(openPR) „Runder Tisch“ zu Grenzsperrungen?
In einem „dringendem Appell“ an alle Mitglieder der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) hat die Initiative Offene Nachbarschaft (www.offene-nachbarschaft.de) Ostern dazu aufgerufen eine einvernehmliche Lösung der Verkehrsprobleme an der Landesgrenze anzustreben. Der Konflikt war vorher eskaliert.
Hintergrund ist, dass der Verkehrsausschuss am 13. Februar dieses Jahres empfohlen hatte, alle Straßenverbindungen von Berlin-Hermsdorf nach Brandenburg/Glienicke für den Fahrzeugverkehr zu sperren. Das hat heftige Proteste der Bevölkerung diesseits und jenseits der Landesgrenze ausgelöst. Spontan bildeten sich mehrere Bürgerinitiativen. Eva und Horst Stange aus dem Waldseeviertel schrieben an die Vorsitzende der BVV , Frau Köppen: „Wir schämen uns als Berliner, als Reinickendorfer und Hermsdorfer für diesen Vorschlag! … Wir sind doch „ein Volk“. Reinickendorf würde sich blamieren!“ Über 1.800 Unterschriften wurden in nur einem Monat gegen neue Straßensperrungen an der alten Mauergrenze gesammelt. Das entspricht dem Mehrheitswillen der Bevölkerung.
An einen „Runden Tisch“ sollen drei Gruppen gebracht werden, die unterschiedliche Interessen haben:
a) Die aus beruflichen Gründen aus Glienicke nach Berlin fahrenden Arbeitnehmer/Pendler, die einfach schnell ans Ziel kommen wollen. Das geht nach ihrer Meinung auf den alten Verbindungsstraßen durchs Waldseeviertel schneller, als über die oft durch Staus blockierte B 96.
b) Die teilweise in den letzten Jahren zugezogenen Bewohner der Schildower Straße, die zwar die Verkehrssituation kannten, aber nun Ruhe vor ihrer Haustür haben wollen.
c) Die teilweise schon lange im Waldseeviertel lebenden Menschen, die nach beiden Seiten Verbindungen haben – zum Beispiel Familie, Kita, Ärzte, Einkauf in Glienicke, Beruf in Berlin.
Eine Frage, die sich der Politik, die sich der BVV stellt, aber auch allen Bürgern, die an einer vernünftigen Lösung interessiert sind: Wie kann man allen drei Gruppen gerecht werden?













