(openPR) Seit 2 Jahren ist die Aktionsgemeinschaft Binnendüne in Bremen Bockhorn aktiv und kämpft um den Schutz und Erhalt der Binnendüne und des angrenzenden Naherholungsgebiets in der Nähe des Golfplatzes Bremer Schweiz, Wölpscherstr. Neben diversen Gesprächen mit kommunalen Politikern, Verbänden und Aktivisten gingen Gutachten durch Internetkontakte über die Homepage www.binnenduene.de ein, die keinen Zweifel über die einzigartige Konstellation dieser Landschaftsform lässt. Die Binnendüne entstand vor Rund 10 000 Jahren durch Sandverwehungen in dessen Schutz sich Germanen (Chauken) in der Bronzezeit ansiedelten. Schon Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts wurden tassenförmige Urnen gefunden, die auf unsere Vorfahren aufmerksam machten.
Diese Fakten stießen bei den Gesprächen der Aktionsgemeinschaft Binnendüne mit den Politikern und Ämtern überwiegend auf Unwissenheit und Erstaunen und wurden dankend anerkannt. Umso unverständlicher ist der Aktionsgemeinschaft Binnendüne, dass sie von der Politik nicht ernst genommen werden. Es wurden Pläne über Bauvorhaben gemacht, die Natur ganz im Sinne der Baupolitik durch das Versprühen von Pestiziden „angepasst“, um ökologisch wertvolle Pflanzen (z. B. Seggengras) nicht mehr anzufinden und Gebäude zum Abriss vorbereitet, um problemlos die Vorhaben durchzuziehen. Nur durch das Engagement der Aktionsgemeinschaft Binnendüne konnte vorerst verhindert werden, dass eine Scheune abgerissen wird, in der sich ein Sommerquartier von Fledermäusen befunden hat. Zum Erhalt der Binnendüne und der angrenzenden Landschaftsform wurden bereits über 1000 Unterschriften von der Aktionsgemeinschaft Binnendüne gesammelt. Gemessen an der Blumenthaler Einwohnerzahl ist damit ein erhebliches Bürgerinteresse vorzuweisen, wovon in der Baupolitik jedoch niemand Notiz nimmt. Zu sehr locken die Subventionen und der Reiz der Stadtrandbebauung. Dabei sind alle in der Nähe liegenden Neubaugebiete längst noch nicht ausgeschöpft. Jetzt soll wieder Natur weichen und die ist mit ihrem Bodendenkmal sogar Einzigartig im gesamten Norddeutschen Raum!
Natur wurde in Bremen-Nord in den vergangenen Jahren bereits genug zerstört. Der Ansicht ist nicht nur die Aktionsgemeinschaft Binnendüne, sondern wurde immer wieder durch Proteste von Bürgerinitiativen und Gesprächen mit Bürgern in Bremen-Nord, die die Aktionsgemeinschaft Binnendüne führte, bestätigt. Man erinnere sich an das Roden des unter Naturschutz gestandenen Reekumerwaldes oder die Naturvernichtung am Speckberg. Wenn die Politik sich weiterhin über die Wünsche ihrer Bürger hinwegsetzt, Gesetzte bricht, um Natur zu vernichten und nur daran interessiert ist, ihre Haushalte aufzufüllen, kann das nicht der richtige Weg sein! Gerade die an diesem Gebiet angrenzende niedersächsische Naturschutzpolitik zeigt, dass es auch besser und vorausschauender geht. Dort konzentriert man sich vielmehr auf den Erhalt der Natur, als auf den widersprüchlichen Bremer Spagat zwischen Umwelt und Bau in einem Ressort.
Der Wiederaufbau und Erhalt des Wätjen-Parks macht deutlich, dass nachträglich nur durch erheblichen finanziellen Aufwand ein Naherholungsgebiet wieder hergestellt werden kann. Auch der kürzlich verabschiedete Stadtumbauvertrag in Lüssum-Bockhorn zeigt, dass verwaiste Wohngebiete zwar nachträglich aufwendig und kostspielig begrünt werden können, jedoch ist die ursprüngliche Natur dort nachhaltig zerstört. Und noch ein Naherholungsgebiet steht den Bürgern in Lüssum-Bockhorn nicht mehr zur Verfügung, denn der Wifo-Wald wurde von der Bundeswehr für Zivilisten gesperrt.
Stadtrandbebauung ist gegen den Trend, so die aktuellen Statistiken, die drastisches sinken der Bevölkerungszahlen und mehr ältere Menschen voraussagen. Eine langfristige Entwicklung für ein Zurück in die Stadt – auch bei jungen Familien – ist daher abzusehen, weil sich die ökonomischen und ökologischen Voraussetzungen weiter verschärfen werden. Viele Einfamilienhäuser in Stadtrandgebieten von Blumenthal stehen bereits leer.
Bei allem Verständnis für die politischen Bemühungen, die wirtschaftliche Entwicklung voran zu treiben und Bremen-Nord nicht als „Schlafstadt“ verkommen zu lassen, kann es nicht sein, wider jeglicher Vernunft und Weitblick weiterhin Natur zu vernichten für Bauvorhaben, die langfristig den Bürgern und der Region schaden. Angesichts der anstehenden Wahlen werden die starken Wählergruppen, d. h. die ältere Bevölkerung und die jungen Familien eifrig beworben, aber werden sie auch ernst genommen?
Aktionsgemeinschaft Binnendüne
Ansprechpartnerin: Angela Scholz
Im Neuen Kamp 17
28779 Bremen
Tel: 0421-6009271
Email:
www: www.binnenduene.de
Die Aktionsgemeinschaft Binnendüne wurde nach Bekanntwerden der Bebauungspläne 2005 ins Leben gerufen.
Wir sind eine Gruppe von engagierten Anwohnern unterstützt vom BUND Bremen-Nord und der Aktionsgemeinschaft Bremer Schweiz.










