(openPR) Anlässlich des Welt-RLS-Tages am 23.09. veranstalten die Hamburger RLS-Selbsthilfegruppen auf Initiative der Selbsthilfegruppe HH-Bergedorf einen Aktionstag zur Sensibilisierung auf das Thema Restless Legs Syndrom sowie zur Information von Betroffenen, Angehörigen und Interessierten. Hierzu wird es auf dem Jungfernstieg einen Informationsstand geben und rund um die Binnenalster werden viele Betroffene Broschüren verteilen und für Fragen und Antworten zur Verfügung stehen.
Parallel dazu werden Teilnehmer der Selbsthilfegruppe Bergedorf im Sachsentor Informationsgespräche führen und Broschüren verteilen.
Die Leiter der Hamburger Selbsthilfegruppen weisen darauf hin, dass die Teilnehmer der Aktion, die nicht selten die 75 überschritten haben, keine Mühen gescheut haben, sich trotz aller Leiden und Komplikationen an der Aktion zu beteiligen, weil es ihnen so wichtig ist, dass dieses Thema endlich zunehmend wahrgenommen wird.
Außerdem ist es ihnen ein Anliegen, die Teile der Bevölkerung zu erreichen, die auch unter RLS leiden, aber das gar nicht als behandelbare Krankheit wahrnehmen. In der Tat ist es so, dass viele Menschen völlig überrascht sind, wenn man ihnen eröffnet, dass ihnen geholfen werden kann.
Bis zu 10% der Bevölkerung leiden unter dem Restless Legs Syndrom (RLS), auch bekannt unter den Stichworten rastlose Beine oder unruhige Beine. Es handelt sich hierbei um ein nicht heilbares Nervenleiden, dessen Symptome man aber auf verschiedenen Wegen in den Griff bekommen kann.
Diese Symptome zeigen sich in unerträglichem Kribbeln, Ziehen und Reißen, Jucken und Brennen in den Beinen sowie spontanem Bewegungsdrang. Da die Krankheit nicht heilbar ist, kann man nur die Symptome lindern oder beseitigen. Das bedeutet, dass man in aller Regel lebenslang Medikamente nehmen muss, von denen einige nur eine begrenzte Zeit wirken.
Wichtig für die Betroffenen ist auch, dass es sich im bestimmten Fällen um eine erbliche Krankheit handelt. Daher ist es im Sinne ihrer Kinder und Enkel, dass die Zusammenarbeit zwischen den Betroffenen und der Forschung sehr eng ist. Wichtiger Mosaikstein hierbei ist die Deutsche Restless Legs Vereinigung in München. Die von den Mitgliedern bezahlten 40€ pro Jahr gehen fast komplett in die Forschung.
Noch vor wenigen Jahren gab es keine Medikamente, was zum ungebremsten Fortschreiten der Krankheit und zum ungedämpftes Leiden der Betroffenen geführt hat. Auch und gerade durch die unermüdliche Arbeit der Deutschen Restless Legs Vereinigung und ihrer Vorsitzenden, Frau Lilo Habersack, ist die Lebensqualität der Betroffenen erheblich gestiegen. Ein ganz wichtiger Zweig der Deutschen Restless Legs Vereinigung sind die Restless Legs Selbsthilfegruppen vor Ort, durch die auch ein überregionaler Austausch erst ermöglicht wird.
Die Restless Legs Selbsthilfegruppen können und wollen keinen Arzt ersetzen. Gleichwohl stellen sich Betroffenen und deren Angehören Fragen, bei denen wir helfen können, wie:
Wie erhalte ich eine sichere Diagnose?
Zu welchem Arzt gehe ich, zu welchem lieber nicht?
Welche Medikamente oder alternative Heilmöglichkeiten gibt es / sind sinnvoll und von welchen lässt man lieber die Finger?
Wie kann ich mir akut bei Problemen helfen?
Unser Pressemitteilungsarchiv ist verfügbar unter: https://www.openpr.de/pressemitteilungen/restless-legs-selbsthilfegruppe-hh-bergedorf-0209623/










