(openPR) Auch die Schauspiel-Kurse laufen übers Internet
(Elmshorn /8.4.2020) „Normalerweise müssten wir schon längst auf der Bühne stehen und für die neue Inszenierung von ‚Kopernikus‘ proben“, berichtet Regisseur Markus Arendt, der seit Mitte März mit den Darstellerinnen und Darstellern das neue Stück des Elmshorner „Forum Baltikum - Dittchenbühne“ in Angriff genommen hat. Aber in den Zeiten von Corona eben nicht auf der Bühne an der Hermann-Sudermann-Allee 50, sondern übers Internet.
Online-Proben für die neue Inszenierung
Wenn das „Social Distancing“ regiert, muss man auf andere Weise als früher zusammenkommen - auch, um sich auf ein neues Theaterstück vorzubereiten. Arendt: „Wir hoffen ja sehr, dass wir noch die Chance haben werden, gemeinsam auf der Bühne zu proben, eine reale Premiere zu feiern und Aufführungen so wie noch vor wenigen Monaten spielen zu können.“ Der Weg von Regisseur Markus Arendt und der Dittchenbühne bis dahin: Online-Chats zwischen Schauspielern und Regisseur, Videokonferenzen mit der Kostümbildnerin und den Bühnenbildnern, Videoproben mit den Darstellerinnen und Darstellern, um Dialoge, Monologe und andere Bühnengespräche zu proben. Ein ungewöhnlicher Weg, aber Arendt ist zufrieden: „Wir legen damit die Grundlage dafür, sofort, wenn die Corona-Beschränkungen fallen, auf die Bühne gehen zu können!“ Und so, wenn alles gut geht, den Premierentermin und die Aufführungstermine von „Kopernikus“ zu halten.
Theaterkurse im Internet
Ähnlich wie mit dem Kopernikus-Ensemble verfährt Markus Arendt auch mit den Theaterkursen für Kinder und Jugendliche, die er an der Dittchenbühne leitet. „Mit dem Programm ‚Zoom‘ kommen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammen - zwar nicht real in einem Raum, aber immerhin in einer Video-Konferenz, in der sich alle auf dem Bildschirm wiedersehen.“ Gerade in den Zeiten der Ausgangsbeschränkungen ist dieses Wiedersehen speziell für die jungen und jugendlichen Teilnehmer sehr bedeutend: Es schweißt sie zusammen, weil die regelmäßigen Online-Treffen der Kurse zu wichtigen sozialen Terminen werden.
Während dieser Termine zeigt sich wie früher bei den realen Treffen, wie Texte gelernt und bestimmte kleine Aufgaben vorbereiten worden sind. Man kann einzelne Rollen proben oder schauen, wie sich alles im Zusammenhang anhört, kann an der Artikulation und am Timing feilen - alles fast so wie bei einer Bühnenprobe. Markus Arendt: „Was natürlich fehlt, ist die Bewegung, die Action auf der Bühne.“ Jetzt arbeite man zunächst sozusagen wie für ein Hörspiel. Aber auch das sei für die Schauspielschüler interessant, „weil jetzt vieles über Stimme und Artikulation deutlich gemacht werden muss, wofür sonst eine Hinwendung oder eine Geste ausgereicht hat“.
Für nähere Informationen über die neue Inszenierung oder über die Theaterkurse am besten eine E-Mail schreiben an




