(openPR) Oppenheim / Rhein. Es ist wie verhext. Mit jedem neuen Modelllauf ändert sich auch die Lage und Intensität des am morgigen Freitag über Ostfrankreich und Nordwestdeutschland liegenden und wellenden Frontenzugs und seines zugehörigen Niederschlagsbandes, für das das Sturmtief Martha am Freitag und Nina am Samstag verantwortlich ist.
Die nunmehr seit über einer Woche andauernde unsichere Prognoselage bezüglich der zeitlichen und räumlichen Verteilung des Regens über Deutschland geht nun ihrem Ende entgegen. Immer wieder sind in den vergangenen 10 Tagen Fronten über Deutschland vorzeitig verendet und haben die Vorhersage verkompliziert. Darüber informieren Sie die Meteorologen des privaten Wetterdienstes meteoXpress Ltd.
Sollte ursprünglich der Nordwesten und äußerste Westen unseres Landes am morgigen Nachmittag von neuen Regenwolken erreicht werden, so zeichnet sich nun immer mehr ab, dass dieser Regen erst mit Verspätung zum Abend und schwächer ankommen wird. Zudem wird er nicht so weit wie erwartet nordostwärts vordringen, sondern nur die Nordwesthälfte Niedersachsens und den Nordwesten Nordrhein-Westfalens betreffen.
Die morgen Früh von Brandenburg bis ins nördliche Baden-Württemberg quer über Deutschland verlaufende und sich weiter abschwächende Front von Martha und ihr zugehöriges, bröckelndes Regenband werden hingegen wohl nach Plan bis zum Mittag die Selbstauflösung vollziehen.
Im Gegenzug mehren sich jedoch die Anzeichen dafür, dass die sich neu formierende Kaltfront von Sturmtief-Nachfolgerin Nina am Samstag unter Wellenbildung zeitweise auf den Nordwesten und äußersten Westen mit einer dichten Wolkendecke und örtlichem Regen übergreift. Dies stellt im Nordwesten und äußersten Westen Deutschlands mögliche Rekordtemperaturen für das letzte Novemberdrittel doch stark in Frage, ebenso wie erste Nebel- und Hochnebelfelder im Südosten Bayerns gar für einstellige Höchstwerte sorgen könnten. Im restlichen Land dürfen wir auf die Höchstwerte am frühen Nachmittag sehr gespannt sein. Temperaturen zwischen 16 Grad in der Mitte und im Osten sowie 18 Grad am Oberrhein sind durchaus im Bereich des Wahrscheinlichen. Dabei herrscht eine unterschiedlich stark aufgelockerte Bewölkung vor.
Bis zum nächsten Mal,
Udo Baum, Meteorologe bei meteoXpress
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