Behandlungszentrum für Multiple Sklerose setzt auf
Medizinische Trainingstherapie (MTT)
(openPR) Starnberg-Kempfenhausen, 4. Februar 2021: Die Marianne-Strauß-Klinik in Starnberg-Kempfenhausen erweitert ihr Therapieangebot. Die „Medizinische Trainingstherapie“ (MTT) wird künftig das komplexe therapeutische Angebot ergänzen: „Über das Training an den speziellen Geräten können Patient*innen ihre Ausdauer, Koordination, Kraft und das eigene Gleichgewicht gezielt trainieren“, erklärt Mandy Kerzendörfer-Gruhn, die den Bereich Therapien in der Marianne-Strauß-Klinik leitet. Der neue Trainingsbereich wird den Patient*innen unter qualifizierter Anleitung durch Physiotherapeut*innen ab März zur Verfügung stehen.
Die Medizinische Trainingstherapie hat in der neurologischen Rehabilitation eine sehr große Bedeutung: Der Therapieansatz kombiniert Gerätetraining mit Koordinations- und Gymnastikübungen. Dabei sollen Kraft und Kraftausdauer aller großen Muskelgruppen im Rahmen eines Ganzkörpertrainings gezielt gefördert werden. In der Behandlung der Multiplen Sklerose (MS) spielt das eine besondere Rolle: „MS-Erkrankte mit motorischen Symptomen geraten durch die Krankheit selbst, aber auch durch geringe alltägliche Belastung schneller in einen untrainierten Zustand“, erklärt Mandy Kerzendörfer-Gruhn, Gesamttherapieleitung im Behandlungszentrum Kempfenhausen für Multiple Sklerose-Kranke. „Über das Training an den speziellen Geräten können Patient*innen ihre Ausdauer, Koordination, Kraft und das eigene Gleichgewicht gezielt trainieren“. Der Trainingsplan orientiert sich an den Trainingszielen jede*r einzelnen Patient*in.
Neue Trainingseinheit im Bäderbereich
Mit MTT profitieren nicht nur Patient*innen bei ihrer Behandlung, auch die Marianne-Strauß-Klinik sieht in der neuen MTT-Abteilung eine Investition in die Zukunft. Immerhin 341.000 Euro kostet die Einrichtung der Therapie. „Mit unserem multimodalen Behandlungskonzept sind wir deutschlandweit Vorreiter in der hochwertigen Versorgung MS-Betroffener. Die Erweiterung unseres Angebots um die MTT ist ein Schritt Richtung Zukunft und eine Investition, von der alle unsere Patient*innen profitieren werden“, fasst Prof. Ingo Kleiter, Chefarzt und medizinischer Geschäftsführer der Marianne-Strauß-Klinik, zusammen.
Um der neuen Therapieeinheit Platz zu machen, wurde das dringend sanierungsbedürftige Schwimmbad ausgebaut und zu einem modernen Trainingsraum umgestaltet. Seit Dezember 2020 wird in und an den Räumlichkeiten gearbeitet. Bis Ende des Monats werden die speziellen Trainingsgeräte geliefert und aufgebaut, und die Mitarbeitenden der Therapieeinheit aus ihren Schulungsmaßnahmen zurückkehren. „Wir planen, die neue MTT unseren Patient*innen ab dem 1. März 2021 anbieten zu können“, freut sich Mandy Kerzendörfer-Gruhn.
Patientensicherheit in der Pandemie
In der MSK werden alljährlich 2.000 Patient*innen behandelt. Auch im Corona-Jahr 2020 war die Fachklinik voll belegt. „Die Entwicklung der Krankheit macht vor einer Pandemie nicht halt. Wir halten uns an ein strenges Hygienekonzept, um unseren Patient*innen einen sicheren Klinikaufenthalt garantieren zu können“ so Prof. Kleiter. Viele Menschen meiden jedoch aus Sorge und Angst vor einer Ansteckung mit Covid-19 momentan Arztpraxen und Krankenhäuser und schieben auch notwendige und dringende, medizinische Behandlungen auf – zum Nachteil ihrer Gesundheit. „Wir nehmen diese Sorgen natürlich sehr ernst. Die Sicherheit unserer Patient*innen spielt bei uns eine zentrale Rolle. Selbstverständlich haben wir die internationale aktuelle Forschungslage im Blick“. Das Hygienekonzept orientiert sich an den Leitlinien des Robert-Koch-Instituts sowie den Anordnungen des Bayerischen Infektionsschutzgesetzes. Ein Krisenstab bewertet die aktuelle Entwicklung. „Wir setzen bereits seit März 2020 ein ausgezeichnetes Corona-Screening- und Hygienemanagement um und haben uns auch umgehend den Empfehlungen der bayerischen Teststrategie angeschlossen.“ Darüber hinaus konnte knapp die Hälfte der 250 Mitarbeiter*innen bereits komplikationslos geimpft werden.














