(openPR) Nachdem der Bundesrat sich zum aktuellen Regierungsentwurf geäußert hat, schauen Arbeitgeber nun gespannt nach Berlin und erhoffen sich ein bald in Kraft tretendes vereinfachtes Einwanderungsgesetz.
Momentan kämpfen Arbeitgeber nach wie vor mit komplizierten Visagenehmigungen und langwierigen, beruflichen Anerkennungsverfahren. So zum Beispiel wartet ein geeigneter Kandidat, mit gültigen Arbeitsvertrag, 5 Monate auf einen Termin bei der Deutschen Botschaft und wird dann wieder weggeschickt, weil sein Sprachdiplom älter als 12 Monate ist.
Einen seriösen und wirklich guten Personalvermittler zu finden, ist wie ein Sechser im Lotto, weiß Linda Ostermann, Geschäftsführerin der mondial expert GmbH, die sich auf die Beratung von Arbeitgebern zu internationalen Fachkräften und Auszubildenden spezialisiert hat.
Viele Arbeitgeber stehen massiv unter Druck, um Personalschlüssel zu erfüllen oder Kundenaufträge annehmen zu können.
Sie fallen somit sehr leicht zwielichtigen oder gar unseriösen Personalvermittlern zum Opfer.
Um die komplexe momentan noch geltende Einwanderungspolitik zu verstehen, braucht es einen umfangreichen Überblick über die Möglichkeiten im Ausland zu Rekrutieren. So sind zum Beispiel einige Länder die laut WHO Verhaltenskodex für die Rekrutierung von Gesundheits- und Krankenpflegepersonal Tabu, da in den besagten Ländern bereits ein Fachkräftemangel im Gesundheitsbereich herrscht.
Dieser Verhaltenskodex der WHO stammt jedoch aus dem Jahr 2010 und mittlerweile ist bekannt, dass sich die Ausgangssituation in einigen Ländern längst geändert hat und Fachpersonal aus dem Gesundheitsbereich keine Arbeit im jeweiligen Herkunftsland finden.
Interessant ist diesem Zusammenhang, erklärt Linda Ostermann, das Deutschland eines der wenigen Ländern ist, welches sich noch an die 2010 entstandene Abmachung hält. Länder wie zum Beispiel Kanada befolgen diese schon lange nicht mehr.
Die Empfehlung geht klar an alle Arbeitsgeber, nicht zu warten bis das neue Einwanderungsgesetz Kraft tritt, sondern sich bereits jetzt schon auf den komplexen aber notwendigen Weg der Fachkräftegewinnung zu machen um somit jetzt schon Wettbewerbsfähig zu werden. Denn bis das Gesetz in seiner Umsetzung greift, werden noch einige Monate vergehen, welche die Arbeitgeber definitiv nicht mehr haben.









