(openPR) Mit diesem Titel startete der 17. Europäische Gesundheitskongress im Münchner Hotel Hilton mit über 150 eingeladenen Referentinnen und Referenten, um die Sektoren wie Vordenken im Gesundheitswesen, Lösungen für gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen der Krankenhäuser, Reha-Kliniken und dem niedergelassenen Bereich vorzustellen.
München, den 25.10.2018 - Der Begrüßung Claudia Küngs, Kongressleiterin, Geschäftsführerin WISO S.E. Consulting GmbH, folgte ein spannender Eröffnungsvortrag von Melanie Huml, Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, denn wie auch bei den folgenden Vertretern der jungen Generation, wurden mögliche Baustellen zukünftiger Strukturen aufgezeigt. Was ist das Ziel allen Handelns, wie kann Pflege langfristig gestärkt werden, so dass dieser Beruf eine gute Zukunftsperspektive bietet und die Leistungen allen Patientinnen und Patienten zur Verfügung stehen. Der im Frühjahr geschlossene Koalitionsvertrag auf Bundesebene, greift viele dieser Fragen auf.
Der Kongress bot allen Fachteilnehmern pro Tag rund 24 hochkarätige und durchaus kritische Fachvorträge mit anschließenden Diskussionen zu den verschiedensten Kernthemen, wie Rehabilitation, Pflege, Krankenhäuser, Fachkräftemangel, ambulante Versorgung etc.
Unter der Moderation von Herrn Berthold Müller, Geschäftsführender Gesellschafter, Pre.Di.Ma. GmbH trafen sich Vertreter der Krankenkassen, Reha-Kliniken, sowie Beratungsunternehmen und beleuchteten die „differenzierte und transparente Preisbildung in der Reha“, aus jeweils ihrer Sicht.
Besonders kritisch betrachtete Herr Ellio Schneider, Geschäftsführer Waldburg-Zeil-Kliniken dieses Thema, nachdem Dr. Claudia Wöhler, Landesgeschäftsführerin BARMER Bayern, die Sicht der Krankenkassen darstellte. Rund 80 % Ihrer Mitglieder, die eine Reha benötigen, sind über 65 Jahre alt und nicht mehr erwerbsfähig. Reha-Kliniken sind unterschiedliche ausgelastet. Gründe wie Demografie, sowie unterschiedliche Konzepte, sind einige Ursachen. Frau Wöhlers informativer Vortrag endete mit dem Appell, die Reha-Konzepte zu evaluieren.
Herr Schneider sieht sich als Dienstleister, den Patienten als Kunden und kritisierte das Vergütungssystem. Er untermalte die Wichtigkeit angepasster Vergütungen einer bedarfsgerechten Reha.
Für Herrn Prof. Dr. Peter Borges, Geschäftsführer aktiva – Beratung im Gesundheitswesen GmbH, ergibt sich am Ende seines Vortrags, dass sich die wirtschaftliche Situation der Reha-Kliniken verschlechtert, wenn kein Umdenken der Ausgabenpolitik seitens der Kostenträger erfolgt. Auch findet in politischen Debatten das Thema Rehabilitation weitaus weniger Gehör als die der Krankenhäuser- und Pflege-Debatten.
Herr Mag. Martin Schiefer, Rechtsanwalt und Gesellschafter Schiefer Rechtsanwälte GmbH aus Österreich stellte sein Ausschreibungsverfahren „Rehabilitationsmaßnahmen für Kinder und Jugendliche“ vor. Was war vorbereitend nötig, um das Vergabeverfahren zu etablieren? Wie wurde das Verfahren durchgeführt? Welche Punkte genau mussten dabei beachtet werden, um erstmalig eine Kinder- und Jugendlichen Rehabilitationseinrichtung in Österreich anbieten zu können, die Anspruchsberechtige flächendeckend versorgt, finanzierbar ist und eine hohe Qualität bietet? Mit diesem Vortrag und einer anschließenden Diskussionsrunde wurde das Thema mit vielen Erkenntnissen über das, was fehlt und was getan werden darf, abgeschlossen.












