskau im Sommer 2020 verkündete mit SputnikV (Gam-Covid-Vac) als erstes Land einen funktionierenden Impfstoff zu besitzen war die Reaktion des „Westens“ lediglich abwertend. Es wurde den russischen Instituten der Erfolg nicht geglaubt und in der Presse wurde der Impfstoff schlecht dargestellt. Eine ehrliche Reaktion wäre es gewesen eigenes Interesse zu bekunden und an den wissenschaftlich gemachten Fortschritten zu partizipieren. Insbesondere durch die damals gesäte Skepsis ist auch heute noch die Bevölkerung in Russland zurückhaltend bei den Impfungen.
Unser Vorstand Patrick Höfl hat sich zusammen mit seiner russischen Ehefrau mit SputnikV impfen lassen und beschreibt dies so: „Für mich stand früh fest, dass ich mich mit dem russischen Impstoff gegen Corona impfen lassen wollte. Nachdem ich in Deutschland nicht zu einer priorisierten Gruppe gehöre und mir damit ein Impftermin in Deutschland zu ungewiss erschien und sich meine Frau gern gemeinsam impfen lassen wollte fiel die Entscheidung auf eine Impfung in einer Privatklinik in Moskau. SputnikV wird in 2 Impfungen verabreicht, die in einem Abstand von 21 Tagen stattfinden. Nach der ersten Impfung spürte ich für 3 Tage einen leichten Schmerz in meinem linken Arm und meine Körpertemperatur war mit 37,2° leicht erhöht. Nach der zweiten Impfung hatte ich keinerlei Schmerzen, jedoch wiederum eine erhöhte Körpertemperatur von nun 37,5°. Alles in allem also leichte Nebenwirkung, die im Vergleich zu einer Corona-Erkrankung auf jeden Fall vorzugswürdig sind. Ich hoffe sehr, dass den Plänen wie sie beispielsweise der bayerische Ministerpräsident Markus Söder geäußert hat auch Taten folgen und der russische Impfstoff auch in Deutschland angewendet wird. Durch solche Kooperationen kann das gegenseitige Vertrauen gestärkt werden und wir können endlich die andauernde Abwärtsspirale der bilateralen Beziehungen mit Russland verlassen. Nahezu ein Jahr konnte ich aufgrund der Einschränkungen Russland nicht bereisen aber mein jetziger Aufenthalt hat meine früheren Eindrücke weiter bestätigt: Russland ist ein wunderschönes Land, welches zu bereisen sich lohnt. Die Menschen sind an einem interessiert, sie sind dabei sehr freundlich und offen. Selbst bei fehlenden Kenntnissen der russischen Sprache wird, dank der sich sehr verbessernden Englischkenntnisse in Russland ein Aufenthalt auch immer leichter möglich. Lediglich eine Diät sollte man hier nicht planen, man wird einfach mit zu gutem Essen verwöhnt. Bis bald in Russland, do svidaniya!“






