(openPR) Am Lipödem leiden Millionen Frauen dennoch weiß kaum jemand etwas über diese Krankheit, auch unter Ärzten und Betroffenen kursieren gravierende Falschmeinungen. Die Forschung macht einen Bogen um das Lipödem, nur an Vorurteilen gibt es keinen Mangel – hängt das alles möglicherweise damit zusammen, dass aus-schließlich Frauen daran erkranken?
Prominente Patientinnen bringen das Lipödem hin und wieder schlaglichtartig in den Fokus der Öffentlichkeit. Dabei wird deutlich, wie groß das Unwissen und auch ärztliche Ignoranz gegenüber einer Erkrankung ist, die zu pathologisch vermehrtem Fettgewebe an Beinen und Armen führt, das Lymphsystem angreift, den Patientinnen Druckschmerz und Bewegungseinschränkungen bringt und bis hin zum Leben im Rollstuhl führen kann.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat das Lipödem zwar klassifiziert, aber es gibt bis heute weltweit keine universitäre Forschung zu diesem Thema. Diese Lücke versucht die LipoClinic zu schließen, an ihren Standorten Mülheim, Hamburg, Salzburg und Madrid werden vom 40-köpfigen medizinischen Team jährlich 2.500 Lipödem-Behandlungen durchgeführt, sowohl kon-servativ wie operativ. Parallel zur praktischen Arbeit führt die LipoClinic wissenschaftliche Begleitstudien durch, in denen auch der Behandlungserfolg über Jahre hinweg kontrolliert wird. Die bis 2004 zurückreichende Erfahrung ihrer Ärzte hat die LipoClinic zur weltweit führenden Insti-tution der Lipödem-Behandlung gemacht. Auf Basis ihrer Forschungen entwickelte die LipoClinic einen Behandlungsstandard, der in zertifizierten Schulungen anwendungsbezogen unterrichtet wird, sie stehen allen Ärzten offen.
Es steht eine nachhaltig wirksame, wenngleich nicht völlig risikofreie Therapie des Lipödems zur Verfügung: eine umfassende operative Liposuktion, also Fettabsaugung der betroffenen Bereiche. Sie muss in einem dafür spezialisierten Zentrum und unter Beachtung der wissenschaftlich publizierten Operationsstandards erfolgen, zwingend ist eine die Lymphbahnen schonende Operationsmethode, und die Mediziner müssen mit den zu erwartenden vorübergehenden Operationsfolgen umgehen können.
Auf politischer Ebene setzt sich die LipoClinic dafür ein, dass die operative Behandlung des Lipödem eine Kassenleistung wird, ein Teilerfolg der Bemühungen - an denen auch viele ehemalige Patientinnen der LipoClinic beteiligt waren - ist der Ministererlass von Jens Spahn vom Frühjahr 2019, in 2020 werden Operationen des Lipödems im Stadium III von den Kassen bezahlt.
Die LipoClinic möchte die öffentliche Wahrnehmung dieser sehr speziellen Erkrankung verbessern:
Eingeladen sind Pressevertreter zu einem Besuch an der LipoClinic
Nach Absprache können auch Operationen besucht werden und die LipoClinic kann Patientinnen für Interviews vermitteln.
Rückfragen: Glenn Farris – Kommunikation
Tel: +49 208 882 671 40, Mail:
Verantwortlich: Dr. med. Falk Christian Heck, LipoClinic Dr. Heck, Zeppelinstr. 321; 45470 Mülheim a.d. Ruhr
Glenn Farris – Kommunikation
Zeppelinstr. 321
45470 Mülheim a.d. Ruhr
Tel: +49 208 882 671 40
Mail:

Über das Unternehmen
Das Lipödem
Die Krankheit:
Die Diagnose „Lipödem“ beschreibt ein pathogen vermehrtes und unproportional verteiltes Fettgewebe, häufig im Mischbild mit anderen Erkrankungen, z.B. Lipödem und Adipositas, Lipödem und Lymphödem – diese Erscheinungsformen machen eine differentialdiagnostische Abgrenzung durch nicht spezialisierte Mediziner mitunter kompliziert.
In Deutschland gibt es etwa drei bis vier Millionen Betroffene (1), nahezu ausschließlich Frauen, sie haben unbehandelt mit einem lebenslang chronischen und sich verschlimmernden Verlauf zu rechnen, bis hin zu einem Leben im Rollstuhl. Die Erkrankung verläuft schubweise und ist so-wohl diät- als auch sportresistent.
Die Patientinnen haben Schmerzen und sind mit fortschreitender Krankheit in ihrer Leistungsfä-higkeit zunehmend eingeschränkt. Da das Lipödem den Körper entstellt, haben die Betroffenen zusätzlich zur körperlichen Symptomatik regelmäßig auch mit existentiellen psychologischen Krisen zu tun. Zusätzliche Scham erzeugen Vorurteile der Gesellschaft, die – grob gesagt – den Patientinnen die (Mit-)Schuld an einer Krankheit gibt, deren Erscheinungsbild sie oft als Adipo-sitas, vulgo: Übergewicht missdeuten lässt.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Erkrankung Lipödem in ihre internationale Klassifikation aufgenommen; in der aktuell gültigen ICD-10 (International Statistical Classifi-cation of Diseases and Related Health Problems) als E88.20 (Lipödem Stadium I) bis E88.28 (sonstiges oder nicht näher bezeichnetes Lipödem).
Die Behandlung
Die Erstmaßnahme bei der Behandlung des Lipödems ist die konservative Entstauungs¬¬therapie durch flachgestrickte Kompressionskleidung und die manuelle Lymphdrainage. Diese Therapie bietet jedoch maximal temporäre Linderung und einen verzögerten Krankheitsverlauf, keine Ge-nesung. Die einzig nachhaltige Behandlung ist die Operation mittels großvolumiger Fettabsau-gungen, der Liposuktion. Nach ersten Versuchen Ende der 1990er Jahre hat sich die Operation mittlerweile zum Behandlungsstandard des Lipödems entwickelt. Die Komplikationsrate des Verfahrens ist mit ein bis zwei Prozent sehr gering, einmal entferntes Fett bildet sich nicht wie-der, Rezidive werden in der Regel nicht beobachtet. Liegt vor der Operation bereits ein Lipo-Lymphödem vor, so werden die Schädigungen des Lymphsystems zum dauernden Tragen von Kompressionswäsche zwingen, ansonsten befreit die Operation die Patientin von der lebenslan-gen Abhängigkeit von Kompressionskleidung und Lymphdrainage und macht sie schmerzfrei; auch gewinnt die Patientin postoperativ ihre Leistungsfähigkeit i.d.R. binnen Monatsfrist zu-rück.
Die LipoClinic
Die Ärzte der LipoClinic haben eine bis 2004 zurückreichende Erfahrung mit Diagnose und Behandlung des Lipödems; im Jahr 2015 wurde die Klinik in Mühlheim an der Ruhr gegründet. Die LipoClinic ist die weltweit größte Klinik mit ausschließlicher Fokussierung auf die operative Behandlung des Lipödems. Am Hauptsitz in Mühlheim und den Niederlassungen in Hamburg, Salzburg und Madrid werden jährlich rund 2.500 Operationen durchgeführt.
Die Ärzte des vierzigköpfigen medizinischen Teams sind: Dr. Falk-Christian Heck, Dr. Thomas Witte, Dr. Brigitte Habermalz, Dr. Stefan Welss, Dr. Heike Majewski, Susanne Rodenbach, Dr. Marion Heck und Dr. Matthias Waldmann.
Die LipoClinic begleitet ihre Arbeit wissenschaftlich, z.T. zusammen mit externen Institutionen. Die Studien sehen durchweg sehr gute Resultate bei einer geringen Komplikationsrate, die Eva-luationen sind Basis für die in der LipoClinic entwickelten Behandlungs- und Operationsstan-dards der Lipödem-Behandlung.
Das Lipödem als Frauenkrankheit
Bis auf eine verschwindend kleine Zahl von Männern, die alle einen gestörten Hormonhaushalt aufweisen, ist das Lipödem eine Frauenkrankheit. Sie wird kaum bis gar nicht erforscht, in der Lehre und der Wissenschaftskommunikation kommt das Lipödem so gut wie nicht vor - all das führt dazu, dass auch unter vielen Ärzten gravierende Falschmeinungen kursieren.
Abgesehen von Schwangerschaft und Geburt, orientiert sich die Medizin fast ausschließlich an einem Mensch-Modell: dem Mann. Die männliche Medizin beginnt damit, dass Medikamente nur an Männern getestet werden und endet bei einer Forschung, die seit Jahrhunderten von der falschen Prämisse ausgeht, Immunsystem, Stoffwechsel oder etwa die Kreislauf¬regulatorik wä-ren bei Mann und Frau identisch. Aber die Biologie kennt keine Gleichberechtigung und die traditionelle Forschung macht um Krankheiten, die ausschließlich Frauen betreffen, einen gro-ßen Bogen. In gar nicht so ferner Vergangenheit war man schnell mit der Diagnose „Hysterie“ zur Hand, heute hat - immerhin - die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Lipödem in ihre internationale Klassifikation aufgenommen. Aber durch Unwissenheit und durch Falschwissen werden noch immer viel zu viele Behandlungen aufgeschoben, was zu noch größerem Leiden führt. Auch Behandlungen durch nicht speziell ausgebildete Ärzte, vor allem falsch angewandte Fettabsaugung, führt oftmals zu körperlichen Schädigungen, was Nachoperationen erforderlich macht. Entsprechend der operativen Vorschädigung sind diese Eingriffe risikobehaftet. Zuneh-mend stellen sich solche operativ vorgeschädigten Patientinnen an der LipoClinic vor. Dies war Anlass für die Entwicklung eines Therapie-Protokolls und einer Operationstechnik durch Dr. Falk Heck und sein Team. Erstmals vorgestellt wurde diese weltweite Innovation im Januar 2018 auf den Weltkongress der Phlebologie in Melbourne, Australien. Die LipoClinic Akade-mie bietet Ärzten eine diplomierte Ausbildung in diesen Standards an.
Die LipoClinic setzt sich auch dafür ein, dass die Erforschung des Lipödems intensiviert wird, dass dabei auch das Umfeld und die psychologischen Bedingungen Beachtung finden und dass in einer breiten öffentlichen Diskussion seriös und nachhaltig über diese Krankheit, die alleine in Deutschland Millionen von Frauen betrifft, diskutiert wird.
(1) Die Zahl bezieht sich auf die Veröffentlichung: „Lipödem. AWMF S1-Leitlinie 037/012 der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie; 2015“. Eine exakte Angabe zur Prävalenz des Lipödems ist derzeit nicht möglich denn es fehlen noch entsprechende epidemiologische Untersuchungen.