openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Skandal um Plastik-Implantate: Mensch und Tier leiden für ein krankes System

27.11.201819:08 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Die Zulassung von Medikamenten und Biomaterialien ist nach Aussage des bundesweiten Vereins Ärzte gegen Tierversuche ein krankes System, da es auf unzuverlässigen Tierversuchen beruht. „Fallen die Ergebnisse aus Tierstudien dem Wunsch der Industrie entsprechend aus, wird ihre angebliche Übertragbarkeit auf den Menschen hervorgehoben. Sind dagegen die Resultate nicht genehm, wird am Versuchsaufbau gedreht, bis das Ergebnis passt oder die Studie wird verschwiegen“, kritisiert Dr. med. vet. Corina Gericke, stellvertretende Vorsitzende von Ärzte gegen Tierversuche. Mit einem innovativen In-vitro-Testsystem lassen sich Implantate im Gegensatz zum Tierversuch präzise und für den Menschen relevant untersuchen.



Aktuellen Medienberichten zufolge hatte die Firma Ranier Technology aus England eine neuartige Plastik-Bandscheibe an neun Pavianen testen lassen. Dass es bei den Tieren zu schwerwiegenden Schäden durch die Prothesen kam, unterschlug der Hersteller der Zulassungsbehörde und ging gleich in die „klinische Phase“, die Erprobung am Menschen. Die Plastik-Bandscheibe kam auf den Markt und verursachte bei mindestens 100 Patienten schwere Schäden.

„Nicht nur Firmen, die in ihrem Profitstreben buchstäblich über Leichen gehen, sondern auch die Prüfstellen sind in der Verantwortung“, so die Tierärztin weiter. „Vor allem darf nicht länger auf Tierversuche vertraut werden. Schafe, die meist für orthopädische Materialtests verwendet werden, aber auch Affen unterscheiden sich in ihrer Art der Fortbewegung, Statik und Biomechanik vom Menschen deutlich. Wegen der fehlenden Übertragbarkeit der Versuchsergebnisse werden Patienten einem unkalkulierbaren Risiko ausgesetzt“, erklärt Dr. Gericke. Die Testung neuer Materialien muss auf Grundlage innovativer In-vitro-Systeme erfolgen, fordert der Verein.

So hat ein Forscherteam der TU Dortmund und der Uni Moskau ein Verfahren entwickelt, das einen zuverlässigen In-vitro-Belastungstest für neuentwickelte Gelenkprothesen bzw. Biomaterialien ermöglicht. Dabei wird das Implantat von einer synthetischen Flüssigkeit umspült, die das menschliche Blutplasma simuliert und gleichzeitig wird es mit Hilfe eines servo-hydraulischen Systems standardisiert belastet. Im Gegensatz zu Tierversuchen stellt diese In-vitro-Methode ein innovatives Testsystem dar, mit dem die Abnutzung von Gelenkprothesen im menschlichen Körper präzise untersucht werden kann.

Weitere Informationen
In-vitro-Testsystem für die Abnutzung von Gelenkprothesen: https://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/de/infos/tierversuchsfreie-forschung/2775

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 1028409
 607

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Skandal um Plastik-Implantate: Mensch und Tier leiden für ein krankes System“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Ärzte gegen Tierversuche e.V.

Enttäuschend: Bundesratsinitiative in Hamburg zurückgezogen...
Enttäuschend: Bundesratsinitiative in Hamburg zurückgezogen...
Stillstand statt Förderung tierversuchsfreier Forschung Nachdem aufgrund einer Gerichtsentscheidung das Hamburger Tierversuchslabors LPT am Standort Neugraben wieder öffnen durfte, ging ein Proteststurm durch die Öffentlichkeit. Der Hamburger Senat reagierte mit der Ankündigung einer Bundesratsinitiative, die für verbesserten Tierschutz und die verstärkte Förderung tierversuchsfreier Forschung sorgen sollte. Kurz vor der Abstimmung durch den Bundesrat hat nun der Hamburger Senat selbst die Initiative zurückgezogen. Der Verein Ärzte gegen Ti…
Überflüssige Affenstudien zu Corona-Impfstoffen - In den USA wollen Primatenforscher Hunderte Affen opfern
Überflüssige Affenstudien zu Corona-Impfstoffen - In den USA wollen Primatenforscher Hunderte Affen opfern
Primatenforscher in den USA haben sich zusammengeschlossen, um ein fragwürdiges Projekt ins Leben zu rufen. Sie wollen potenzielle Impfstoffe gegen COVID-19, die aktuell bereits am Menschen getestet werden, nun auch in einer groß angelegten Vergleichsstudie mit Affen untersuchen. Der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche kritisiert dieses Vorhaben, bei dem mehrere Hundert Affen leidvollen Versuchen ausgesetzt würden. Zehn der vielversprechendsten COVID-19-Impfstoffkandidaten, die bereits in groß angelegten Humanstudien getestet werden…

Das könnte Sie auch interessieren:

Prof. Dr. Mang zu dem Skandal um billige Brustimplantate aus Frankreich
Prof. Dr. Mang zu dem Skandal um billige Brustimplantate aus Frankreich
Lindau. Prof. Mang von der Bodenseeklinik bezieht klare Stellung im Skandal um die möglicherweise krebserregenden Brustimplantate des französischen Herstellers Poly Implants Prothèses (PIP). Er habe – so Prof. Mang – "stets vor ausländischen Billigimplantaten gewarnt." Bei Patientinnen, die sich Brustimplantate des Herstellers PIP hatten einsetzen lassen, …
PIP-Skandal: Schönheitschirurgen haben Zulauf
PIP-Skandal: Schönheitschirurgen haben Zulauf
Es scheint paradox zu sein: Ausgerechnet der Skandal um die Billig-Implantate der französischen Firma Poly Implant Prothèse (PIP) zur Brustvergrößerung, der sich mittlerweile ausgeweitet hat, füllt die Wartezimmer bei Ästhetisch-Plastischen Chirurgen. Der Grund liegt auf der Hand: Schönheitschirurgen, die mit Qualitäts-Implantaten zur Brustvergrößerung …
Bild: " ... werdet Ihr merken, dass man Plastik nicht essen kann.“Bild: " ... werdet Ihr merken, dass man Plastik nicht essen kann.“
" ... werdet Ihr merken, dass man Plastik nicht essen kann.“
… Begriff. Kein Vulkanausbruch, kein Krieg, kein urgewaltiger Sonnensturm, nichts käme der Verheerung gleich, die ein Wegfall von Plastik auf unserem Planeten anrichten würde. Die Menschheit wäre wortwörtlich NACKT! Prophezeiung „Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch, die letzte Kuh verreckt ist, werdet Ihr merken, …
Bild: Europawahl/Umweltschutz: FREIE-WÄHLER-Kandidat für Sofortverbot von Plastik in KosmetikaBild: Europawahl/Umweltschutz: FREIE-WÄHLER-Kandidat für Sofortverbot von Plastik in Kosmetika
Europawahl/Umweltschutz: FREIE-WÄHLER-Kandidat für Sofortverbot von Plastik in Kosmetika
… die Gewässer und somit in die Nahrungskette und in den Körper gelangt. Die Auswirkungen auf den Organismus sind noch nicht vollständig erforscht – die Schädigung von Mensch, Tier und Fauna wird in Kauf genommen. Ich fordere die Industrie auf, Produkte mit Plastikpartikeln (Inhaltsbezeichnung z. B. "Polyethylene") sofort selbst vom Markt zu nehmen und …
Bild: Dana Meyer & Undine Bandelin "HERDENTIERE"Bild: Dana Meyer & Undine Bandelin "HERDENTIERE"
Dana Meyer & Undine Bandelin "HERDENTIERE"
… und Dana Meyer. Die Ausstellung „HERDENTIERE“ zeigt aktuelle Metallskulpturen von Dana Meyer im Dialog mit Malerei von Undine Bandelin. Rinder, Pferde, Ziegen, Insekten und Menschen tummeln sich auf den Leinwänden, bzw. erobern als Plastik den Galerieraum. Die ältesten bekannten Malereien sind Tierdarstellungen von Pferden und Mammuts in Form von Höhlenmalerei …
Bild: Tierschutzbündnis „Kaninchenmast, nein danke“ schreibt Produzenten von Tiernahrung anBild: Tierschutzbündnis „Kaninchenmast, nein danke“ schreibt Produzenten von Tiernahrung an
Tierschutzbündnis „Kaninchenmast, nein danke“ schreibt Produzenten von Tiernahrung an
… dabei auch auf die Verantwortung der Produzenten gegenüber den Verbrauchern hin. Nachdem vor wenigen Jahren viele Märkte Kaninchenfleisch aus ihrem Sortiment nahmen, als der Skandal um die Zustände in der Kaninchenmast öffentlich geworden war, ist Kaninchenfleisch in die Kühltheken zurückgekehrt. Mit der Kampagne appelliert das Bündnis jetzt erneut an …
Bild: Animals in Art – Skulpturen und GrafikenBild: Animals in Art – Skulpturen und Grafiken
Animals in Art – Skulpturen und Grafiken
… 2009 (Vernissage: Mittwoch, den 28. Januar um 19 Uhr) zeigt die Galerie am Gendarmenmarkt in Berlin eine Sonderausstellung zum Thema »Das Tier«. Neben der Darstellung des Menschen in der figürlichen Bildhauerei ist die des Tieres seit Jahrhunderten ein wichtiges Sujet, weil die Auseinandersetzung mit dem Tier eine besondere Seite der Befindlichkeit des …
Bild: Brustimplantat Skandal - 7 Jahre danach.Bild: Brustimplantat Skandal - 7 Jahre danach.
Brustimplantat Skandal - 7 Jahre danach.
Brustimplantate in minderwertiger Qualität, die eine große Anzahl an Frauen extrem geschädigt hat, das war der Brustimplantate Skandal. Was ist inzwischen passiert? Wie ist der Stand 7 Jahre danach? ------------------------------ 12.12.2017, Neustadt. Brustimplantat Skandal Seit dem Brustimplantate Skandal, der von einem französischen Hersteller hervorgerufen …
Bild: Umweltverschmutzung durch PlastikBild: Umweltverschmutzung durch Plastik
Umweltverschmutzung durch Plastik
… Millionen Tonnen von Plastikabfällen in den Ozeanen, Flüssen und Seen und schädigen die Tierwelt und die Umwelt. Die Auswirkungen auf die Gesundheit von Mensch und Tier sind besorgniserregend. Handlungsbedarf besteht dringender denn je. Der Einsatz von Einweg-Plastikprodukten wie Plastiktüten, Strohhalmen und Einwegflaschen hat zu einem alarmierenden Anstieg …
Ein Jahr nach PIP – Wie sicher sind Brustimplantate? DGPRÄC präsentiert interdisziplinären Expertenchat
Ein Jahr nach PIP – Wie sicher sind Brustimplantate? DGPRÄC präsentiert interdisziplinären Expertenchat
Berlin – „Geplatzter Schönheitstraum“, „Krebs-Risiko“, „Silikon-Skandal“, „Der Feind in meinem Busen“ – vor einem Jahr verängstigte der Skandal um die fehlerhaften Brustimplantate der französischen Firma PIP („Poly Implants Prothèses“) Patientinnen in ganz Europa. Was hat sich seither getan? Wie steht es um die Sicherheit von Brustimplantaten heute? …
Sie lesen gerade: Skandal um Plastik-Implantate: Mensch und Tier leiden für ein krankes System