(openPR) Am Mittwoch, den 19.12. stellte die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner (CDU) ihre Verhandlungsergebnisse mit der Lebensmittelindustrie zur Reduktion von Zucker, Salz und Fett in Fertigprodukten vor. Dazu erklärt die Bundestagsabgeordnete Amira Mohamed Ali, Sprecherin für Verbraucherschutz der Fraktion DIE LINKE: „Die vereinbarten Maßnahmen sind ein Weihnachtsgeschenk an die Lebensmittelindustrie. Die Reduktion des Zuckergehaltes in Fertiggerichten um 10 – 15 Prozent nicht aus“, sagt Amira Mohamed Ali.
Die Bundestagsabgeordnete verweist auf einen offenen Brief von über 2000 Ärzten sowie Krankenkassen und Verbraucherorganisationen von Anfang Mai 2018: „Die Gesundheitsexperten haben darin die Einführung einer verpflichtenden Herstellerabgabe auf gesüßte Getränke gefordert. Diese sind maßgeblich für Übergewicht und Zuckerkrankheiten verantwortlich. Julia Klöckner ignoriert mit dem Fokus auf Fertiggerichte den Rat der Experten.“
Anstatt Mini-Reduktionen bei wenigen Lebensmitteln vorzunehmen sei es effektiver die Verbraucherinformation zu verbessern, sagt Amira Mohamed Ali: „DIE LINKE will, dass der Gehalt von Zucker, Salz und Fett künftig auf der Vorderseite der Verpackung in Ampelform angegeben ist. Ob die Ampel Grün, Gelb oder Rot zeigt, richtet sich dann zum Beispiel nach dem Zuckergehalt pro 100 Milliliter. So können die Kundinnen und Kunden auf einen Blick erkennen, ob es sich um ein gesundes Produkt handelt oder nicht.“
Darüber hinaus müsse sich im Bildungswesen etwas tun: „Wir brauchen wieder ein Schulfach Ernährung & Kochen“, fordert Amira Mohamed Ali.

















