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Führung für alle

13.07.202018:21 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
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Michaela Reinecke-Koller, Bild: privat
Michaela Reinecke-Koller, Bild: privat

(openPR) Warum sollten Unternehmen Mitarbeiter stärker partizipieren lassen?

MRK: Wenn man es erfolgreich macht, kann die Bindung und Identifikation mit den Unternehmen bzw. in den Verbänden nach innen und außen immens gesteigert werden. Dies konnten wir in unseren Projekten sogar noch weitergehend gesamtgesellschaftlich umsetzen mit dem Ergebnis einer positiven Sicht auf ganze Branchen.



Frau Reinecke-Koller, Sie haben Zusammenhänge untersucht bzgl. dem Einfluss von offener Unternehmenskultur und Partizipation in Unternehmen und der Steigerung des Unternehmenserfolgs.

MRK: Ja, das haben wir. Schon im Jahr 2015 haben wir im Rahmen eines Auftrags ein Partizipationsprojekt für eine Organisation mit mehreren tausend Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geleitet und begleitet. Und in anderen unserer organisatorischen Projekte waren Mitarbeiterzufriedenheit und manchmal Partizipation auch immer wieder Nebenthemen.

Was sind die wichtigsten Erfahrungen und Learnings, die Sie daraus weiter geben können?

MRK: Zu allererst: Die Voraussetzungen müssen stimmen. Hier müssen Reden und Handeln auf Arbeitgeber- und auf Arbeitnehmerseite transparent und klar sein. Und: Wunsch und Wille muss auf beiden Seiten vorhanden sein und umgesetzt werden. Dafür braucht es eine starke Vertrauensbasis auf beiden Seiten. Aber das ist noch nicht alles.

Was braucht es denn noch?

MRK: Es muss klar sein, was Partizipation bedeuten kann. In der Schweiz ist Partizipation sehr klassisch in den Unternehmen verankert. Es gibt viele Diskussionen, Prozesse werden dadurch aus unserer Sicht der klassischen Führungskultur auch oft langsamer und manchmal auch zäher. Keiner hat Lust auf mehr wiederkehrende, endlose und strittige Besprechungen.
Wir wollten es partizipativ, aber leichter und vor allem erfolgreich machen. Denn uns geht es ganz klar um den Erfolg des Unternehmens. Es muss „laufen“.
Wir haben Möglichkeiten in den Projekten gefunden, diese klar, transparent und mit großem Erfolg und Zufriedenheit für Chefs und Arbeitnehmer durchzuführen und sogar zum Teil schneller als vorher.

Wie haben Sie das geschafft?

MRK: Das ist ein komplexes Thema. Aber Partizipation baut für mich ganz klar auf Wertschätzung, aber auch Verantwortlichkeit. Und zwar auf beiden Seiten.
Auf Arbeitnehmerseite wird etwa zum Teil nach Teilhabe an Entscheidungen gerufen, sich dann aber aufregt, wenn Themen relativ frei in der Umsetzung ins Team verlagert stattfinden sollen. „Jetzt wälzen die da oben hier alles auf uns ab.“ Warum sollten Unternehmen Mitarbeiter stärker partizipieren lassen?

MRK: Wenn man es erfolgreich macht, kann die Bindung und Identifikation mit den Unternehmen bzw. in den Verbänden nach innen und außen immens gesteigert werden. Dies konnten wir in unseren Projekten sogar noch weitergehend gesamtgesellschaftlich umsetzen mit dem Ergebnis einer positiven Sicht auf ganze Branchen.
Aber es gibt einiges zu beachten in den Themen, ansonsten geht der Schuss nach hinten los und Enttäuschung auf beiden Seiten ist die Folge. Auch das habe ich in Projekten, die ich mit dem schwierigen Stand übernommen habe, erlebt. Dann hat man das Gegenteil erreicht.

Worauf sollte unbedingt geachtet werden?

MRK: Klare Definitionen und Grenzen, wo und wie Partizipation stattfindet und welche Vor- aber auch Nachteile sie hat, sind wichtig. Unser Ziel ist es auch immer, dass Verantwortlichkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter positiv und nicht als Last getragen wird.

Klingt aufwändig

MRK: Teils ja, teils nein. Für uns funktionierte es sehr gut: Sie müssen die Einzelnen aber erreichen und optimal unterstützen, auch in großen Projekten. Sonst fällt es Ihnen nach einigen Monaten auf die Füße.

Frau Reinecke-Koller, vielen Dank für das Gespräch.

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