(openPR) Nach einer Studie des Gewerkschaftsbundes aus 2019 musste jeder Dritte – verglichen mit dem Vorjahr - mehr Arbeit in der gleichen Zeit bewältigen. Eine Studie des Schweizer Lebensversicherers SwissLife ergab, dass 64 Prozent der befragten Rheinland-Pfälzer Angaben ihr Stresslevel im Job sei hoch oder eher hoch. Psychische Erkrankungen, stressbedingte Fehlzeiten sind schon immer die längsten und verursachen somit den höchsten wirtschaftlichen Schaden. Die Digitalisierung führt zu einer stetigen Beschleunigung von Produktions-, Dienstleistungs- und Kommunikationsprozessen. Gleichzeitig steigt die Komplexität der Aufgaben und die Arbeitsintensität nimmt zu. Belastend wirkt dabei vor allem der erhöhte Termin- und Leistungsdruck. Laut der Studie "Betriebliches Gesundheitsmanagement 2018", für die die Krankenkasse Pronova BKK bundesweit 1.650 Beschäftigte befragte, fühlen sich neun von zehn Deutschen von ihrer Arbeit gestresst. Bei vielen Befragten geht dies zeitweise mit Rückenschmerzen oder Erschöpfung einher (61 Prozent). 59 Prozent sind manchmal innerlich angespannt, 54 Prozent grübeln über ihre Arbeit und 53 Prozent schlafen schlecht.
Und wie sieht es in Zeiten der Pandemie aus? Was hat sich verändert?
Das Coronavirus kann nicht nur körperlich, sondern auch psychisch krank machen. Dr. Gerhard Hildenbrand vom Klinikum Lüdenscheid ist sicher: Die Corona-Pandemie bedeutet für alle Menschen eine Zunahme von Stressbelastung, wobei sich dieser Stress verschärft durch die Ängste, sich anzustecken oder selbst krank zu werden oder Angehörige anstecken zu können. Das sind die krankheitserregerbezogenen Ängste, aber es gibt auch viele Menschen, die zunehmend wirtschaftliche Ängste haben. Und es gibt Menschen, die eine Zunahme von Stress durch Isolation erleben – von der Einschränkung der Kontaktmöglichkeiten bis hin zu Quarantäne-Situationen. Die Corona-Pandemie betrifft in besonderer Weise Menschen, die auch vorher schon seelisch-körperlich belastet waren und durch eine solche Situation mehr Ängste, mehr Depressionen, mehr posttraumatischen Stress erleben, aber auch körperliche Symptome entwickeln, die auf diesen erlebten Stress zurückzuführen sind. „Angst spiele bei vielen psychischen Störungen eine Rolle“ so Hildenbrand. „Sie werde nicht immer als Gefühl wahrgenommen, sondern häufig in ihren körperlichen Begleiterscheinungen – als Herzrasen, als Enge-Gefühl in der Brust, als Durchfallerkrankung, als muskuläre Verspannung, die dann zu Schmerzen führen. Diese Ängste gab es natürlich auch vor Corona schon, aber diese Ängstlichkeit in der Bevölkerung habe mit der Pandemie in der Breite zugenommen.“
Was kann man dagegen tun?
Die Bundespräventionsstelle zertifiziert Maßnahmen, die präventiv wertvoll sind und vor allem nachhaltig wirksam. So ist beispielsweise der Online-Kurs „Wege aus der Stressfalle“ eine hervorragende Möglichkeit, sich selbst aus der Stressspirale zu befreien, so die beiden Trainerinnen Sandra Molter und Andrea Dorothe Schneider. Beide vermitteln als Impulse-Team Südwest diesen Kurs, der aus saarländischer Feder stammt und 2019 den Gesundheitspreis gewonnen hat. Vor der Pandemie hielten die beiden Motivationsvorträge, die Lust machten zum Einstieg in den Kurs. In Ihrem Motivationsvideo, das auf ihrer Facebookseite anzuschauen ist, erläutern beide Trainerinnen wie der Kurs aussieht und geben bereits wertvolle Tipps. Jeder hat das notwendige Werkzeug bei sich: Vom richtigen und bewussten Atmen, über Bewegung möglichst in der Natur bis zur Musik gibt es viele Anregungen. Zum Kurs gehört zudem ein Arbeitsbuch zum Vertiefen der Übungen, die in den Videos des Onlinekurses vorgestellt und erklärt werden. Das Highlight: Die Kursgebühr von ohnehin nur 75 € wird zu nahezu 100% von den gesetzlichen Krankenkassen im Rahmen des §20 SGB V erstattet. Wenn das kein Grund ist seinen Stress endlich loszuwerden?
Quellen: Rheinpfalz Kolumne – Anna Heidt sowie Studie DGB, Baua, SwisssLife
https://www.come-on.de/luedenscheid/corona-symptome-folgen-angst-psyche-seele-krankenhaus-pandemie-stress-tipps-arzt-gerhard-hildenbrandt-90125362.html
Impulse-Team Südwest










