(openPR) Haarer Liberale für Pilotprojekt im östlichen Landkreis
Haar – Lkr. München / Das Offene Forum für Kommunalpolitik der FDP Haar am 22. Januar 2020 bot den Gästen einen spannenden Blick in die mögliche Zukunft des ÖPNVs im Landkreis München. Unter dem Titel „Ringbahn um München“ präsentierte Kreisrat Dr. Axel Keller im Gasthof zur Post das Konzept eines geschlossenen Rings, der die an die Landeshauptstadt angrenzenden Städte und Gemeinden verbindet. Der von ihm skizzierte Streckenverlauf berücksichtigte neben bestehenden Trassen auch Park+Ride-Anlagen und S-Bahn-Stationen. „Wenn wir den Individualverkehr durch unseren Landkreis reduzieren wollen, müssen wir attraktive und funktionierende Tagentialverbindungen zwischen den Städten und Gemeinden schaffen“, erläuterte Keller die Notwendigkeit eines ÖPNV-Rings. „Wenn die Autos im Stau stehen, steht der Bus ebenfalls. Nur eine Bahnlinie kann hier für echte Entlastung sorgen“, stimmte Christian Franz, Ortsvorstandsmitglied und Gemeinderatskandidat der Haarer Liberalen zu.
„Ein Zukunftsprojekt par excellence“, lobte Landratskandidat Michael Ritz das Konzept. „Mit Rückenwind von Kreistag und Landrat“, wusste der ebenfalls anwesende stellvertretende Landrat Jörg Scholler zu berichten. Die FDP-Kreistagsfraktion hatte im vergangenen Jahr erfolgreich einen Antrag im Kreistag eingebracht, ein Ringbahnkonzept durch den Landkreis zu verfolgen. Mit Hinweis auf die hohe Verkehrsbelastung in der Gemeinde Haar plädierte FDP-Ortschef und Bürgermeisterkandidat Dr. Peter Siemsen dafür, umgehend die Machbarkeit eines Pilotprojekts im östlichen Landkreis zu untersuchen. „Durch zusätzliche Ausweichstraßen können wir Ortsteile vom Durchgangsverkehr entlasten, mit einer funktionierenden, tangentialen ÖPNV-Verbindung hingegen bringen wir den Bürgern ein attraktives Verkehrsangebot vor Ort“, brachte er sein Plädoyer für die Ringbahn auf den Punkt. Das Pilotprojekt sollte aus seiner Sicht den Korridor entlang der Gemeinden Unterföhring, Aschheim, Haar und Ottobrunn umfassen.
Scholler stimmte zu, dass der Landkreis an dem Thema dranbleiben müsse. Da für die Durchsetzung eines derartigen Vorhabens mindestens die Landesebene erforderlich ist, schlug Siemsen vor, unverzüglich den Landtagsabgeordneten und Vorsitzenden des Verkehrsausschusses Sebastian Körber einzubinden. „Herr Körber ist bei uns am 17.02.2020 im Rahmen einer Veranstaltung zum Thema Wohnen und Mobilität“, verriet der FDP-Ortschef zum Abschluss des Forums. Ein spannender Diskussionspunkt wäre somit schon einmal gesetzt.












