(openPR) Ende 2019 verjähren die letzten EA189-Fälle und insgeheim hatte VW wohl
gehofft, dass das Thema „Abgasskandal“ etwas an Fahrt verliert. „No Chance“
befand jetzt ein investigatives Rechercheteam des SWR und legte der
Tagesschau geheime Akten vor, die belegen, dass im Konzern nach 2015 munter
weitergeschummelt und die Fortsetzung des Dieselskandals seit 2012 intensiv
vorangetrieben wurde.
Bei den Unterlagen geht es um die Niederschrift von Gesprächen zwischen
VW-Mitarbeitern, die keinen Zweifel daran lassen, dass der EA288-Motor seit
2013 mit einer unzulässigen Abschaltvorrichtung in alle
4-Zylinder-Dieselmodelle des Konzerns eingebaut wurde. Die Software sorgt
dafür, dass die Abgas-Reduktion eigentlich nur auf dem Prüfstand richtig
funktioniert und im Realbetrieb viel zu wenig Adblue eingespritzt wird.
Dabei geht es nicht nur um die hohen Anforderungen der Grenzwerte, es ist
auch zu vermuten, dass die Techniker Probleme durch einen intensiveren
AdBlue-Einsatz befürchteten und deshalb alles unternahmen, um die Taktraten
niedrig zu halten.
Rechtsanwalt Marcel Seifert, bei der Kanzlei Brüllmann in Stuttgart mit dem Abgasskandal befasst: „Wir gehen davon aus, dass bei 100 % zulässigen Taktfrequenzen so viel Harnstoff in das System gerät, dass Probleme auftauchen, z.B. mit dem AGR-Ventil.“
Der EA288 wird bis heute in allen 1,6 und 2,0 Liter-Versionen von Autos der
Volkswagen-Familie verbaut – bis hin zum T-Roc und zum T6.
VW widerspricht vehement – muss man wohl. Seifert: „Allein schon um die
Risiken der Managerhaftung zu verringern, muss um jeden Preis abgestritten
werden – inhaltlich hat das keinen Wert!“
Die vorliegenden Unterlagen sind aber nicht die einzige Basis für den
Verdacht. Parallel läuft vor dem Landgericht Wuppertal ein Verfahren, in dem per Beweisbeschluss ein Gutachter nachweisen soll, ob in diesem Motor eine illegale Abschaltvorrichtung verbaut ist oder nicht.
Brüllmann ist Partnerkanzlei der IG Dieselskandal, die unter https://www.ig-dieselskandal.de/der-vw-dieselskandal-ea288alle Details
zum EA288-Skandal zusammenfasst hat.
Rechtsanwalt Seifert empfiehlt insbesondere rechtsschutzversicherten
Besitzern von betroffenen Fahrzeugen zeitnah Klage einzureichen. Die
Stuttgarter Kanzlei steht für eine kostenlose Erstberatung inklusive
unverbindlicher Abfrage der Rechtsschutzversicherung zur Verfügung.
Mehr Informationen: https://www.bruellmann.de/faelle/vw-abgasskandal/




