(openPR) Horgen. Die Greenpeace-Aktivisten übergaben den Dow-Verantwortlichen 18 Fässer mit Giftmüll aus Bhopal/Indien zur Entsorgung. Dow weigerte sich jedoch, die Verantwortung für die Entsorgung der Fässer zu übernehmen. Deshalb musste die Kantonspolizei die Fässer in Gewahrsam nehmen.
In einem Gespräch mit Luciano Respini, dem CEO von Dow Europe, haben Ganesh Nochur und Matthias Wüthrich im Namen von Greenpeace und der «International Campaign for Justice in Bhopal» ihm nochmals deutlich gemacht, dass es ein Skandal sei, dass Dow Chemical seiner Verantwortung in Bhopal nicht nachkomme. Wegen seiner Weigerung die Fässer entgegenzunehmen, haben Greenpeace-Aktivisten ihm deshalb vor seine Privatresidenz ein weiteres Fass hingestellt.
Die Basler Zollbehörden haben am Morgen nach Rücksprache mit dem Amt für Industrie- und Gewerbeabfälle in Bern ein Fass mit einer Probe des gleichen Materials als Sondermüll konfisziert. Derzeit wird das giftige Material vom Kantonschemiker näher untersucht. Auf dem Gelände der stillgelegten Katastrophenfabrik in Bhopal liegen jedoch seit 1984 Abertonnen von ungesicherten Pestizidabfällen herum. Die Massnahme der Schweizer Behörden belegt deutlich, mit welcher Verantwortungslosigkeit Dow Chemical mit Mensch und Umwelt in Bhopal umgeht: Was in der Schweiz als Sondermüll gilt, ist in Indien trauriger Alltag.
Ganesh Nochur (Greenpeace Indien) wird am 24. Januar 2003 nach Davos reisen und an einer Veranstaltung von Public Eye in Davos teilnehmen. Er wird eine rund drei Meter hohe Statue («Bhopal Memorial») mit sich führen, die an die seit 18 Jahren dauernde Katastrophe in Bhopal erinnert. Er wird ein internationales Regelwerk zur Unternehmungshaftung fordern, das multinationale Konzerne für die Schäden, die sie Mensch und Umwelt zufügen, zur Rechenschaft ziehen kann.
Ganesch Nochur, Kampagnendirektor Greenpeace Indien in Horgen 079 480 19 74 Matthias Wüthrich, Chemiekampagne Greenpeace Schweiz in Horgen 01 447 41 31 Medienabteilung Greenpeace Schweiz 01 447 41 11





