(openPR) Nach einer Vorgabe der EU (Richtline „Clean-Vehicle“) müssen bis zum Jahre 2025 45 Prozent aller neu angeschafften Busse emissionsarm sein. Immer mehr Verkehrsunternehmen entscheiden sich daher für die Anschaffung von Elektro-Bussen oder Bussen mit Hybridantrieb, darunter auch die Bremer Straßenbahn AG (BSAG), die Anfang August die Anschaffung von 20 Elektrobussen innerhalb der nächsten sechs Jahre angekündigt hat. Der CDA-Landesvorstand hat dies auf Anregung von Andreas Kruse, Vorsitzender des CDA-Kreisverbandes Bremen-Nord, zum Anlass genommen, sich für einen Modellversuch mit einem oder mehreren Brennstoffzellenbussen auszusprechen. Die mit Wasserstoff betriebenen Brennstoffzellenbusse sind zwar mit Anschaffungskosten von etwa 650.000 Euro ca. 100.000 Euro teurer als batteriebetriebene Fahrzeuge, dafür aber schneller aufladbar. Zudem verfügen sie über eine größere Reichweite, die auch durch zusätzlichen Energieaufwand an heißen oder kalten Tagen nicht eingeschränkt wird. Der Brennstoffzellentechnik gehört daher nach Auffassung der CDA die Zukunft, selbst wenn der Markt für Brennstoffzellenbussen derzeit noch begrenzt ist. Auch die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) sollte sich daher die Option auf die Umstellung ihres Fahrzeugparks auf wasserstoffbetriebene Fahrzeuge offenhalten und vor der endgültigen Entscheidung für ein bestimmtes Elektrifizierungskonzept eine Studie zu den Vor- und Nachteilen der verschiedenen Antriebsoptionen erstellen lassen – begleitet von einem eigenen Modellversuch mit Brennstoffzellenbussen.
Andere Verkehrsunternehmen wie die Hamburger Hochbahn AG (HHA) oder die Regionalverkehr Köln GmbH (RKV) haben bereits vor Jahren Modell- versuche mit wasserstoffbetriebenen Bussen gestartet und sind dabei zu unterschiedlichen Ergebnissen gekommen. So hat sich die HHA, die seit 2010 vier Brennstoffzellenbusse getestet hat, vorerst gegen Wasserstoffbusse und für die Anschaffung batteriebetriebener Fahrzeuge entschieden. Die RKV, die seit 2011 ebenfalls vier Brennstoffzellenbusse getestet hat, sieht hingegen keine Bedenken, die Busse auch im Alltagsbetrieb einzusetzen und hat daher beschlossen, bis Ende des Jahres 30 Brennstoffzellenbusse in ihren Fuhrpark zu integrieren.
Auch die Lokale Nahverkehrsgesellschaft Groß-Gerau (LNVG) hat sich Anfang des Jahres dafür entschieden, beim Übergang zur Elektromobilität Brennstoffzellenbussen den Vorzug vor Bussen mit Batterieantrieb zu geben. Die Busse sollen 2020 zum Einsatz kommen. Bremerhaven Bus favorisiert ebenfalls Brennstoffzellenbusse und plant deshalb keine Anschaffung von Bussen mit Batterieantrieb.






