(openPR) Tag der Menschenrechte - Überall selbstverständlich? Zum Tag der Menschenrechte haben sich 22 Tibeter und Tibetunterstützer am 2. Advent in vorweihnachtlicher Atmosphäre in Berlin-Mitte auf dem Hackeschen Markt getroffen.
Leider ist dieser Tag immer noch ein wichtiger Termin in der Agenda der Tibetbewegung, denn die Wahrung der allgemeinen Menschenrechte rangiert in Chinas Politik an unterster Stelle. Seit der völkerrechtswidrigen Besetzung Tibets durch China im Jahr 1949/50 werden die Menschenrechte dort jeden Tag auf eklatante Weise verletzt. Verfolgung, Inhaftierung und Folter Andersdenkender, die Unterbindung von Religions- und Meinungsfreiheit und damit auch die Vernichtung einer Kultur dauern trotz der Proteste und Forderungen der Weltöffentlichkeit bis heute an.
Mit Flyern haben die Tibet-Unterstützer die Passanten auf die nach wie vor täglich praktizierten Menschenrechtsverletzungen in Tibet aufmerksam gemacht. Meistens sind die Menschen sehr interssiert und dankbar, dass sie sich informieren können. Aber auch das Gegenteil konnte beobachtet werden Es gab tatsächlich einzelne Stimmen, die der Überzeugung waren, dass Tibet ein Teil Chinas ist und schon immer war und dass sich die Situation in Tibet unter der kommunistischen Führung deutlich verbessert habe. Selbst sachliche Argumente der Tibet-Aktivisten konnten in diesen kurzen Gesprächen nicht viel bewirken. Daher kann es für uns alle nur heißen, weiterhin aktiv zu sein.
Gerade im Hinblick auf die Olympischen Spiele in Peking 2008 ist es besonders wichtig, die Öffentlichkeit darauf aufmerksam zu machen, welche Einstellung der kommende Gastgeber der Spiele, die für Frieden und Volkerverständigung stehen, zu den Menschenrechten hat. Und so werden wir - die Regionalgruppe Berlin der TID e.V. - die Olympischen Spiele als Plattform nutzen und all unsere Bemühungen darauf richten die Öffentlichkeit auf die Situation im besetzten Tibet hinzuweisen.
Und so wie wir die Kerzen am Hackeschen Markt wegen des Windes immer wieder neu entzünden mussten, werden wir auch zukünftig die Situation in Tibet unermüdlich ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rufen.






