(openPR) Eine fünfköpfige Fachjury aus Medien- und Kulturwissenschaftler_innen hat entschieden: Trägerin des Nachwuchspreises des Büchner-Verlags 2019/20 ist Dr. Sarah Sander mit Ihrer Summa-cum-laude-Dissertation »Prekäre Passagen. Medien und Praktiken der Migration«, die sie 2019 an der Bauhaus-Universität Weimar eingereicht und verteidigt hat. Die Jury lobt vor allem Originalität, theoretischen Anspruch, Relevanz und die hervorragende Lesbarkeit der Arbeit, die im Laufe des Jahres 2020 in wertiger Ausstattung im Büchner-Verlag erscheinen wird.
Sander interessiert sich in ihrer Arbeit dafür, wie Migration als kulturelles Phänomen in den verschiedensten Medien (vor)strukturiert ist. Als Vertreterin einer Medienkulturwissenschaft betrachtet sie die Riten der Passage von der Passagierliste, dem Schiff als schwimmender Stadt bis zur Rezeption in Cartoons und anderen Bildmedien. Sie fragt nach der wechselseitigen Bedingtheit und Verflechtung von Menschen, Dingen und Geschehen, die von Zufällen, Flüsterpost und Politiken genauso geprägt sind wie von Verkehrs- und Kommunikationsnetzwerken.
Mitglieder der Jury waren in diesem Jahr Dr. Kayo Adachi-Rabe (Jena), Assist. Prof. Dr. Andreas Becker (Tokyo), Dr. Vera Cuntz-Leng (Marburg), PD Dr. Florian Mundhenke (Leipzig) sowie die letztjährige Gewinnerin Dr. Katharina Rein (Berlin/Weimar).
Zur Autorin:
Sarah Sander ist Medien-/Kulturwissenschaftlerin und arbeitet derzeit als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Kunstuniversität Linz. Sie interessiert sich für Wahrnehmungs- und Raumdispositive und will mit ihrer Dissertation »Prekäre Passagen. Medien und Praktiken der Migration« zu einer Archäologie der Globalisierung beitragen. Ihre Forrschungsschwerpunkte sind: Maritime Historiographien, Geschichte der Migration/Geschichte Europas, postkoloniale Medien- und Kulturtheorien, Visuelle Anthropologie, Medien- und Subjetkttechniken, Gender- und Queer Studies. Nach einem Studium der Kulturwissenschaft, Filmwissenschaft und Gender Studies in Berlin, Málaga und Weimar war Sarah Sander zu Forschungsaufenthalten an der NYU (New York), dem Carpenter Center for the Visual Arts (Boston) und in Archiven in Hamburg und New York. Außerdem war sie als freie Kulturschaffende immer wieder auch in Festival- und Ausstellungszusammenhänge verwickelt, u. a. beim TanzQuartier Wien, beim FORUM der Berlinale, den KunstWerken und beim Haus der Kulturen der Welt, Berlin.









