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»Neue Heime als Grundzellen eines gesunden Staates«

17.10.201811:35 UhrKunst & Kultur
Bild: »Neue Heime als Grundzellen eines gesunden Staates«

(openPR) Städte- und Wohnungsbau der Nachkriegsmoderne
Die Konzernzeitschrift Neue Heimat Monatshefte 1954-1981

Vor dem Hintergrund der aktuellen Wohnungsbaudebatten lohnt ein Blick auf die ehemals größte Wohnungsbaugesellschaft der westlichen Welt: die Neue Heimat. Diese war die wichtigste Unternehmensgruppe des Deutschen Gewerkschaftsbundes, die zwischen 1950 und 1986 als gemeinnütziger Konzern im In- und Ausland insgesamt 500.000 Wohnungen errichtete. Seit 1954 erschien die vom Architekten und Neue Heimat-Chefplaner Ernst May gegründete Konzernzeitschrift „Neue Heimat Monatshefte“.



In dem Grundlagenband von DOM publishers, »Neue Heime als Grundzellen eines gesunden Staates«. Städte- und Wohnungsbau der Nachkriegsmoderne – Die Konzernzeitschrift Neue Heimat Monatshefte 1954-1981 dokumentiert und analysiert Michael Mönninger diese bislang nicht gewürdigte Geschichtsquelle. Die Zeitschrift liest sich wie ein Geschichtsatlas des deutschen Wohnungs- und Städtebaus in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, der die Genese, Reichweite und auch Transformation der großen urbanen Paradigmen und Ideologien dokumentiert. Leitfrage des vorliegenden Buches ist, wie die Öffentlichkeit für die neuen sozioökonomischen und urbanistischen Ideale gewonnen werden konnte und auf welchen Argumentationsmustern die Durchsetzungsarbeit der Neuen Heimat beruhte.

Die Geschichte der Neuen Heimat beginnt als regionales Hamburger Wohnbauunternehmen 1926. 1933 wurde es von der Deutschen Arbeitsfront übernommen und stieg nach seiner Wiedergründung im Jahr 1950 zur größten Wohnungsbaugesellschaft der nicht-kommunistischen Welt auf. Mehr als ein halbes Jahrhundert lang prägte der Konzern die Leitlinien des deutschen Wohnungs und Städtebaus. In ihrer Spätphase ging die Neue Heimat jedoch immer mehr auf Expansionskurs und verfing sich in einem unüber-schaubaren Geflecht von Tochtergesellschaften und Auslandsbeteiligungen. 1982 von einem Korruptionsskandal in der Unternehmens-führung erschüttert, wurde der Konzern von 1986 an vollständig abgewickelt. Das führte zu einem katastrophalen Ansehensverlust sozialreformerischer Gemeinwirtschaftsideen und leitete nicht nur den Untergang der gewerkschaftseigenen Wirtschaftsunternehmen und des sozialen Wohnungsbaus ein, sondern auch das vorläufige Ende des sozialdemokratischen Zeitalters.

Während zur Neuen Heimat wirtschafts- und unternehmensgeschichtliche Studien vorliegen, stehen die Dokumentation und die Analyse der politischen, soziologischen und kulturellen Entstehungsbedingungen, Strategien und Auswirkungen dieses Unternehmens im Neuaufbau der Bundesrepublik bislang noch aus. Dieser Band wertet die Monatshefte als einen Spiegel der inneren Dynamik einer quasi-öffentlichen Institution aus und kommentiert sie – auch angesichts des großen Interesses am Umgang mit dem architektonischen und städtebaulichen Erbe der Nachkriegsmoderne, der quantitativ größten geschlossenen Epoche der deutschen Baugeschichte. Die NH Monatshefte werden auch in der Ausstellung „Die Neue Heimat. Eine sozial-demokratische Utopie“ thematisiert, die vom 28. Februar bis zum 19. Mai 2019 im Architekturmuseum der TU München läuft.

Michael Mönninger
»Neue Heime als Grundzellen eines gesunden Staates«
Städte- und Wohnungsbau der Nachkriegsmoderne.
Die Konzernzeitschrift Neue Heimat Monatshefte 1954-1981
210 × 230 mm, 480 Seiten
300 Abbildungen, Softcover
ISBN 978-3-86922-504-3 (deutsch)
EUR 48,00 / CHF 58,60
Oktober 2018. DOM publishers, Berlin

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