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BIVA fordert: Mehr Wertschätzung statt Ausbeutung der Pflegenden

13.05.201910:52 UhrGesundheit & Medizin
Bild: BIVA fordert: Mehr Wertschätzung statt Ausbeutung der Pflegenden
Was ist wenn SIE pflegebedürftig werden?!
Was ist wenn SIE pflegebedürftig werden?!

(openPR) 12. Mai - Internationaler Tag der Pflegenden
Mehr Wertschätzung, statt Ausbeutung der Pflegenden gefordert

Bonn/Bremen. Der BIVA-Pflegeschutzbund fordert von Politik und Wirtschaft mehr Wertschätzung für pflegende und begleitende Angehörige sowie alle Menschen, die in der Pflege tätig sind. Immer mehr große Firmen, Konzerne und Aktienunternehmen erkennen den Pflegebereich als Wachstumsmarkt und zielen auf den ökonomischen Nutzen. Wenn Gewinnstreben die Pflege dominiert, leiden alle von der Pflege betroffene Menschen. Es hat sich gezeigt, dass der freie Markt nicht ohne deutliche Eingriffe für ausreichende und gute Pflege sorgt. Zum Beispiel kann ein Betreiber seine Gewinne dadurch erhöhen, dass er weniger als das vereinbarte Personal einstellt, womit er zugleich Mängel in der Pflege in Kauf nimmt. Hier sorgt der freie Markt für falsche Anreize. Darauf weist der BIVA-Pflegeschutzbund als Interessenvertretung für alte und pflegebetroffene Menschen am Internationalen Tag der Pflege hin.



Er fordert neben einer besseren Bezahlung von Pflegekräften auch Transparenz in der Personalausstattung von Pflegeheimen. Außerdem fordert er weiter reichende Schutz- und Mitbestimmungsrechte auch für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen. Und er besteht auf der Umsetzung der bestehenden Rechte. Der BIVA-Pflegeschutzbund richtet dabei in diesem Jahr besonders den Blick auf die mangelhafte Durchsetzung der Verbraucherschutzrechte von Pflegebedürftigen.

Durch einen wirksamen Verbraucherschutz kann die Qualität der Altenpflege in Deutschland spürbar verbessert werden. Diesen Standpunkt vertritt der BIVA-Pflegeschutzbund und veranstaltet zu diesem Thema eine Fachtagung am 15. Mai in Berlin.

In den meisten Wirtschaftsbereichen wird das Recht der Verbraucher vor schlechter Leistung und finanzieller Übervorteilung effizient mit juristischer Hilfe umgesetzt und dient als Instrument der Qualitätsverbesserung. Im Pflegesektor dagegen ist ein starker Verbraucherschutz nicht vorhanden.
Die Pflege in Deutschland ist marktwirtschaftlich organisiert. Marktwirtschaft führt dann zu guten Ergebnissen, wenn auf der Nachfrageseite souveräne, informierte Verbraucher dem Unternehmer gegenüberstehen. Nur mit starken Verbrauchern gibt es einen Wettbewerb um die bestmögliche Qualität.

Pflegebedürftige sind als Verbraucher schwach, da sie sich in einer Situation der Abhängigkeit befinden und teils durch körperliche oder kognitive Einschränkungen nicht in der Lage sind, ihre Rechte einzufordern. Daher brauchen sie einen effizienten Verbraucherschutz, der ihre schwache Position stärkt. Doch anders als etwa im Krankenhaussektor ist das Thema Verbraucherschutz in der Altenpflege wenig etabliert. Und das obwohl Pflegebedürftige, anders als im Krankenhaus, den größten Teil der Kosten selbst bezahlen müssen.

Die Fachtagung soll die Defizite und Möglichkeiten des Verbraucherschutzes in der stationären Pflege aufzeigen. „Wie steht es um Information und Transparenz im Pflegemarkt?“, „Wie werden die Verbraucher an Entscheidungen bei den Regulierungen des Pflegemarktes beteiligt?“ und „Wie können sie ihre Verbraucherrechte durchsetzen?“, sind die Leitfragen der Tagung.

Zur Verbesserung des Verbraucherschutzes müssen die gesetzlichen Rahmenbedingungen verändert werden. Daher bildet eine Diskussionsrunde mit pflegepolitischen Sprecherinnen und Sprechern der Parteien den Abschluss der Veranstaltung. Die übrigen Veranstaltungsteilnehmer werden dabei Gelegenheit haben, Fragen und eigene Diskussionsbeiträge zu formulieren.

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