(openPR) Das Dorf in der Stadt – Parallelgesellschaft statt Integration? Unzensierte Einblicke einer Flüchtlingshelferin in eine Welt mit ganz eigenen Regeln
Katja Schneidt
ist keine Unbekannte. Als Spiegel-Bestsellerautorin und gern eingeladener Gast in Talkshows und politischen Sendungen, bekannt unter anderem auch aus inzwischen über 50 TV-Shows (Markus Lanz, Stern TV, RTL Extra, Dunja Hayali, Sat1 Frühstücksfernsehen uvm), spricht in ihren Büchern (z.B. „Gefangen in Deutschland“, „Wir schaffen es nicht“) oft unangenehme Dinge an. Dabei bleibt sie stets fair und objektiv, scheut sich aber auch nicht davor, Probleme genau zu benennen.
Als engagiertes Mitglied der SPD engagiert sich Schneidt schon seit Jahren in ihrer Freizeit in der Opferbetreuung und gegen häusliche Gewalt. Seit 1999 ist sie ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe tätig und bekommt dadurch Einblicke, die den meisten Menschen verborgen bleiben.
Die Muslimin führte viele Jahre eine Beziehung mit einem türkischen Mann und lebte abgeschnitten von der Außenwelt in dessen Großfamilie, so dass sie durch ihre persönlichen Umstände – aber auch unterstützt von offiziellen Zahlen – geradezu prädestiniert ist, ein Buch über Parallelgesellschaften und Integration zu schreiben.
Zum Inhalt des Buches
In Deutschland leben 18,6 Millionen Menschen, die einen Migrationshintergrund haben (Quelle: Statistisches Bundesamt) und seit Jahrzehnten gibt es die Themen „Integration“ und „Parallelgesellschaft“.
Doch immerzu dreht sich die Diskussion im Kreis: diejenigen, die sich integrieren sollen, weigern sich, Selbstkritik zu üben und aus allzugroßer Vorsicht machen Politiker und Medien oft den Fehler sich zu unkritisch zu verhalten – denn sobald etwas zu kritisch wird, wird der Rassismusvorwurf laut.
Doch Katja Schneidt bringt es in ihrem Buch auf den Punkt:
Wir müssen die Mitte wiederfinden, die wir zwischen grenzenloser Toleranz, totaler Ablehnung, gegenseitiger Vorwürfe und gemütlicher Opferrolle verloren haben. Wir müssen nicht nur den Staat und die Politik in die Verantwortung nehmen, sondern alle Seiten beleuchten und die Integration nicht nur auf die Deutschen abwälzen. (Wie in jedem Bereich des Lebens, egal ob Erziehung oder Arbeit, heißt es auch hier: Fördern UND Fordern!)
Schließlich ist Toleranz nur dann möglich, wenn auch Fragen gestellt werden dürfen!
Das Buch nimmt den Leser mit in eine Welt, die der eigenen so nah und doch so fern ist: Die Parallelwelt. Schneidt beleuchtet gekonnt, wie diese entstehen und warum. Ohne Schuldzuweisungen schafft sie es, Lösungsvorschläge aufzuzeigen und das zurzeit herrschende Dilemma für alle Beteiligten aufzuzeigen: Egal, ob es sich dabei um jahrelange Asylverfahren oder das bewusste Bilden von autarken Systemen handelt, die außerhalb der Mehrheitsgesellschaft existieren.
Ohne auf der Angst-Welle mitzureiten, erklärt sie, warum unsere Politik planlos erscheint, betrauert vertane Chancen und ruft dazu auf, wieder miteinander zu reden, statt gegeneinander.
Als deutsche Muslimin stellt sie die Angst vor der Islamisierung und/oder der Entfremdung dar und scheut sich auch nicht davor, mit gutem Beispiel voranzugehen (z.B. als Flüchtlingshelferin und Politikerin) und nicht nur dahinzugehen, wo es wehtut, sondern sich auch einmal Statistiken ohne Scheuklappen und Wertung vorzunehmen.
Ziel ist es, mit Gerüchten aufzuräumen und Vermutungen und Spekulationen durch Wissen zu ersetzen.
Dabei ist die Autorin schonungslos offen und spricht sowohl negativ- wie auch positiv besetzte Themen an und zeigt zum Schluss auch Wege zu einem besseren Miteinander.
Konkurrenztitel oder vergleichbare Bücher/Themen
Zu dieser Thematik gibt es bisher noch kein vergleichbares Buch.
Es gibt zwar einige Bücher, die Parallelgesellschaften in Deutschland thematisieren (z.B. den Bestseller von Tuba Sabica „Ihr Scheinheiligen“), aber es gibt bisher kein Buch einer deutschen Frau, die mehrere Jahre in einer Parallelgesellschaft gelebt hat und dadurch langfristige und vielschichtige Einblicke bekommen hat, an denen sie die Leser teilhaben lässt.
Da die Autorin auch heute noch regelmäßig in Parallelgesellschaften unterwegs ist, kann sie sehr gut über den Wandel berichten, den diese in den letzten Jahren vollzogen haben.











