(openPR) Ich weiß was ich will. Dieser Satz geht einem sehr schnell über die Lippen. Wen wundert es, kennt sich denn nicht jeder am besten? Natürlich hat jeder Mensch über sich selbst sehr viel mehr an Informationen zur Verfügung als ein Außenstehender. Man weiß, was einem gefällt. Ja, man kennt sogar die eigenen heimlichsten Gedanken und Sehnsüchte, die man oft mit niemandem teilt. Aber weiß man deswegen tatsächlich, was einem guttut?
Vor kurzem zitierte ein Abgeordneter des Europaparlaments gegenüber den Britten auf Brexit-Kurs die Rolling Stones: You can’t always get what you want, but you get what you need. Es gibt tatsächlich einen Unterschied zwischen dem, was man will und dem was man braucht. Gerade weil Menschen so viel über sich zu wissen meinen, wird ihre Sichtweise auf Probleme häufig beschränkt und vernachlässigt den weiten Blick. Auch der Aspekt der Emotionen ist nicht zu vernachlässigen. Man kann sich manchmal in seine Wünsche verrennen, weil sie eng mit dem eigenen Selbstbild verknüpft sind. Menschen definieren sich oft über ihre Träume und weniger über ihre Realität. Im Laufe der Zeit wird daraus ein Selbstläufer. Wenn man nur lange genug träumt, glaubt man, daß etwas stimmt, zu einem gehört und es keine Alternative zu diesem Ideal-Ich gibt. In wie vielen Songs ist nicht auch die Rede davon, daß man stirbt, wenn man seine Träume aufgibt, was natürlich Unsinn ist. Oft genug ist das Gegenteil der Fall, man kommt in Schwierigkeiten, wenn man seine fixen Ideen nicht hinterfragt. Ja, bisweilen verbaut man sich sogar die Chance auf ein besseres Leben, wenn man nicht auf andere hört. Man kann eben auch in den eigenen Träumen gefangen sein.
Von Henry Ford stammt der Satz: Wenn ich die Menschen gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie schnellere Pferde gesagt. Dieser Ausspruch bringt vortrefflich auf den Punkt, daß Träume bisweilen auch zu klein sein können, daß sie mehr Kette als Motivation sind. Und er ermutigt einen, hin und wieder auf andere zu hören und seinen Horizont zu erweitern. Henry Ford hat die Entwicklung des Automobils vorangetrieben und so viele Menschen die Möglichkeit gegeben, etwas viel besseres als superschnelle Pferde zu bekommen. Er hat den Menschen zu etwas verholfen, woran die meisten in ihren kühnsten Träumen nicht geglaubt haben. Sein Traum hat den der anderen wieder neu entfacht.
Wenn man zu klein träumt, braucht man hin und wieder einen Impuls von außen. Gut ist es, wenn diese Impulsgeber in einem bestimmten Bereich tatsächlich über eine Expertise verfügen, die anderen von Nutzen sein kann. Ein guter Coach ist jemand, der die Träume seines Coachees versteht, sie ernst nimmt, aber nicht bei dieser passiven Außenbestätigung stehenbleibt. Ein Impulsgeber, der nur den Eigenantrieb des Gegenübers verstärkt, ist tatsächlich kein echter Impulsgeber. Es fehlt der Moment des neuen und fremden, der einen über die eigene Weltscheibe im Kopf schubst und darauf aufmerksam macht, daß die Welt keine Scheibe ist. Wie sagt man: Der Kopf ist rund, damit das Denken seine Richtung ändern kann.
Ein guter Coach verhilft in gewisser Weise zu einer 3D-Sicht der Dinge. Das ist einmal die Sichtweise des Coachees. Als zweites gibt es das Feedback des Coachees, das sich aber noch stark an dem Ursprungs-Input orientiert und ihm zu mehr Volumen und etwas Farbe verhilft. Und es ist idealerweise eben auch die ganz eigene Sichtweise des Coachs selbst mit ihm Spiel, wenn die Dinge neu und ganzheitlich gedacht werden. Mitunter führt das zu einem Kopfstand und es fühlt sich an, als würde sich alles um einen drehen. Dies kann im Einzelfall leicht übergriffig wirken und es gibt ja auch genügend psychologische Schulen, die es quasi verbieten, daß der Therapeut, Berater oder Coach direktiv in den Selbstfindungsprozeß eingreift. Wie so oft „liegt“ die Wahrheit, und das ist nach dem Begründer der Homöopathie bekanntlich, das was wirkt, in der Mitte bzw. der 3. Dimension und in der Bewegung.
Henry Ford war so arrogant zu meinen, er wisse, was andere Menschen brauchen. Besser als die anderen selbst. Er hat selbstbewußt einen Impuls gesetzt und letztendlich das Leben vieler Menschen mit beeinflußt. Nicht jeder ist ihm im Rückblick dankbar dafür. Vielleicht wäre die Welt mit schnelleren Pferden ja besser daran. Doch dabei verkennt man, daß es trotz Impuls immer die Menschen selbst sind, die Entscheidungen fällen. Niemand wurde gezwungen Fords Pferdealternative zu wählen. Doch seine Idee war überzeugend. Deswegen wurde sie angenommen.
Wer auf der Suche ist nach seinen Träumen sollte wissen, was er will und er sollte sich inspirieren lassen. Letzteres bedeutet, daß man sich mit Menschen unterhält, die andere Meinungen haben. Es verlangt auch, daß man etwas ausprobiert, was man bisher noch nicht gekannt hat. Zum Beispiel ein Coaching. Diese Erfahrung kann einen verändern. Und die eigenen Träume. Vielleicht bewirkt es ja, daß man schneller ans Ziel kommt.
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