(openPR) Oppenheim / Rhein. Am morgigen Mittwoch wird der vorläufige Höhepunkt der frühlingshaft warmen Witterung erreicht. Mit Tageshöchstwerten zwischen 12 und 15 Grad kommen wir beim Blick auf das Thermometer nicht aus dem Staunen heraus. Auch auf den Gipfeln der Mittelgebirge wird die 10-Grad-Marke ins Visier genommen. Dabei unterstützt zeitweise die Sonne unsere Frühlingsgefühle. Das erwarten die Meteorologen des privaten Wetterdienstes meteoXpress Ltd.
Doch auch diese ungeahnten Temperaturhöhen sind nicht einzigartig. Am 5. Januar 1999 lagen die Temperaturen allgemein im Westen bei 16,2 Grad (Köln) und gar 17,5 Grad im Süden (Karlsruhe) - Dekadenrekord. Diese Rekorde werden wir morgen allerdings nicht brechen.
Dennoch dürfen sich große Landesteile, vor allem der Süden und Osten, auf einen frühlingshaften Tag bei Werten um 13 Grad freuen. Örtlich sind bis zu 15 Grad möglich. Die Nullgradgrenze steigt über 3000 Meter an. Während sich die Pflanzen wohl fühlen und weiter treiben, dürften Pollenallergiker, denen die Hasel zusetzt, fluchen. Der begleitende mäßige bis frische Südwestwind tut sein Übriges.
Davon hat der Nordwesten unseres Landes allerdings wenig. Bei einer starken Bewölkung muss hier bereits vormittags zeitweise mit Regen gerechnet werden, so dass die Werte um 10 Grad herum stecken bleiben und kaum Frühlingsgefühle auslösen können.
Zum Abend gewinnt dann allerdings das an die Kaltfront von Tief Dieter gekoppelte Regenband aufgrund des sich in seinem Rücken nähernden Sturmtiefs Franz an Fahrt und überquert in der Nacht Deutschland ostwärts. Ihm folgt kühlere Luft.
Damit erweist sich der Mittwoch nur als (relative) Ruhe vor dem Sturm, denn im Verlauf des Donnerstags erfasst uns das zu Sturmtief Franz gehörende Frontensystem mit seinem Regen- und Sturmfeld von Nordwesten. Im Norden Deutschlands und in den Mittelgebirgen muss daher im späteren Tagesverlauf mit Orkanböen gerechnet werden.
Immer wenn derart warme und damit auch energiereiche Luftmassen (da sie viel mehr Luftfeuchte enthalten) bei uns im Spiel sind, herrschen beste Voraussetzungen für schwere Stürme und Orkane. Diese Warmluftmassen, die sich weit von ihrem südlichen Ursprungsgebieten im Raum der Kanaren oder Azoren entfernt haben, treffen über dem Nordatlantik auf polare Kaltluftmassen, die oft schon weite Wege über das Meer zurückgelegt haben und daher ebenfalls mit Feuchtigkeit angereichert sind. (Genau deshalb müssen wir mit der im Gang befindlichen Erwärmung auch mit einer Zunahme solcher Ereignisse rechnen.).
Nach einem ebenfalls stürmischen Freitag beruhigt sich am Wochenende die Atmosphäre langsam wieder, und die neue Woche startet ruhiger. Dem Winter kommen wir allerdings dabei nicht näher.
Bis zum nächsten Mal,
Udo Baum, Meteorologe bei meteoXpress
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