(openPR) Vor dem Hintergrund der Corona-Krise weist die Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern (LSG) darauf hin, dass Online-Glücksspiele in Deutschland weitgehend illegales Glücksspiel darstellen. Ausnahmen stellen auch die Angebote der staatlichen Lotteriebetreiber und der Soziallotterien dar. Im Bereich Sportwetten laufen aktuell noch die Verfahren zur Konzessionsvergabe. Aufgrund des eingeschränkten Sportangebots sind diese jedoch auch stark heruntergefahren. Bleiben also noch die Online-Casinospiele, Online-Automatenspiele und Online-Poker. Diese sind in Deutschland eindeutig illegales Glücksspiel. Übrigens auch, wenn sie auf den Seiten von Sportwettanbietern wie Tipico, bwin oder bet-at-home angeboten werden. Online-Glücksspiele haben ein sehr hohes Risiko, was die Entwicklung und Aufrechterhaltung eines problematischen beziehungsweise pathologischen Glücksspielverhaltens betrifft. So stellt unter anderem die hohe Spielgeschwindigkeit in Verbindung mit einer sehr hohen Verfügbarkeit besondere Risiken dar.
Glücksspielprobleme sind für die Betroffenen und deren Angehörige eine enorme Belastung. Denn: Probleme mit dem Glucksspielen wirken sich immer auch auf das Umfeld der Betroffenen aus. Neben der Zeit, die fur das Glucksspielen aufgewendet wird, fehlt Betroffenen – und damit meist auch ihren Familien – oftmals das Geld. Nicht selten kommt es vor, dass das ganze Geldvermögen sowie Wertgegenstände der Familie verspielt werden. Konrad Landgraf, Geschäftsführer der LSG und Suchtexperte: „Haufig ist die ganze Familie – und damit auch die Kinder – durch die finanziellen Folgen des Glucksspielens stark belastet. Das kann zu schweren Konflikten und einem enormen Stresslevel in der Familie führen und hat damit auch psychosozial negative Auswirkungen auf die Angehörigen.“ Bei den Betroffenen selbst kommt es häufig zu psychischen Begleiterkrankungen, schweren Schuldgefühlen und Selbstmordgedanken.
Hinweis: Durch die Corona-Krise finden aktuell zumeist keine oder nur stark eingeschränkte face-to-face-Kontakte in den Suchtberatungsstellen statt. Viele Stellen bieten jedoch Hilfe per E-Mail oder am Telefon an. Darüber hinaus gibt es verschiedene andere Möglichkeiten der Beratung:
• Die deutschsprachige Online-Beratung der LSG (https://www.verspiel-nicht-dein-leben.de/beratung/online-beratung.html)
• Die deutschsprachige Telefonberatung der LSG: 089 55 27 35 9 0
• Die türkischsprachige Telefonhotline der LSG: 0800 32 64 76 2
• Die App PlayOff für betroffene Spielerinnen und Spieler (https://www.verspiel-nicht-dein-leben.de/playoff.html)
• Das Online-Programm EfA Verspiel nicht mein Leben – Entlastung für Angehörige (https://www.verspiel-nicht-mein-leben.de/online-programm-efa/hintergrund)
• Der Selbsthilferatgeber für Angehörige - Deine Spielsucht betrifft auch mich (https://www.hogrefe.de/shop/deine-spielsucht-betrifft-auch-mich-76513.html)
Auch von anderen Anbietern gibt es hilfreiche Telefon- und Online-Angebote oder Arbeitshilfen. Eine Übersicht über die verschiedenen Unterstützungsmöglichkeiten im Bereich Glücksspielsucht finden Sie hier: https://www.verspiel-nicht-dein-leben.de/hilfe/auswegebehandlungen.html
Bei Fragen wenden Sie sich gerne an uns unter der E-Mail-Adresse:










