(openPR) Tiefbauamt des Kantons Bern resp. Bundesamt für Strassen ASTRA, 3003 Bern (Filiale Thun)
Das Projekt:
Die Stadttangente Bern zwischen den Anschlüssen Bern-Bümpliz bzw. Bern-Bethlehem im Westen und der Verzweigung Wankdorf im Osten musste saniert und den aktuellen Anforderungen angepasst werden.
Erneuerung und Ausbau betrafen einen zentralen Abschnitt einer äusserst starkbefahrenen Agglo-Autobahn (N1, N6, N12) mit 5 Anschlüssen und 2 komplexen Verzweigungen sowie angrenzend ein hochbelastetes städtisches und regionales Strassennetz. Durch den Baustellenbetrieb bestand die Gefahr erheblicher Verkehrskonflikte, Staus und Unfallhäufungen.
Das Tiefbauamt des Kantons Bern sowie das Bundesamt für Strassen ASTRA beauftragten YAVER, den Verkehr mit gezieltem Verkehrsmanagement so optimal wie möglich durch die Baustelle zu führen resp. die Auswirkungen im angrenzenden
Strassennetz so gering wie möglich zu halten.
Wichtige Bestandteile des Auftrags waren zudem die Analyse klein- und grossräumiger Umfahrungen, die Erarbeitung flankierender Massnahmen sowie Beobachtung und Analyse der Massnahmen-Wirkungen (Monitoring).
Das Verkehrsmanagement sollte während der Bauphase folgende Ziele erfüllen:
• Aufrechterhaltung / Optimierung der Leistungsfähigkeit im Bereich der Sanierungsabschnitte
• Minimierung der Verkehrsbehinderungen
• Minimierung des Ausweichverkehrs
• Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit
• Unterstützung der Projektleitung in Verkehrsfragen
Die Lösung YAVER analysierte die Verkehrssituation auf der Nationalstrasse und dem angrenzenden Lokalstrassennetz und entwickelte das Verkehrsmanagement-Konzept für die Bauphasen. Im Rahmen des Konzeptes wurden folgende Massnahmen behandelt:
• Rampenbewirtschaftung der Anschlüsse Neufeld und Forsthaus
• Erfassung des Verkehrsflusses an relevanten Querschnitten (Radar)
• Anordnung dynamischer Stauwarnsignale an kritischen Querschnitten mit Prognosen zu den Reisezeiten
• Videoüberwachung strategischer Streckenabschnitte.
Die Elemente der Verkehrsbeeinflussungsanlage sowie die vorherrschende Verkehrslage waren auf einer digitalen Bedienoberfläche dargestellt, welche der Kantonspolizei Bern zur Verfügung gestellt wurde.
Bedienoberfläche in der Leitzentrale
Die Leistungen
• Beratende Expertisen zu allen verkehrlich relevanten Bereichen; Expertenmeinung für die jeweilige Konkretisierung der Um- und Ausbaumassnahmen resp. die Entscheidung zwischen verschiedenen Varianten
• Verkehrsdatenerhebung und -analysen (laufend)
• Prognosen mit Hilfe einschlägiger Verfahren und regionaler sowie nationaler Verkehrsmodelle
• Ermittlung kostenoptimaler Vorgehensweisen unter Einbezug von Sicherheit bei Verkehrsteilnehmern und Unterhaltspersonal, von möglichen Unfall- und Störungsszenarien sowie lokalen Besonderheiten
• Bestimmung der Bauphasen sowie deren Auswirkungen auf die Verkehrssituation
• Erarbeitung von Massnahmen zur optimalen Handhabung der temporären Bausituationen
• Verkehrssystemmanagement mit Hilfe dynamischer Signalisationsmittel, Kontroll- und Überwachungsmassnahmen mit Stau-Detektion, Rampendosierungen, Informationsmassnahmen und Verkehrsmanagementplänen
• Beurteilung und Optimierung der kantonspolizeilichen Bedien- und Überwachungsinstrumente
Der Kundennutzen Dank den Verkehrsmanagement-Massnahmen konnten Rückstausituationen in der Intensivbauphase auf die Spitzenstunden beschränkt und in akzeptablen Grenzen gehalten werden. Während den Spitzenzeiten wurden trotz baustellenbedingter Engpässe Zeitverluste von wenigen Minuten nur selten überschritten.
Periodische Verkehrszählungen zeigten, dass auf dem untergeordneten Strassennetz kaum Ausweichverkehr auftrat.
Dank Verkehrserfassung und -beobachtung an allen wichtigen Punkten und der Möglichkeit der aktiven Verkehrsbeeinflussung, konnte auf Störungen im Verkehrsfluss rasch reagiert und die negativen Auswirkungen minimiert werden.
Bearbeitungszeitraum 2002 - 2013






