(openPR) Der Bundesverband Menschen für Tierrechte begrüßt die heutige Verleihung des ’25. Tierschutz-Forschungspreises für Entwicklung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zum Tierversuch’ der Bundesregierung – denn es sterben jährlich in Deutschland noch immer 2,4 Millionen Tiere im Tierversuch, darunter auch Affen, Hunde und Katzen. Gleichzeitig kritisiert der Tierrechtsverband die steigenden Tierversuchszahlen der letzen Jahre und dass Politik und Wirtschaft noch immer kein konkretes Konzept haben, wie tierversuchsfreie Verfahren zu fördern sind.
„Preisgelder sind zwar lobenswert, dürfen jedoch den Blick auf die mangelhafte Forschungspolitik nicht verklären,“ betont Dr. Kurt Simons, Vorsitzender des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte, „Es müssen endlich konkrete Konzepte auf den Tisch, um die tierversuchsfreie Forschung voranzutreiben. So hat unser Bundesverband letzte Woche der Bundespolitik umsetzbare Vorschläge vorgelegt.“
Der Bundesverband Menschen für Tierrechte veranstaltete in der vergangenen Woche in Berlin eine Anhörung mit Vertretern aller Bundestagsfraktionen. Dort herrschte parteiübergreifend Konsens, dass die steigenden Tierversuchszahlen besorgniserregend seien und Handlungsbedarf bestehe.
Die Arbeiten der heutigen beiden Preisträger* sind ganz im Sinne des Bundesverbandes, da an menschlichen Zellen wertvolle Test-Verfahren entwickelt wurden. Mit diesen können Substanzen auf ihre hormonaktive Wirkung untersucht werden. Zahlreiche Chemikalien, Pestizide und synthetische Hormone stehen nämlich in Verdacht, das Hormonsystem von Menschen und Wildtieren zu beeinflussen. Bislang gibt es noch keine standardisierten Test-Verfahren - weder tierexperimentelle noch tierversuchsfreie -, um dies herauszufinden. Der Bundesverband fordert daher, bei der Prüfung von Substanzen auf eine mögliche hormonaktive Wirkung gleich auf die tierversuchsfreien Verfahren zu setzen und diese anzuerkennen, ohne den Umweg über den Tierversuch zu gehen.
*Dr. Stephanie Simon und Dr. Stefan O. Müller; beide Firma Merck KAaG Darmstadt
Kontakt: Pressestelle – Stephanie Elsner, Tel.: 05207 – 929263, E-Mail: ![]()
Dort kann auch ein Faktenblatt mit weiteren Informationen zum Thema angefordert werden.






