(openPR) Das Unternehmen mit todbringenden Produkten und rücksichtslosem Verhalten ist Hauptsponsor der olympischen und paralympischen Spiele. Vor 50 Jahren brachte es mit dem Entlaubungsgift Agent Orange Tod und Verderben über Vietnam.
In drei Wochen beginnen in London die olympischen Wettkämpfe 2012 und kurz darauf die paralympischen Spiele von Menschen mit Behinderungen. Unter dem Logo von Dow Chemical wird dann mitreißender Sport und Lebensfreunde verbreitet. Millionen Menschen, vor allem in Vietnam, hat Dow Chemical das Gegenteil gebracht.
Dow Chemical ist nicht irgendeine Firma. Dow Chemical war einer der wichtigsten Hersteller von Agent Orange und Napalm im Vietnamkrieg. Circa vier Millionen Menschen, darunter viele junge, leiden dort bis heute an den Spätfolgen von Agent Orange. Sie teilen ihr Schicksal mit US-Amerikanern, Kanadiern und Süd-Koreanern. Dow Chemical ist außerdem jetziger Eigner der explodierten Chemiefabrik von Bhopal, die 1984 25.000 Menschen in den Tod riss.
Dow weigert sich beharrlich, Verantwortung zu übernehmen. Weder die Opfer von Agent Orange noch die Opfer von Bophal hat der Chemiekonzern entschädigt. Nichts wurde getan, um die riesigen Flächen verseuchten Landes zu entgiften.
Organisatoren aus der Friedens- und Umweltbewegung sowie der Vietnamsolidarität – darunter auch SODI - haben in einem Schreiben an das Olympische Komitee ihr Befremden und ihre Empörung darüber zum Ausdruck gebracht. Für Sylvia Werther, Geschäftsführerin der entwicklungspolitischen Nichtregierungsorganisation SODI e.V., ist das Sponsoring der Paralympischen Spiele durch den Chemiekonzern Dow Chemical „blanker Hohn“. „Seit Jahren engagieren wir uns für die Opfer von Agent Orange in Vietnam. Dass nun eine der Herstellerfirmen des Giftes offizieller Sponsor der Spiele ist, finden wir unverantwortlich und respektlos gegenüber den vielen Opfern von Agent Orange. Wir fordern von Dow Chemical und den anderen Herstellerfirmen, dass sie sich zur ihrer Schuld bekennen und die Opfer in Vietnam endlich angemessen entschädigen.“, so Frau Werther.
Zu den Unterzeichnern gehören u. a. die Naturfreunde Deutschland, terre des hommes, die Freundschaftsgesellschaft Vietnam, der Solidaritätsdienst-international e. V. (SODI), die vietnamesische Fraueninitiative, das Friedensdorf International Oberhausen, die Vietnam-Kinderhilfe Hyvong, das Dorf der Freundschaft, CHÀO Hilfe für Agent Orange Opfer.
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Über das Unternehmen
Der Solidaritätsdienst-international e.V. (SODI) ist eine Nichtregierungsorganisation, die Selbsthilfeprojekte der Entwicklungszusammenarbeit in Asien, Afrika und Lateinamerika realisiert sowie humanitäre Hilfe in Osteuropa leistet. Seit 1990 hat SODI über 800 Projekte im Wert von 55 Millionen Euro auf vier Kontinenten verwirklicht. Der Verein bekommt seit 1994 das Spenden-Siegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen verliehen.
SODI setzt sich für eine solidarische, gerechte und friedliche Welt ein, in der die natürlichen Lebensgrundlagen bewahrt werden. Der Solidaritätsdienst ist ein gemeinnütziger Verein. Er ist parteipolitisch unabhängig und weltanschaulich offen. Er wurde 1990 gegründet und trat die Rechtsnachfolge des Solidaritätskomitees der DDR an. Maßgeblich für seine Konstituierung und Entwicklung waren die Mitwirkung am ostdeutschen "Entwicklungspolitischen Runden Tisch" sowie der Wille der Mitglieder und Spender von SODI, sich im vereinigten Deutschland für internationale Solidarität zu engagieren. Gegenwärtig hat der Verein über 300 Mitglieder. Er stützt sich außerdem auf ehrenamtliche Helferinnen und Helfer und Basisinitiativen sowie auf Förderkreise.
In Auseinandersetzung mit der Treuhandanstalt und der "Unabhängigen Kommission zur Überprüfung des Vermögens der Parteien und Massenorganisationen der DDR" sicherte SODI die bis 1990 von der DDR-Bevölkerung aufgebrachten Spenden für die internationale Solidarität. Unter Mitwirkung des "Entwicklungspolitischen Runden Tisches" hat der Verein den Großteil dieser Spendenmittel als Stifter in die 1994 gegründete Stiftung Nord-Süd-Brücken für die entwicklungspolitische Arbeit ostdeutscher NRO eingebracht.
SODI finanziert seine Arbeit aus Geld- und Sachspenden, Mitgliedsbeiträgen und öffentlichen Fördermitteln. Seit 1994 belegt das jährlich verliehene "Spenden-Siegel" des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) den vertrauenswürdigen Umgang mit den Finanzmitteln.
SODI gehört zivilgesellschaftlichen Netzwerken an und engagiert sich in Kampagnen auf nationaler und internationaler Ebene für seine Ziele.
Der Verein ist u.a. Mitglied im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband/Landesverband Berlin, darüber in der Aktion Deutschland Hilft, im Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO) und im Berliner Entwicklungspolitischen Ratschlag (BER).
Der SODI-Report informiert vierteljährlich über die Vereinsarbeit und aktuelle entwicklungspolitische Themen.