(openPR) Die Würde des Menschen – eine kleine Münze im Streit um die Leitprofession bei der Betreuung schwerstkranker Patienten?
Es scheint, dass sich unsere Gesellschaft nicht nur in einem tiefgreifenden Wandel befindet, in der das Recht auf Gesundheit zur Disposition gestellt wird, sondern dass vielmehr der Weg für eine anthropologische (Neu)Orientierung geebnet und mit aller Konsequenz beschritten wird. Im Zeitalter des medizinisch Machbaren wird nicht selten die Würde des Menschen und das Menschenbild schlechthin als Argumentationsfigur konträrer Positionen bemüht und es drängt sich der Eindruck auf, dass die Berufung auf die Würde gelegentlich durch eine argumentative Hilflosigkeit nicht nur überschattet, sondern zur diffusen Metapher denaturiert wird.
Die Pflege scheint hiervon nicht ausgenommen und das Argument von der Würde des Alterspatienten / Bewohners entwickelt sich zu einer anthropologisch und normativ scheinbar verbindlichen Superanspruchsgrundlage im Kontext sozialer Beziehungen, die in einem konkreten Rollenkonflikt keiner Rechtfertigung mehr bedarf und dem sich das unterfassungsrechtliche Recht auch in Gestalt privatrechtlicher Beziehungen unterzuordnen hat.
Quelle: IQB – Internetportal >>> zum Kurzbeitrag >>>
www.iqb-info.de/Wuerde_Schwerstkranker.pdf









