(openPR) 899 Stiftungen 2006 neu errichtet
Berlin, 31. Januar 2007. Der Rekord bei Stiftungserrichtungen wurde abermals übertroffen: 2006 wurden 899 rechtsfähige Stiftungen bürgerlichen Rechts neu errichtet. Im Vorjahr waren es 880. Damit hat sich die Zahl der jährlichen Neugründungen innerhalb einer Dekade verdoppelt. In den letzten zehn Jahren wurden rund 7.200 Stiftungen errichtet. Das ist die Hälfte aller bestehenden Stiftungen bürgerlichen Rechts. Insgesamt existieren derzeit 14.401 Stiftungen dieser Rechtsform in Deutschland.
„Das Ergebnis ist umso bemerkenswerter, da eine größere Zahl von Stiftern und Stifterinnen weitere Verbesserungen der Rahmenbedingungen für Stiftungsneugründungen abwartet“, betont der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen Dr. Fritz Brickwedde. Bei der Mehrzahl der Neugründungen orientiert sich das Gründungsvermögen an den bisherigen engen steuerlichen Grenzen. Viele Stiftungen sind mit einem zu geringen Kapitalstock ausgestattet, um eigenständige Förderarbeit leisten zu können. „Es kommt jetzt darauf an, dass nicht nur die Zahl der Stiftungen wächst, sondern auch ihre Vermögensausstattung. Die angekündigte Reform des Spenden- und Gemeinnützigkeitsrechts ist notwendig, um den derzeitigen Trend nachhaltig zu beflügeln und den Hahn für mehr Kapitalfluss ins gemeinnützige Stiftungswesen aufzudrehen“, so Brickwedde.
Der Osten fällt weiter zurück
Wie bereits 2005 lag Nordrhein-Westfalen mit 216 neuen Stiftungen an der Spitze, gefolgt von Bayern (153) und Baden-Württemberg (145). Am wenigsten Stiftungen wurden in Sachsen-Anhalt (5), Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen (jeweils 4) errichtet. Sachsen nimmt mit 26 Stiftungsneugründungen den ersten Rang innerhalb der ostdeutschen Bundesländer ein. Insgesamt fallen die neuen Länder (ohne Berlin) in der Zahl der Neugründungen zurück. Mit 47 neuen Stiftungen wurden rund 20 Prozent weniger Stiftungen errichtet als im letzten Jahr. In den westdeutschen Bundesländern (mit Berlin) hingegen stieg die Zahl der Neuerrichtungen um 4 Prozent auf 852 Stiftungen.
Mehr Frauen stiften
„Ohne das verstärkte stifterische Engagement von Frauen gäbe es den heutigen Stiftungsboom nicht“, betont Dr. Hans Fleisch, Generalsekretär des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen. Seit den letzten 16 Jahren sind bei deutlich mehr als der Hälfte aller Stiftungsgründungen Frauen beteiligt. 27 Prozent aller Stiftungen wurden ohne männliche Beteiligung ins Leben gerufen. Vor 1991 wurde die große Mehrzahl der Stiftungen allein von Männern gegründet.
Frankfurt ist Stiftungshauptstadt
Frankfurt weist mit 64 Stiftungen pro 100.000 Einwohner die höchste Stiftungsdichte unter den 81 Großstädten in Deutschland auf. Ein Grund dafür ist, dass hier die Stiftungsverwaltung mehrerer Großbanken ihren Sitz hat. Ohne diesen Standortfaktor läge Frankfurt mit Hamburg gleichauf. Mit über 53 Stiftungen pro 100.000 Einwohner liegt Hamburg auf Platz 2. Bonn folgt mit einer Stiftungsdichte von fast 51 Stiftungen auf dem dritten Platz.
Im bundesweiten Durchschnitt gibt es 17 Stiftungen pro 100.000 Einwohner. In den neuen Bundesländern liegt die Zahl unverändert bei 6, in den alten Ländern (Berlin inklusive) bei 20.
Diese Pressemitteilung, Grafiken und Fotos finden Sie unter:
www.Stiftungen.org/presse
Aktuelle Statistiken auch unter:
www.Stiftungen.org/statistik
Pressekontakt:
Anke Pätsch
Pressesprecherin
Telefon +49 (30) 89 79 47-27 | Fax -71
Mobil: (0179) 538 26 76
mailto:
Katrin Kowark
Mitarbeiterin Presse
Telefon +49 (30) 89 79 47-77 | Fax -71
mailto:













