(openPR) Die Stiftung Pflege e.V. und Kooperationspartner wollen mit einem gemeinsamen Auftritt auf die Bedeutung der Pflege aufmerksam machen: vom 14. September bis zum 14.Oktober 2007 wird ein Pflegebett quer durch Deutschland bewegt. Am Ende der Aktion soll das Bett mit einem Hubschrauber auf die Zugspitze gebracht werden.
Im September starten die Stiftung Pflege e.V., der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK), LV Nordwest, die Berufsgenossenschaft für Gesundheit und Wohlfahrtspflege (BGW) und die Barmer Ersatzkasse gemeinsam die Kampagne „Pflege bewegt Deutschland“. Das Ziel ist, auf die Vielfältigkeit und Leistungsfähigkeit der professionellen Pflege aufmerksam zu machen. Mit einem eigens von der Firma Siemens aus Flugzeugstahl angefertigtem Pflegebett treten die Beteiligten am 14.September ihre Reise durch Deutschland an. Gestartet wird auf der Nordseeinsel Helgoland, von wo aus die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger das Bett zum Festland übersetzen wird.
Von dort ausgehend besucht der Tross auf seinem Weg zur Zugspitze elf Städte und informiert über die Pflegeberufe. Mit weiteren Veranstaltungen soll in den besuchten Städten die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit für die Aktion gewonnen werden. Am Ende wird das 300 Kilogramm wiegende kunstvoll gestaltete Bett von der Bergrettungswacht per Helikopter auf Deutschlands höchsten Gipfel gehoben. Für die Begleitung der Kampagne werden noch Regionalpartner gesucht, die die Organisatoren vor Ort unterstützen.
Hintergrund der Aktion sind die aktuellen und zukünftigen Probleme in Bezug auf die pflegerische Versorgung der Bevölkerung. Gegenwärtig bringt es die Auseinandersetzung über die Reform der Pflegeversicherung an den Tag – Pflege wird vor allem unter den Gesichtspunkten ihrer Finanzierung betrachtet. Selten fließt in die Diskussion ein, welche Potenziale die berufliche Pflege für die Gesellschaft bereithält. Forschungsergebnisse aus den Pflegewissenschaften verdeutlichen aber längst, dass professionelle Pflege maßgeblich dazu beiträgt, Genesung zu fördern und Krankheit zu verhüten, so Prof. Bienstein. Einigkeit besteht auch darin, dass wichtige Arbeitsmarkt- und Wirtschaftsimpulse vom Gesundheitswesen ausgehen. Dennoch werden Arbeitsplätze in der Pflege gerade in den Kliniken abgebaut – der Deutsche Pflegerat warnt bereits vor der pflegerischen Unterversorgung.
Die starken Belastungen durch stärkere Arbeitsverdichtung führen allerdings dazu, dass Pflegerinnen und Pfleger oft schon nach wenigen Berufsjahren wieder aufhören“, so Prof. Brandenburg von der Berufsgenossenschaft Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW). „Gerade die erfahrenen, ausgebildeten Kräfte müssen aber im Beruf bleiben, sonst droht uns ein akuter Pflegenotstand, denn in der Altenpflege fehlt der Nachwuchs.“ Mit dem „Aufbruch Pflege“ unterstützt die BGW die Aktion.












